Review #835: Portland Underground #1

Cover von Chris Kohler

Autor
Daniel VanderMolen

Zeichner
Chris Kohler

Verlag
Plem Plem Productions

Erscheinungsdatum
31.10.2014

Seitenanzahl
32

Preis
4,90 €

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Grüße und so!

Mumien und Vampiere sind out! Zombies sind in! Vom Erfolg der „The Walking Dead“-Comics/TV-Serie beflügelt, werden in den letzten paar Jahren vermehrt die unterschiedlichsten Geschichten rund um die populären Horrorgestalten auf den Markt geworfen. Art und Qualität dieser Zombiestorys schwanken dabei so stark wie der Gang von ebendiesen hirnfressenden Kreaturen. Da muss man sich schon was besonderes ausdenken, um positiv aus der Masse herauszustechen. „Portland Underground“ ist ein solcher Kandidat.

Dreh- und Angelpunkt des Comics ist eine Bar, in die sich ein junger Mann schleppt, der ganz offensichtlich in keinem guten Gesunheitszustand ist. Der erfahrene Zombiekenner ahnt natürlich schon, was sich der Typ eingefangen hat und welche Folgen ihn erwarten. Doch soweit kommt es nicht, denn Bud, der Inhaber der Bar, scheint zu wissen, was Sache ist und schleppt ihn kurzerhand durch die hauseigene Brauhalle ins Büro. Nach einer kurzen Unterredung, die etwas zum Background der Zombieseuche beitragen soll, schlägt Bud dem armen Kerl präventiv ’ne Axt ins Gesicht. Nur blöd das vorher, auf dem Weg durch die Brauerei, etwas Blut vom Zombiekandidaten in einen Brautank getropft ist. Man kann sich schon denken, was nun folgt. Ein feucht fröhlicher Kneipenabend mit anschließender Kater Zombiestimmung. Bud und sein Kollege Michael werden jedenfalls alle Hände voll zu tun haben, um sich die Zombieplage vom Hals zu halten.

Das Debüt von „Portland Underground“ macht alles richtig. Gute, teils geheimnisvolle Einführung in die Story, ’ne Kneipe im Mittelpunkt der Zombieapokalypse als Setting (Hallo „Shaun of the Dead“.) und ein spannender Cliffhanger machen Lust auf mehr. Garniert wird das ganze mit zombietypischen Splatterpanels, sowie ein paar Gags zur Auflockerung. Darüberhinaus besticht der Comic mit einem prima Artwork, das selbst mit den Arbeiten so mancher Topzeichner mithalten kann, die derzeit bei den großen Verlagen unter Vertrag stehen.
Die bereits im Januar 2010 als Webcomic gestartete Story umfasst im Original mittlerweile drei Ausgaben und es sollen noch zwei weitere folgen. Plem Plem Productions hat nun den ersten Teil exklusiv als Importtitel im Programm.

Fazit
Wer ein Herz für Zombies hat und „Shaun of the Dead“ mag, wird „Portland Underground“ lieben.

6 Responses to Review #835: Portland Underground #1

  1. Tommyknockers80 sagt:

    Also die Zeichnungen sehen schonmal richtig gut aus. Allerdings Wein ich nicht sicher ob das Thema nicht schon überstrapaziert ist. Eigentlich macht es nur the Wallung dead richtig gut alles andere war doch bisher nur ein müder Aufguss.

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  2. velverin1981 sagt:

    Für mich ist ja eher die zweite Geschichte Papa Frost interessant.

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  3. der Nachbar sagt:

    Tja, stimmt schon: das Zombiethema ist mittlerweile ziemlich durch. Aber solang es noch keine neue Vampirwelle (ändert sich jetzt vllt. mit dem neuen Dracula-Film) oder sonstwelche „hippen“ Horrorgestalten gibt, wird halt weiter die Zombieschiene gefahren. Und nich vergessen, der Comic wurde bereits vor vier Jahren als Webcomic veröffentlicht. Da war der Zombiehype noch etwas ausgeprägter.
    Aber davon abgesehen, ist der Comic, für nen kleinen Indiecomic, wirklich gut. Vor allem das Artwork überzeugt voll und ganz.

    Die zweite Story hat mich gar nich so interessiert und passt m.M.n. nicht recht ins Heft. Den Platz hätte man besser nutzen können (mehr, detaillierte Hintergrundinfos zum Comic, den Machern etc. und vllt. noch nen paar Bonuszeichnungen unso).

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  4. mueli77 sagt:

    Mir hat die zweite Geschichte, Auch wenn sie ein reiner Bonus sein soll, besser gefallen. Eben auch weil es was anderes war.

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  5. Bendrix sagt:

    Haha…gut das wir Papa Frost nicht rausgelassen haben (war ’ne Überlegung).

    Und ja, klar. Das Zombie-Ding ist durch. Das war uns auch klar. Uns hat aber vor allem das Artwork überzeugt. Wir hätten es auch gebracht, wäre es ein Western oder ein Krimi gewesen. Es war halt ne Zombie-Story, aber so what. Sieht super aus, die Jungs sind nett. Haben wir das halt mal gebracht.

    Es kommt ja in Zukunft noch mehr, wo der eine oder andere sicher sagt „Was zur Hölle ist das denn“. 😀 Aber irgendwas hat uns dann angesprochen, und dann machen wir das halt. Ich sag nur Vreckles Vrestlers.

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