Review #637: Wolverine/Deadpool #1

Cover von Alan Davis

Autoren
Paul Cornell (Wolverine), Gerry Duggan & Brian Posehn (Deadpool)

Zeichner
Alan Davis (Wolverine) und Tony Moore (Deadpool)

Verlag
Panini Comics

Erscheinungsdatum
09.07.2013

Seitenanzahl
52

Preis
4,99 €

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Grüße und so!

Neben Spider-Man und den Avengers feiern heute auch Wolverine und Deadpool ihr Marvel NOW!-Debüt, das ich euch hiermit kurz vorstellen werde.

Inhalt
Die erste Hälfte des Hefts enthält die Wolverine-Story, in welcher der bekannteste Mutant Kanadas in eine Geiselnahme verstrickt ist. Ein scheinbar normaler Bürger ist im Besitz einer tödlichen Strahlenwaffe, mit der er munter eine Geisel nach der anderen pulverisiert. Mit dabei sein verstörter kleiner Sohn und ein bereits niedergeschossener Wolverine. Für den X-Man, Rächer, Multivereinsmitglied natürlich alles kein Problem. Flugs regeneriert und dem Papi an die Kehle gesprungen. Der Geiselnehmer ist zwar tot, aber das dicke Ende kommt erst noch.
Im zweiten Teil des Comics treibt ein weiterer Mutant sein Unwesen. Dieser ist ebenfalls ein kanadischer Multi-Teamplayer mit Selbstheilungskräften. Allerdings mit cooleren Sprüchen und mehr Selbstironie. Deadpool muss ran, als die ehemaligen vestorbenen US-Präsidenten wieder unter den Lebenden wandeln und Amerika vernichten wollen.

Meine Meinung
Was für ’ne Grütze wurde da bei der Wolverine-Story fabriziert. Fängt scheiße an und wird nicht besser. Die Story beginnt mittendrin, was an sich ja nicht so schlimm ist, wenn diese Erzähltechnik konsequent umgesetzt wird und man im weiteren Verlauf der Geschichte Hinweise auf deren Entstehung erhält, was in diesem Fall jedoch nicht zutrifft. Schön blöd und auch total oberflächlich, wie Autor Cornell seine Figuren, speziell Wolverine, darstellt. Nachdem dieser den Geiselnehmer getötet hat, ist er erstmal darauf bedacht, dass der kleine Junge einem Sani übergeben wird, damit er keinen Schock erleidet. WTF? Der Kleene war Zeuge, wie massenweise Menschen pulverisiert wurden und hat zudem noch miterlebt, wie sein Vater von Wolverine geschnetzelt wurde. Naja, vllt. wartet so ein Schock ja noch ein paar Minuten an der nächsten Ecke, bevor er eintritt und so ein Sani hat ja auch selbstverständlich immer eine „Anti-Schock“-Spritze dabei. Oh mann.

Besser sieht’s da schon bei der Deadpool-Story aus. Nachdem die letzten US-Ausgaben der Prä-Marvel NOW! Epoche von Deadpool immer schlechter wurden, fing damit an, dass er ein normales Äusseres bekam und seine Regenerationsfähigkeiten verlor, hat sich diese Serie mit der Neuausrichtung wieder gefangen und einen überzeugenden Start hingelegt. Der erste Arc um die wandelnden Toten in Gestalt von George Washington, Abraham Lincoln usw. ist bei den Fans super angekommen. Auch Deadpools Sprüche haben wieder ihren typischen Witz und zünden wie zu besten Zeiten. Da Spider-Man mittlerweile durch Doc Ock verkörpert wird, geht der Preis für den besten Sprücheklopper im Marvel-Universum somit eindeutig an DP. Stichwort „Sprüche“, da ich die US-Ausgaben  bereits kenne, sind mir ein paar Panels aufgefallen, in denen die Übersetzung nichts mit dem Original zu tun hat. Bsp.: „Und besorg mir eine Karte für Children of Bodom — Ich muss mich heute Abend entspannen.“ Im Original heißt es: „I can’t believe nobody remembered it’s my birthday. What else could go wrong?“ Hä? Okay, das Panel ist nicht wirklich relevant fürs Storytelling, aber ist man also Übersetzer tatsächlich so frei, bestimmte Textblasen nach eigenem Gusto zu füllen? Was solls, im Gegensatz zur gurkigen Wolverine-Story ist Deadpool jedenfalls der Abräumer, was zum großen Teil auch am klasse Artwork von Tony Moore liegt. Als ehemaliger Zeicher von The Walking Dead ist er für diesen Arc, welcher Untote Präsidenten und einige Metzelpanels enthält, genau der Richtige. Nur schade, dass er ab dem zweiten Arc nicht mehr dabei ist, aber bisdahin dauerts für die Leser der deutschen Ausgaben ja noch etwas.

Fazit
Wolverine ist für die Tonne, aber Deadpool zieht den Karren aus dem Dreck.

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