Review #622: Daffodil – Die Vampiragentin

Cover von Giovanni Rigano

Autor
Brrémaud

Zeichner
Giovanni Rigano

Verlag
dani books

Erscheinungsdatum
Mai 2013

Seitenanzahl
192

Preis
14,00 €

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Grüße und so!

Nach dem äußerst gelungenen Einstand, den dani books mit seiner Debütausgabe von Monster Allergy hingelegt hatte, hab ich mir mit Daffodil – Die Vampiragentin einen weiteren Comic-Sammelband dieses Verlages zu Gemüte geführt. Dieser enthält alle drei bisher erschienen Daffodil-Geschichten „Addio-Colonnello“, „Nosferatu“ und „Das Monster“. Ob mich die Vampiragentin ebenso begeistern konnte wie Elena und Zick von Monster Allergy oder sogar noch mehr, erfahrt ihr in diesem Review.

Inhalt
Die beiden ersten Episoden bilden eine zusammenhängende Geschichte, in der die Stadt Addio-Colonnello von einem mächtigen Vampir namens Nosferatu (kreative Titelwahl *räusper*) und seinen Schergen angegriffen wird. Dies ist dem Vampirparlament ein Dorn im Auge, da ihnen etwas daran liegt, dass Menschen und Vampire friedlich nebeneinander koexistieren und das Gleichgewicht nicht gekippt wird. Also schicken sie die drei Vampir-Agentinnen Daffodil, Globuline und Achilles nach Addio-Colonnello, um für Ordnung zu sorgen. Dabei macht das Trio Bekanntschaft mit dem kleinen Roman und seinem Bruder, die sie kurzerhand als Geiseln nehmen, womit Roman jedoch keine Probleme hat, da er Vampire ziemlich toll findet und am liebsten selber einer wäre. Schon bald kommen sie Nosferatu und dem Grund seines Angriffs auf Addio-Colonnello auf die Schliche. Dabei geraten sie allerdings zwischen die Fronten seiner Vampirschergen und der Stadtwache, was zur Folge hat, dass das Agenten-Trio einen herben Verlust zu beklagen hat.
Der dritte Teil „Das Monster“ ist ein One-Shot und handelt von einem Vampirbezwinger, der sich die Blutsauger Untertan macht und gegen den Daffodil & Co. ziemlich alt aussehen.

Meine Meinung
Daffodil – Die Vampiragentin aus dem Hause dani books ist im Gegensatz zum kürzlich vorgestellten Monster Allergy, welches aus demselben Verlag stammt, kein lustiger all-ages Comic. Das wird schon nach dem Durchblättern der ersten zehn Seiten ziemlich schnell deutlich (empfohlen ab 15 Jahren). Blutfontänen zieren die Panels ebenso wie abgetrennte Gliedmaße und rollende Köpfe. Der cartoonartige Zeichenstil hat zwar gewisse Ähnlichkeiten mit dem von Monster Allergy, das u.a. auch von Giovanni Rigano gezeichnet wurde, allerdings wirkt dieser bei Daffodil irgendwie fehl am Platz. Die ernste Thematik und die explizite Gewaltdarstellung passen nicht so recht mit der verniedlichenden Darstellung zusammen. Im Gegensatz dazu harmoniert das Artwork der dritten Episode mit der noch düsteren Story schon besser, insgesamt gefällt mir das Artwork jedoch nicht besonders gut. Ein wenig mehr Abstufungen beim Federstrich hätten der Sache z.B. ganz gut getan. So wirkt jede Outline wie die andere egal ob es sich um eine Nahaufnahmen oder eine Totale handelt. Die Farben, insgesamt recht blass gehalten, hätten auch durchaus ein wenig mehr Abstufungen vertragen können.

Die Story kann im Gegensatz zum Artwork schon eher überzeugen. Besonders reizvoll ist das mit Steampunk versetzte Setting der ersten beiden Teile, in das Brrémaud seine Geschichte steckt. Leider wurde dieser Faden in der dritten und letzten Geschichte „Das Monster“ nicht wieder aufgegriffen. Das Storytelling wirkt bisweilen etwas holprig und man hat des Gefühl, dass ein paar erklärende Panels aus Platzgründen gestrichen wurden, was dem Lesefluss schadet. Besonders ärgerlich, da „Das Monster“ die spannendere und stärkere Story der beiden ist.
Als netten Bonus enthält der Sammelband noch 46 zusätzliche Seiten Artwork sowie ein Interview mit dem Zeichner. Darüberhinaus erhält man auch bei diesem Comic wieder eine digitale Version im pdf-Format, was sehr lobenswert ist. Diesbezüglich hat der kleine Verlag dani books selbst den Großen wie z.B. Carlsen, Egmont oder Splitter schon einiges vorraus und man kann nur hoffen, dass er der Branche damit einen Impuls geben wird, es ihm zumindest teilweise gleichzutun. Der im Monster Allergy-Review vermisste Infotext auf der Rückseite ist bei Daffodil zwar vorhanden, dafür sind die Seitenzahlen leider nicht mehr nummeriert.

Fazit
Daffodil – Die Vampiragentin ist für mich eher durchschnittliche Comickost, die keine großen Begeisterungsstürme auslöst. Für Vampirfans, denen das cartoonmäßige Artwork nichts ausmacht, dürfte es aber durchaus interessant sein.

Bewertung

5 Responses to Review #622: Daffodil – Die Vampiragentin

  1. HenrX sagt:

    juchu, wieder ein Review weniger was ich machen muss. Comic kommt nächste Woche. Digital hab ich ihn schon…

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  2. Jano sagt:

    Zu „noch ein paar zusätzliche Seiten Artwork“ möchte ich anmerken, dass das ein 46-seitiger Artbook-Anteil ist, also noch mal der Umfang eines ganzen Albums. 8) Nicht so „drei, vier“ wie das hier klingt. ^^

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  3. HenrX sagt:

    ich habe ja schon die pdf „durchgeblättert“ und war eigentlich schon fast begeistert. Warte aber lieber auf das Papier 😀

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  4. der Nachbar sagt:

    @Jano: Stimmt, das war nicht so gut formuliert. Danke für den Hinweis. Ist korrigiert.

    @HenrX: Is nich schlimm, es gibt noch ne Menge anderer Comics, die darauf warten, von dir reviewt zu werden. 😉

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  5. HenrX sagt:

    glaub nicht das es da noch so viel gibt 😛

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