Review: Spider-Man Maximum Carnage #1 (von 2)

Cover_Spider-Man Maximum Carnage #1 (von 2)

Cover von Mark Bagley

Autoren
Tom DeFalco, J. M. DeMatteis, Terry Kavanagh & David Michelinie

Zeichner
Mark Bagley, Sal Buscema, Ron Lim, Tom Lyle & Alex Saviuk

Verlag
Panini Comics

Erscheinungsdatum
14.06.2016

Seitenanzahl
180

Preis
16,99 €

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Storytitel
Maximum Carnage 1 (aus US Spider-Man Unlimited (1993) #1, Mai 1993)
Maximum Carnage 2 (aus US Web of Spider-Man (1985) #101, Juni 1993)
Maximum Carnage 3 (aus US The Amazing Spider-Man (1963) #378, Juni 1993)
Maximum Carnage 4 (aus US Spider-Man (1990) #35, Juni 1993)
Maximum Carnage 5 (aus US The Spectacular Spider-Man (1976) #201, Juni 1993)
Maximum Carnage 6 (aus US Web of Spider-Man (1985) #102, Juli 1993)
Maximum Carnage 7 (aus US The Amazing Spider-Man (1963) #379, Juli 1993)

Inhalt
Der Superserienkiller Carnage ist einer von Spider-Mans blutrünstigsten Gegnern. Als der manische Mörder aus der Anstalt flieht, schart er eine Gruppe skrupeloser Gleichgesinnter um sich, zu der Shriek, Spideys dämonischer Doppelgänger und der höllische Demogoblin gehören. Gemeinsam stürzen sie New York in einen Abgrund aus Schrecken und Chaos, zumal ihr Amoklauf auch andere Wahnsinnige auf die Straßen lockt, wo die Gewalt schnell eskaliert. Um dem brutalen Albtraum entgegentreten zu können, muss sich der Wandkrabbler mit Helden wie Black Cat oder Cloak und Dagger zusammentun, aber auch früheren Feinden wie dem unberechnenbaren Venom und dem lebenden Vampir Morbius…

Meine Meinung
In den 1990er Jahren gab es zwei große Spider-Man Events die bis heute unter den Comicfans stark diskutiert wird und sie in zwei Lager spaltet. Die einen mögen diese Stories, die anderen hassen sie. Das sind zum einen die zweite Klonsaga, die Panini schon in den letzten zwei Jahren nochmal neu aufgelegt hatte und zum anderen die noch davor erschienenen 14 teilige Story „Maximum Carnage“. Maximum Carnage ist ein gutes Zeitzeugnis für das, was damals bei Spider-Man angesagt war. Viele der hier vorkommenden Charaktere auf beiden Seiten, sind Figuren, die auch vorher in den verschiedenen Spider-Man Serien eine Rolle spielten. Die Story an sich ist keineswegs tiefsinnig, sondern eine eben auf 14 Teile angelegte große Klopperei. Lediglich Spider-Man´s Kampf mit sich selbst, ob er weiterhin seinen moralischen Grundsätzen treu bleiben kann, oder Gewalt mit bloßer Gegengewalt bekämpfen muss, bringen ein wenig charakterlichen Tiefgang hinein. Allerdings passt diese rein auf Chaos und Gewalt getrimmte Geschichte sehr gut zum Charakter von Carnage. Für ihn geht es nämlich immer nur um das bloße töten. Wenn man das weiß und nicht zu viel von der Geschichte erwartet, kann sie auch für neue Leser unterhaltsam sein. Für uns Altleser, die Spider-Man schon zu Condor Zeiten gelesen haben, ist das nochmal ein Blick in die Vergangenheit, der für mich mit viel Nostalgie verbunden ist. Schon damals brachte Condor in ihrer monatlichen Heftserie „Die Spinne“, diese Story. Allerdings wurden damals auch einige Szenen gekürzt. So zum Beispiel sah man damals Harry Osborns Beerdigung nicht, die es hier am Anfang gibt, da dieser zu diesem Zeitpunkt in den Condor Publikationen noch nicht gestorben war. Seltsamerweise zeigte man auch damals schon wie Mary Jane und Peter von der Beerdigung wiederkommen.
Auch das Artwork gibt einen guten Überblick darüber, welche Zeichner damals an den aktuellen verschiedenen Spider-Man Serien arbeiteten. Besonders Tom Lyle, Ron Lim und Mark Bagley waren damals stark vertreten. Aber auch so Legenden wie Alex Saviuk (zeichnet auch immer noch den Spinne-Sonntagsstrip) oder Sal Buscema sind hier mit am Start. Sowohl die meisten der Autoren als auch der Zeichner von Maximum Carnage arbeiteten dann später auch an der oben erwähnten Klonsaga. Die Bilder sind bei dieser Story auch das Highlight. Fast jede Seite strotz so vor Dynamik. Am besten gefallen mir natürlich die Zeichnungen von Mark Bagley und Sal Buscema. Ein Pluspunkt bei Buscema ist diesmal auch, das er sich hier selber tuscht, was für seine Bilder immer am besten ist.

Fazit: Inhaltlich ist Maximum Carnage sicherlich nicht die beste Story, kann aber wenn man nicht zu viel Tiefgang erwartet Spaß machen. Visuell gefällt mir das Ganze aber auch nach so vielen Jahren immer noch sehr gut.

Bewertung
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