Hörspiel-Review #11: Masters of the Universe #2

Cover_Masters of the Universe #2 (Hörspiel)

Cover von „Künstler mir nicht bekannt“

Autor
H. G. Francis

Sprecher
Horst Naumann (Erzähler), Nobert Langer (He-Man/Adam), Monika Gabriel (Teela), Karl Walter Diess (Man-at-Arms), Matthias Grimm (Orko), Peter Pasetti (Skeletor), Jochen Sehrndt (Battle Cat/Gringer), Christian Rohde (Priester), Henry König (Goras)

Label
Europa-Hörspiele

Erscheinungsdatum
1984

Spiellänge
41:40 Minuten

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Storytitel: Das Todestor

Inhalt (Quelle Kassetteninlay)
„Skeletor, der Herrscher der Unterwelt, greift an und er trifft den besten Freund von He-Man. Kein Wunder, das dieser sofort eingreift, um den Freund zu retten. Doch damit hat Skeletor gerechnet. Er hat eine Falle aufgebaut und diese schnappt zu! He-Man gerät in den Strom der Zeit. Er wird bis in die fernste Vergangenheit geschleudert, in eine Zeit, aus der es keine Rückkehr mehr gibt…“

Meine Meinung
Die zweite Folge der Masters of the Universe Hörspiel-Reihe, spaltet bis heute die Fans. Die einen finden sie zum Beispiel aufgrund ihrer Logikfehler sehr schwach, während „Das Todestor“ für die anderen zu einer der besten Folgen der Reihe gehört. Ich bin da etwas zwiegespalten. Diese Folge ist nicht gerade eine meiner Lieblingsfolgen, was zum Beispiel an folgenden Dingen liegt: Zum einen wäre da der größte Logikfehler der Folge, die Figur des Goras. Dieser wird hier als Vetter von He-Man bezeichnet. Das kann natürlich gar nicht sein, da He-Man ja nur die Helden-Rolle von Adam ist und nur der Prinz selber Verwandte haben kann und nicht der Charakter in den er sich dank des Zauberschwertes verwandeln kann. Das es zu diesem Fehler kommt, liegt wohl daran, das die Geschichte am Anfang der Reihe noch nicht so richtig stand und Autor H.G. Francis noch nicht ganz klar wußte, wie er die einzelnen Figuren anlegen will oder muss. Nicht so gut finde ich auch, das Adam gar nicht als Adam vorkommt. Direkt am Anfang läuft er hier als He-Man durch die Gegend, obwohl er noch gar nicht wissen kann, das Gefahr von Seiten Skeletors droht und Man-At-Arms verschwunden ist. Ich stelle mir das nämlich eher so vor, das Adam sich eben nur bei Bedarf in He-Man verwandelt und als dieser nicht die ganze Zeit agiert. Apropos Skeletor, hier gefällt mir seine Rolle nicht so gut. Denn bis auf ein paar Erwähnungen am Anfang und ein paar Sätzen, spielt der Herr des Bösen in dieser Folge eigentlich fast gar keine Rolle. Außer natürlich, das er der Grund dafür ist, das es überhaupt zu dieser Reise in die Vergangenheit kommt. Auch der erste Auftritt von Tri-Klops, dem Kundschafter Skeletors, ist zwar gut gemacht, aber viel zu kurz geraten.
Dennoch ist die Geschichte sehr spannend erzählt, so das ich die Folge nicht als schwach bezeichnen würde. Das Francis den Großteil der Story in Eternias Vergangenheit verlegt, einer Zeit in der die Riesen auf dem Planeten herrschten, ist ein guter Schachzug, der schon in der zweiten Folge für viel Abwechslung sorgt. Zudem ist Goras, obwohl er eben als Vetter von He-Man eher fragwürdig ist, ein Charakter der mir zwar sehr unsympathisch damals war, aber der auch für einigen Humor in dieser Folge sorgt. Er ist ein riesen Angeber, der sich als größter Held Eternias darstellt, in Wirklichkeit aber eher ein ängstliches Muttersöhnchen ist. Das sorgt für einige Lacher. Die Figur wird von Henry König überzeugend gesprochen. Das Orko als einziger auf ihn reinfällt, passt zu diesem und sorgt später, wenn Orko die Wahrheit kennt, für einige nette Sticheleien des Trolaners gegenüber Goras. Auch Christian Rhode, der wie in der ersten Folge meist den Beastman gesprochen hatte, ist hier als Priester der Riesen überzeugend. Toll umgesetzt ist auch der Kampf zwischen He-Man und dem Priester.
Und dann wäre da noch das Wichtigste, für das diese Folge bekannt ist. Denn hier wird auch das Geheimnis um die Entstehung Skeletors gelüftet. Denn auf diesen hatten die Riesen einst ihr ganzes Böses übertragen und ihn dann in die Zukunft, also in das Eternia mit He-Man und Co. geschickt. Natürlich stimmt diese Origin von Skeletor nicht mit der aus der Zeichentrickserie oder den Comics überein. Aber das macht nichts, denn das Hörspiel-Universum unterscheidet sich ja von den anderen Masters of the Universe Geschichten. Doch dieses Universum ist mir am vertrautesten und für mich ist diese Origin auch die, die mir eigentlich am besten gefällt.
Insgesamt ist diese Folge nach wie vor nicht eine meiner Lieblingsfolgen, aber dennoch gut genug um jeden Fan der Reihe unterhalten zu können.

Ein weiteres Review zu dieser Folge findet ihr auch bei Tofu Nerdpunk.

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Bewertung
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