Review: Batman – Das Beben #1 (von 2)

Cover_Batman - Das Beben #1 (von 2)

Cover von Brian Stelfreeze

Autoren
Chuck Dixon, Alan Grant, Devin Grayson, Doug Moench & Dennis O´Neil

Zeichner
Jim Aparo, Jim Balent, Mark Buckingham, Flint Henry, Klaus Janson, Staz Johnson, Scott McDaniel, Graham Nolan & Roger Robinson

Verlag
Panini Comics

Erscheinungsdatum
14.06.2016

Seitenanzahl
244

Preis
_                                                       24,99 €

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Storytitel
Dichtung und Wahrheit (aus US Detective Comics #719, März 1998)
Auf Sand gebaut (aus US Batman – Shadow of the Bat #73, April 1998)
Beben (aus US Nightwing #19, April 1998)
Rettungsanker (aus US Batman #553, April 1998)
Stunde des Bebens (aus US Azrael #40, April 1998)
Anfang und Ende (aus US Detective Comics #720, April 1998)
Klaustrophobie (aus US Catwoman #56, April 1998)
Das Tribunal (aus US Robin #52, April 1998)
Schuld und Sühne (aus US Batman Blackgate – Isle of Men #1, April 1998)
Die nackte Stadt (aus US Batman – Shadow of the Bat #74, Mai 1998)

Inhalt
Ein gewaltiges Erdbeben stürzt Batmans Metropole Gotham City ins Chaos, und der Dunkle Ritter, Nightwing, Catwoman, Azrael, Huntress und andere Helden müssen sich den dramatischen Folgen der schrecklichen Katastrophe stellen. Auch das ehemalige Batgirl alias Barbara Gordon und der Polizeiermittler Harvey Bullock versuchen, den Verzweifelten in der völlig verwüsteten Stadt zu helfen. Da kommt es im Blackgate-Gefängnis infolge des Bebens zu einem Aufstand der schlimmsten Schwerverbrecher…

Meine Meinung
Nachdem Panini Comics schon die 90er Jahre Marvel Klassiker Spider-Man – Die Klonsaga und gerade den ersten Teil von Spider-Man Maximum Carnage veröffentlicht hat, wendet sich der Verlag nun einem 90er Jahre Klassiker aus dem Hause DC zu. Mit Batman – Das Beben, wird die US Storyline Batman Cataclysm, nochmal veröffentlicht, die damals Ende der 90er Jahre die große Vorgeschichte zum Batman Klassiker „Niemandsland“ war.
Der Leser wird nach einer kurzen Vorgeschichte direkt wie die Bewohner von Gotham City in das große Beben geschmissen, das im Grunde die ganze Stadt zerstört. Nun ist es sehr spannend zu beobachten, wie die Helden mit dieser für sie gänzlich neuen Situation umgehen. Zwar sind sie es gewohnt, Tag für Tag ihr Leben im Kampf gegen Superschurken zu riskieren, aber diese Naturkatastrophe und ihre Folgen, sind auch für Batman und Co. völliges Neuland. Die Autoren verstehen es sehr gut, Stories zu schreiben, in denen mal nicht der Kampf mit Superschurken im Vordergrund steht. Das es in diesem Chaos später auch mal um diesen Kampf unter neuen Bedingungen gehen wird, deutet sich natürlich am Ende dieses Bandes an. Doch bis dahin stehen andere Sachen im Vordergrund. Die einzelnen Charaktere der Batman-Family werden sehr gut charakterisiert und man lernt als Leser ganz neue Seiten an ihnen kennen.
Das Artwork gibt einen guten Überblick über die Künstler, die damals an den einzelnen Batman Titeln und diesem nahestehenden Serien dran waren. Einiges davon hat mir nicht so sehr gefallen, aber es gibt auch viele gute Bilder. Positiv hervor tun sich vor allem Jim Aparo, Scott McDaniel, Klaus Janson und Jim Balent. Klaus Janson, den man sonst vor allem als Tuschezeichner erlebt, zeigt in diesem Band das er auch ein hervorragender Bleistiftzeichner ist. Interessant ist, das er sich hier nicht selber tuscht, sondern von Sal Buscema einer anderen Zeichnerlegende getuscht wird. Aber auch das funktioniert sehr gut. Sehr gut gefallen hat mir auch wieder Jim Balent (Tarot), der damals ja noch der hauptverantwortliche Zeichner bei Catwoman war. Nie war Catwoman so sexy wie unter Jim Balent. Negativ fällt allerdings Mark Buckingham auf. Besonders die Gesichter seiner Figuren wirken teilweise seltsam verzerrt. Roger Robinson liefert bei seiner Azrael Ausgabe bestenfalls Durchschnitt und hat mir auch nicht so gut gefallen.

Fazit: Der erste Band von Batman – Das Beben ist gut, wenn er auch zeichnerisch sehr wechselhaft daher kommt. Dennoch ist das eine Story die man als Batman-Fan gelesen haben sollte, da das Ganze damals zu dem noch größeren Niemandsland führte.

Bewertung
bewertungsstern_0205

 

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12 Responses to Review: Batman – Das Beben #1 (von 2)

  1. MaBuGu sagt:

    Gute Review. Weißt du zufällig, was davon auf deutsch erstveröffentlich wurde? Habe mir die Heftserie von Dino bis Ausgabe 40 bestellt (also bis das Beben) und überlege, wie ich danach weitermachen werde.

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  2. Crayton sagt:

    Oh das weiss ich leider auch nicht ganz genau. Die ersten beiden Stories die hier enthalten sind, sind zum Beispiel Batman #40 von Dino. Denke wenn du dir die beiden Trades von Panini holst bist du ganz gut bedient. Bei Dino mußt du ja neben den regulären Ausgaben auch noch Specials und Sonderbände holen um das alles dann zu haben. Bei Dino lief das Beben ja glaube ich unter dem Titel Inferno! Aber klar Hefte sind natürlich schon irgendwie cooler als solche Trades. Hast du übrigens meine Nachricht auf Twitter erhalten?

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  3. velverin1981 sagt:

    Ich bin noch am Überlegen, ob ich es mir holen soll. Da ich damals erst wieder mit Niemandsland eingestiegen bin, was ich mir rein aus Nostalgiegründen definitiv mal wieder zulegen werden.

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  4. Crayton sagt:

    hast du denn niemandsland nicht mehr?

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  5. velverin1981 sagt:

    Nope, ich bin eher Leser als Sammler und ich muss auch gestehen, dass ich damals nicht angenommen hatte, dass ich heute immer noch Comics lesen würde.

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  6. Crayton sagt:

    Haste die denn damals verkauft oder irgendwann einfach weggeschmissen? Waren das die deutschen Batman Dinos oder die Originale damals?

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  7. velverin1981 sagt:

    Das waren die Dinoausgaben. Original hab ich ungefähr zwei Jahre nach dem ersten Kauf angefangen, weil mir die Teaser aus den Editorseiten auf die Nerven gingen.
    Und sehr wahrscheinlich haben sie ihren Weg in die Mülltonne gefunden.

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  8. Crayton sagt:

    Schade, da hättest du sie lieber verkauft. Was passiert mit deinen aktuellen Comics? Landen die auch nach und nach in der Mülltonne?

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  9. velverin1981 sagt:

    Alles was Superhelden betrifft gibt es bis auf wenige Ausnahmen, nur noch in Digitalform, da gibt sich weder ein Problem mit dem Platz noch mit dem wegwerfen.
    Die wenigen Ausnahmen bzw. die deutschsprachigen Frank-Belgier, die sind dann entweder Trades oder eben Alben, die man auch mal ins Regal stellen kann. Wobei meinen letzten Schwung an US-Comics, die ich nicht anderweitig (Ebay/Freundeskreis/etc.) losgeworden bin, hab ich unserem Fantastatic Store gespendet.
    Aktuell habe ich nur noch eine Longbox mit ungefähr 300 Heften, darunter der komplette erste American Vampire Zyklus und die Steph Brown Batgirl Serie.

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  10. Crayton sagt:

    Fantastic Store, der in Köln? Ja mit den digitalen haste natürlich keine Platzprobleme. Ich lese ja manches auch digital aber das meiste noch immer in Print!

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  11. velverin1981 sagt:

    Nicht ganz 🙂
    Seit Juni haben wir in Mannheim auch einen Fantastic Store, aber die beiden sind verbandelt.

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  12. Crayton sagt:

    Ach so, dachte schon du kommst hier aus meiner Gegend 😉

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