Review #878: Leftovers #1

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Cover von Jason Pittman

Autor
Jason Pittman

Zeichner
Jason Pittman

Verlag
Plem Plem Productions

Erscheinungsdatum
März 2015

Seitenanzahl
20

Preis
4,90 €

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Grüße und so!

Nachdem der deutsche Kleinverlag Plem Plem Productions Ende 2014 mit Portland Underground erstmals einen US-Titel in sein Programm aufgenommen hat, haben die Jungs dort anscheinend Blut geleckt und Gefallen am Import gefunden. So werden mit Guttertown und Salvagers im Laufe des Jahres noch weitere Comics aus Amiland ins Portfolio von Plem Plem Productions aufgenommen. Bereits verfügbar ist schon jetzt der zweite Importtitel: Leftovers.

Der komplett in schwarz-weiss gehaltene Indiecomic von Jason Pittman kommt aus der slice-of-life-Ecke und beinhaltet eine abgeschlossene Geschichte, die vom Leben eines Durchschnittstypens mit all seinen Höhen und Tiefen handelt. Das Artwork ist an einigen Stellen noch sehr vereinfacht, detailarm gehalten, was aber zu verschmerzen ist. Übrigens steigern sich Pittmans zeichnerische Leistungen in den folgenden Ausgaben noch um einiges, wie man es auf seiner facebook-Seite auch gut erkennen kann.
Jim, der „Held“ der Geschichte, führt als Regalauffüller in einem Supermarkt ein tristes Dasein. Spannende Ausreisser aus seinem grauen Alltag sind Besuche des örtlichen Musikladens sowie von Rock-Konzerten. Eigentlich wollte er schon seit ein paar Jahren Abschied von den Einkaufsregalen, der nervenden Kundschaft und seinem nörgelnden Boss nehmen, aber Jim kommt einfach nicht aus dem Quark. Das ändert sich scheinbar schlagartig, als er bei einem Konzertbesuch ein Mädel kennen lernt und sich Hals über Kopf in sie verknallt. Aber ganz so einfach wie es sich die beiden vorstellen, ist ihr neues gemeinsames Leben dann doch nicht. Irgendjemand muss ja die Regale auffüllen. Oder?

Fazit
Leftovers ist vergleichbar mit Local (Brian Wood/Ryan Kelly) oder Solanin (Inio Asano) und für Leute interessant, die gerne Geschichten lesen, die das Leben schreibt. Im konkreten Fall sind das Geschichten von jungen Erwachsenen, die erkennen müssen, dass es mit ihren Zukunftsplänen und -träumen doch nicht so kommen wird, wie sie sich das voller Elan in ihrer unbeschwerten Jugend noch vorgestellt hatten. Pittmann bringt diese Thematik überzeugend rüber und verpasst dem ganzen eine persönliche Note, indem er autobiografische Erlebnisse miteinfliessen lässt.
Empfehlenswert!

3 Responses to Review #878: Leftovers #1

  1. Bendrix sagt:

    Die Hefte sind jetzt auch da und können bestellt werden:

    http://www.whoashop.de/product_info.php?products_id=47

    Sind super geworden, aber ich bin ja auch befangen. 😀

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  2. der Nachbar sagt:

    Gibts schon Infos, ob/wann ihr die nachfolgenden vier Teile von Pittman ins Programm nehmen werdet?

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  3. Bendrix sagt:

    Also die #2 werden wir auf jeden Fall machen, denke ich. Auch wenn die Verkaufszahlen sicher überschaubar bleiben dürften. Wann müssen wir mal sehen. Die #1 ist ja gerade erst erschienen (also gestern 😀 )

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