Comic-Klassiker der Woche #34: Superman #247, Januar 1972, DC Comics

So Leute,

bei meinem Klassiker-Review für diese Woche habe ich mich mal wieder dem Mann aus Stahl zugewandt.

Das Heft enthält zwei Stories, wobei ich mich hauptsächlich auf die erste Geschichte bei meinem Review konzentrieren will und auf die Zweite nur ganz kurz eingehen werde.

Storytitel
Story 1: Must There Be a Superman?
Story 2: When On Earth

Inhalt
Die erste Geschichte beginnt damit, das Superman von den Guardians of the Universe, den Gründern der Green Lantern Corps, einen Auftrag erhält. Er muss einen mit außerirdischen Sporen besetzten Meteoren aufhalten, bevor dieser die Erde erreicht und sich dort ausbreitet und alles Leben bedroht. Dies schafft der Mann aus Stahl nach einigen Schwierigkeiten am Anfang dann auch recht gut. Zurück bei den Wächtern, machen diese Superman unterschwellig klar, dass er ihrer Meinung nach durch seine Heldentaten und Präsenz die Entwicklung der Erde und der Menschen dort behindert und für ihre Rückständigkeit mit verantwortlich ist. Nun fragt sich Superman ob das den stimmt und versucht bei seiner Rückkehr auf die Erde nicht mehr so oft einzugreifen und lieber dafür zu sorgen das die Menschen ihre Probleme selber lösen. Doch das ist schwieriger als gedacht. Immer wieder greift Superman doch ein und fragt sich „Kann die Welt eigentlich ohne mich?“ Bei der zweiten Story steht nicht Superman sondern seine andere Identität Clark Kent im Mittelpunkt. Dieser versucht einen jungen Burschen, der Mitglied einer Straßengang ist, wieder sozusagen auf den Pfad der Tugend zurückzuführen. Dabei tritt er immer nur als Clark auf und verzichtet darauf als Superman den Moralapostel zu spielen.

Story
Die erste Geschichte wirft eine interessante Frage auf: „Braucht die Welt einen Superman?“ Den die These die die Wächter des Universums hier aufstellen, das Superman die Entwicklung der Erde durch seine Taten nur behindert, ist nicht ganz unberechtigt. Man sieht hier schön das sich die Menschen zu sehr auf den Mann auf Stahl verlassen. Wenn es irgendwelche Probleme gibt, rufen sie direkt nach Superman in der Hoffnung das er es dann schon richten wird. Dabei vergessen sie es einige Probleme selber zu lösen. Das es aber nicht ganz ohne den Held geht sieht man hier auch. Immer wieder versucht Superman zwar sich rauszuhalten, schafft das aber nur selten. Denn was sollen die Menschen auch machen, wenn zum Beispiel ein Erdbeben ihr Leben bedroht und ihre Häuser zerstört. Dann kann Superman einfach nicht anders und hilft ihnen, indem er zum Beispiel ihre Häuser wieder aufbaut. Dieser innere Konflikt den Superman hier mit sich austrägt, „Soll ich helfen oder sollen sie sich selber helfen?“, macht die Story wirklich interessant. Warum er sich die Frage, ob die Menschheit nicht zu abhängig von ihm ist, nicht schon früher gestellt hat und ihn die Wächter erst darauf bringen mußten habe ich allerdings nicht verstanden. Vor allem gibt es eine Szene in der man sieht, wie Superman und die Justice League mal dem Volk eines fremden Planeten geholfen haben und er diesem Volk dann predigt, dass sie sich demnächst selber helfen müssen. Warum wird Superman hier nicht von alleine klar das dies auch für die Erde gelten könnte? Was ich auch nicht so gut fand, die Geschichte hat kein richtiges Ende. Am Ende der Story sagt ein Wächter nur, dadurch dass Superman über seine Rolle auf der Erde nachdenkt und seine Zweifel hat, wäre ihre Aufgabe erledigt. Wie Superman in Zukunft weiter handelt oder eben nicht handelt wird hier nicht weiter erläutert. Dennoch ist die Geschichte insgesamt richtig gut gemacht und hat mich durchaus unterhalten. Die zweite Story hat mich dagegen weniger interessiert. Gut fand ich hier allerdings, das wirklich nur Clark Kent agiert und er hier die Probleme des Jugendlichen nicht als Superman lösen will.

Artwork
Beide Stories sind von Curt Swan gezeichnet worden. Dieser ist ja eigentlich der Superman-Zeichner schlecht hin. Diesen zeichnete er immerhin zwischen 1945 und 1986 sehr oft. Bis heute hat Swan, der ja leider 1996 starb, die meisten Superman-Stories überhaupt gezeichnet. Auch ich bin ja mit seinen Zeichnungen des Mannes aus Stahl aufgewachsen. Meine ersten deutschen Superman-Hefte waren fast alle von ihm gestaltet. Ich mag seinen Stil auch heute noch gerne. Besonders das Cover hat mir sehr gut gefallen. Wobei man hier einen falschen Eindruck bekommt. So steht Superman natürlich nicht vor einem Wächter-Tribunal und wird wegen Verbrechen an der Menschheit angeklagt wie man hier sieht. Die Wächter sagen ja lediglich das er und seine Taten für die Entwicklung der Menschheit schädlich ist und geben ihm die Schuld an der Rückständigkeit der Erde. Von einem Verbrechen ist hier aber nicht die Rede. Aber klar, das Cover sollte ja zum Kauf animieren. Auch die Stories selber werden durch Swans Zeichnungen nochmal aufgewertet und sind nicht nur gut zu lesen, sondern eben auch optisch ein Hingucker.

Fazit
Ein schönes Heft, dass man immer wieder mal gut lesen kann und sich dabei bestens unterhält. Ich denke es hat die drei Sterne die ich hier vergebe auch verdient.

Künstler
Story 1: Elliot S. Maggin (Autor), Curt Swan (Zeichner), Murphy Anderson (Tuscher), Curt Swan (Cover)
Story 2: Denny O´Neil (Autor), Curt Swan (Zeichner), Murphy Anderson (Tuscher),

Bewertung

Und was sagst du dazu?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: