Review: Iron Man – Dämon aus der Flasche

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Cover von John Romita Jr, & Bob Layton

Autoren
David Michelinie & Bob Layton

Zeichner
John Romita Jr. & Carmine Infantino

Verlag
Hachette Verlag

Erscheinungsdatum
12.02.2014

Seitenanzahl
182

Preis
12,99 €

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Storytitel
Der alte Mann und der Meeresprinz (aus US Iron Man #120, März 1979)
Eine Liste der besonderen Art (aus US Iron Man #121, April 1979)
Reisende (aus US Iron Man #122, Mai 1979)
Casino Fatale (aus US Iron Man #123, Juni 1979)
Ein Stück Hass! (aus US Iron Man #124, Juli 1979)
Das Monaco-Vorspiel (aus US Iron Man #125, August 1979)
Der Hammerschlag! (aus US Iron Man #126, September 1979)
Mein Haus ist mein Schlachtfeld (aus US Iron Man #127, Oktober 1979)
Dämon aus der Flasche (aus US Iron Man #128, November 1979)

Inhalt
Iron Man trifft auf einen neuen, ganz andersartigen Gegner: den kriminellen Unternehmer Justin Hammer. Durch dessen Armee aus Superschurken bis an den Rand des Abgrunds getrieben, muss Tony Stark einen Weg finden, Hammer aufzuhalten und die Dämonen in seinem Inneren zu bezwingen.

Meine Meinung
Ich habe nicht so viel von Iron Man in meiner Comic-Sammlung. Neben der Marvel Now! Heftserie in der er sich das Heft mit dem Hulk teilt, habe ich einige Iron Man Geschichten, als Zweitstories bei „Die Spinne“ oder in einigen Rächer oder Captain America Taschenbüchern aus der Condor Zeit. An „Dämon aus der Flasche“ komme aber auch ich nicht vorbei, da Tony´s Alkoholsucht erstmals thematisiert wird. Tony Stark und der Alkohol, ist ein Thema auf das man früher oder später immer mal bei Iron Man stößt. Für den Eisernen, wie er früher noch bei Condor hieß, war diese Story enorm wichtig. Denn seit seiner Einführung 1963, lieferten die Comics von Iron Man zwar solide Verkaufszahlen, aber er war nicht so beliebt und erfolgreich wie es zum Beispiel Spider-Man oder der Hulk damals waren.
Durch das Thema Alkoholismus bei einem Superhelden, brachten David Michelinie und Bob Layton mehr Tiefe in den Charakter von Tony Stark. Er wurde menschlicher, eben mit einem sehr realen Problem konfrontiert. Michelinie geht dabei in der Story behutsam vor. Die Iron Man Hefte 120-127 liefern klassische Superhelden-Stories, in denen immer wieder auch das Thema Alkohol bei Tony angedeutet wird. Durch die Ereignisse in diesen Stories, zum Beispiel drohende Übernahme von Stark Industries durch S.H.I.E.L.D., Fehlfunktionen bei Tony´s Rüstung, ein vermeintlicher Mord von Iron Man, wird die Luft für Tony immer dünner und seine Flucht in Alkohol immer ersichtlicher. Die eigentliche „Dämon in der Flasche“ Story wird dann erst im letzten Heft Iron Man #128 behandelt. Hier wird Tony erstmals richtig klar das er dieses Problem hat und hier wird es dann auch erstmal gelöst. Das ist mir am Ende dann doch ein wenig zu schnell. Ich finde den Aufbau der Story bis dahin sehr gut, aber dann eben doch etwas schnell zu Ende gebracht. Nicht so gut finde ich auch Heft #122, in dem nochmal Tony´s Entstehungsgeschichte beleuchtet wird. Ich habe gar nichts gegen die Orgin an sich, aber ich kenne sie eben schon, so das es für mich nichts Neues liefert und auch die eigentliche Story rund um den Alkoholismus nicht voran bringt. Die restlichen Geschichten haben mich aber gut unterhalten. Auch weil mit Justin Hammer, hier ein Widersacher von Tony Stark eingeführt wird, den ich noch aus den Stories von Condor her kenne. Das gleiche gilt dann auch für so Schurken wie Whiplash, Beetle, Blizzard und Co. Da zieht bei mir natürlich wieder einmal der Nostalgiefaktor.
Die Zeichnungen liefert zum großen Teil John Romita Jr. Der damals noch junge Künstler zeichnet schöne dynamische Bilder. Sein Stil ist noch nicht ganz so, wie wir ihn heute kennen. Man merkt das er sich noch entwickelt. Für die damalige Zeit, sind das aber schon klasse Zeichnungen. Das Gleiche gilt auch für Carmine Infantino, der Heft 122 mit dem Rückblick auf die Origin von Iron Man gezeichnet hat. Auch Infantino´s Stil hat mir gut gefallen.

Fazit: Für Iron Man Fans ist diese Story sowieso ein Muss. Ich habe mal gelesen, das diese Version von Hachette auch die erste deutsche Veröffentlichung dieser Story sein soll. Wer also wissen möchte, was es mit Tony und dem Alkohol so auf sich hat und wie das damals erstmal thematisiert wurde, der sollte hier zugreifen. Wobei diese Ausgabe mittlerweile bei ebay zu überhöhten Preisen angeboten wird. Wenn ihr Glück habt findet ihr es aber auch mal günstiger, so wie es auch mir gelungen ist.

Bewertung
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8 Antworten zu Review: Iron Man – Dämon aus der Flasche

  1. mueli77 sagt:

    Auch bei diesem Band haben wir eine ähnliche Meinung: -> http://mueli77.wordpress.com/2014/08/01/die-offizielle-marvel-comic-sammlung-nr-1-iron-man-damon-aus-der-flasche-hachette-februar-2014/
    Und ja, diese Hachette-Ausgabe war eine deutsche Erstveröffentlichung, und wie wir wissen zum Glück auch nicht die Letzte.😉

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  2. Crayton sagt:

    Wie meinst du nicht die Letzte? Also auf die Hachette Collection und andere Erstveröffentlichungen bezogen, die es dort gab, oder Wurde Demon in the Bottle nun auch zwischenzeitlich nochmal auf deutsch veröffentlicht? Im Moment sind ja die Preise auf ebay für diesen Band sehr hoch wie ich finde. Wird so zwischen 30 u 50 Euro angeboten. Ich habs ja auch erst nachgekauft und hatte Glück und habe recht wenig dafür bezahlt vor ein paar Monaten.

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  3. mueli77 sagt:

    Nein, auf die Hachette Collection bezogen. Dämon aus der Flasche war die erste Ausgabe, von der es keine deutsche Veröffentlichung zuvor gab. Aber es folgten noch weitere innerhalb der Collection und nachdem die Serie auf inzwischen 150 Ausgaben erweitert wure (in Deutschland noch nicht), kommen da bestimmt auch noch mehr.😉

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  4. Crayton sagt:

    Schon 150 Ausgaben?! Dann werden die hier bestimmt auch verlängern. Eaglemoss hat auch verlängert. Was wohl mein Geldbeutel dazu sagt😉 Aber ich hole mir bei beiden Serien ja auch nicht jede Ausgabe.

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  5. Crayton sagt:

    Ach noch was. Haste schon die neue Whoa Ausgabe von Plem Plem Productions? Review dazu ist auch online.

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  6. mueli77 sagt:

    Bei Hachette hole ich mir auch nur, was ich noch nicht habe und mir zusagt. Bei Eaglemoss traf das bisher auf noch gar nichts zu.

    Und ja, die aktuelle WHOA-Ausgabe habe ich auch, bin aber noch nicht zu einem Review gekommen.:/

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  7. MaBuGu sagt:

    Schöne Review.
    Habe den Band leider noch nicht gelesen, da er mir noch nicht günstig in die Hände gefallen ist. Ist eine der wenigen Iron Man Storys, die mich interessieren würde.

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  8. Crayton sagt:

    @MaBuGu: ja leider wird der meist zu überhöhten Preisen angeboten. Da hatte ich Glück.

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