Review: Spawn Origins Collection #1

Cover_Spawn Origins Collection #1

Cover von Greg Capullo

Autoren
Todd McFarlane, Alan Moore, Neil Gaiman, Dave Sim & Frank Miller

Zeichner
Todd McFarlane

Verlag
Panini Comics

Erscheinungsdatum
16.04.2013

Seitenanzahl
340

Preis
29,99 €

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Dieser Sammelband enthält die US Ausgaben Spawn #1-#12 (Mai 1992 – Juli 1993)

Inhalt
1992 wurde eine der unvergesslichsten Figuren der Comic-Geschichte erstmals auf ein nichts ahnendes Publikum losgelassen: Spawn. Und dies sind die Geschichten, mit denen alles begann. Die ersten zwölf Hefte der erfolgreichsten Independent-Comic-Serie aller Zeiten endlich in einem Band. Mit umfangreichem Bonus-Material!

Meine Meinung
Wer in den 1990er Jahren Comics gelesen hat, kam an Todd McFarlanes Spawn kaum vorbei. Nach seinem Abgang bei Marvel Comics, gründete McFarlane mit Kollegen wie Erik Larsen, Jim Lee und anderen Image Comics und brachte bei diesem Verlag seinen eigene Figur Spawn auf den Markt. Bei Image hatten die Künstler das Sagen und behielten auch die Rechte an ihren Serien.
Seit 2013 bringt nun Panini die Spawn Origins Collection heraus. In dieser Hardcover-Sammelband-Reihe kann man nun die Serie lückenlos von der ersten Ausgabe an nochmal lesen. Der erste Band liefert die ersten 12 Ausgaben. Hierbei erleben wir Spawns erste Schritte nach seiner Wiedergeburt. Mit dem Violator, Malebolgia und Jason Wynn haben einige der wichtigsten Feinde aus Spawns Anfangszeit ihren ersten Auftritt. Das Spawn eine durchaus innovative Serie war, zeigte sich damals schon bei der fünften Ausgabe in der Spawn den Kinderschänder Billy Kincaid umbringt. So etwas hatte es damals in der Welt der Superhelden noch nicht gegeben. Auch die Tatsache, das Spawn sich mit jedem Einsatz seiner Kräfte seinem eigenen Ende näher bringt war neu. Todd McFarlane hat nicht nur alle 12 Ausgaben gezeichnet sondern auch die ersten 7 und die 12. Ausgabe geschrieben. So begeistert man damals von McFarlanes Zeichnungen war, schnell wurde klar, das er als Autor nicht gerade zur Elite gehört. Einige Dialoge sind schon sehr mau. Außerdem ist McFarlanes Methode dem Leser immer mal wieder viele Informationen durch einige Nachrichtensprecher zu vermitteln und so die Story voranzutreiben, doch relativ lahm. So gab es dann ab Ausgabe 8 mit Alan Moore den ersten promineten Gastautor. Diese zeigt uns Billy Kincaids Ankunft in der Hölle. Moore zeigt die verschiedenen Ebenen der Hölle und erweitert so das Spawn-Universum und verleit ihm mehr Tiefe. Danach darf Neil Gaiman ran und führt mit Angela eine interessante Figur ein, die später zu einem Rechtsstreit zwischen Gaiman und McFarlane führen sollte. Mittlerweile hat Gaiman diese Figur an Marvel verkauft. In Ausgabe 10 gibt sich dann Dave Sim die Ehre und läßt Spawn ein skurriles Abenteuer mit seiner Figur Cerebus erleben. Soweit ich weiß erscheint diese Ausgabe auch zum ersten Mal in Deutschland. Eine schräge Geschichte in der auch diverse Marvel und DC Helden kleine Gastauftritte haben, was mir sehr gut gefällt. In Heft 11 folgt dann eine Story von Frank Miller. Diese ist dann aber eher mäßig. Spawn kämpft hier mit ein paar Gangs. Leider eine recht belanglose und platte Story. Im letzten Heft übernimmt dann wieder McFarlane selbst den Autorenposten. In dieser durchaus interessanten Story geht es vor allem darum einige Dinge vorzubereiten, die bei Spawn in den nächsten Ausgaben dann geschehen sollten.
Alle 12 Ausgaben wurden von Todd McFarlane gezeichnet. Während er als Autor schwächelt gibt es an die Zeichnungen wenig zu meckern. Die Bilder sind bombastisch und machen wirklich viel Spaß. Als Fan dieses in den 1990er Jahren aufkommenden Stils den Leute wie McFarlane besonders geprägt haben, bin ich natürlich schwer begeistert. Mir gefällt diese Dynamik in den Bildern, die man so vorher noch nicht so oft gesehen hatte. Allerdings bekommt man hier auch die Schattenseiten des in dieser Zeit herrschenden Zeichenstils zu sehen. Figuren wie Overt-Kill oder auch die Gangs in der Frank Miller Story, sind dann einfach etwas zu drüber. Vollbepackt mit astronomisch großen Waffen, haben mir diese Auswüchse auch damals dann nicht so gut gefallen. Aber auch diese Bilder gehörten damals einfach dazu. Das Cover wurde extra für diese Collection neu gestaltet und ist von Greg Capullo, der später selber noch zum Zeichner der Serie werden sollte.
Die Spawn Origins Collection ist eine feine Sache und bringt uns nochmal die Anfänge der Spawn-Ära in hochwertigen Hardcover-Bänden.

Bewertung
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