Review #611: Superman #12 (Vol. 2)

Cover von Rags Morales

Autoren
Grant Morrison, Michael Green & Mike Johnson

Zeichner
Rags Morales, Cafu, Brad Walker & Mahmud Asrar

Verlag
Panini Comics

Erscheinungsdatum
7. Mai 2013

Seitenanzahl
52

Preis
4,95 €


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Storytitel
Story 1: Die Rückkehr des vergessenen Superman (aus US Action Comics #12 (Vol. 2), Oktober 2012)
Story 2: Kulturerbe (aus US Supergirl #12 (Vol. 6), Oktober 2012)

Inhalt
Lois Lane ist schwer verletzt und Superman scheint nichts gegen die Kräfte von Adam ausrichten zu können. Hat der Mann aus Stahl seinen Meister gefunden?
Supergirl erfährt von ihrem Cousin Superman, dass ein Teil ihrer Raumkapsel auf dem Grund des Ozeans liegt. Wird sie vielleicht dort mehr herrausfinden, wie und warum sie zur Erde kam? Alleine macht sie sich auf den Weg zum Grund des Meeres, doch dann erlebt sie eine böse Überraschung.

Meine Meinung
Im letzten Heft hatte die Story um den geheimnisvollen Adam ja ganz gut angefangen, aber Grant Morrison zeigt sich hier nicht von seiner genialen Seite, sondern hatte wahrscheinlich eher einen schlechten Tag, als er die Story schrieb. Zum einen finde ich es schon mal nicht sehr innovativ, dass Morrison diesem Adam eine fast identische Origin wie Superman verpasst. Wenn es auch später anders mit Adam weiterging als mit Clark, ist das doch eher mau. Als nächstes macht Morrison den Fehler, genau das bei Superman hervorzuheben, weswegen viele Fans nichts mit dem Mann aus Stahl anfangen können. Denn Superman präsentiert sich hier einmal mehr als Alleskönner. So liest er sich kurzerhand ein paar Bücher in wenigen Sekunden durch und schon kann er Lois operieren und ihr so das Leben retten. Ich meine natürlich kann Superman von seinen Kräften her so handeln, aber man muss das eigentlich nicht so deutlich zeigen, denn das ist einfach langweilig. Erst im letzten Heft hatte Morrison Supermans neue Geheimidentität (der Feuerwehrmann Johnny Clark) eingeführt, schon macht er die Sache wieder rückgängig und Clark Kent kehrt wieder von den Toten zurück. Was sollte das dann also, wenn die ganze Sache nur ein Heft überdauert? Ich bin zwar froh, dass Superman nun wieder Clark ist, aber verstanden habe ich diese Aktion gar nicht. Gut gefiel mir bei dieser Story, dass laut Adam scheinbar ein große Gefahr die Erde bedroht. Das könnte noch spannend werden. Interessant ist auch die Entwicklung die Clarks Vermieterin nimmt. Mal sehen, was wir von ihr noch zu lesen bekommen.
Die Supergirl-Story ist insgesamt leider auch recht mau. Auch dort sind es eigentlich nur ein paar Andeutungen, die zukünftige Spannung versprechen. Warum war z.B. ihre Raumkapsel schon lange vor ihrer Landung im Orbit der Erde? Und was hat Simon Tycho mit Supergirl und ihrer Raumkapsel vor?
Die Zeichnungen gefallen mir insgesamt ganz gut und sind ein weiterer Lichtblick bei diesem Comic. Lediglich die Tatsache, dass in der ersten Story wieder zu viele Zeichner am Werk waren, trübt etwas das Gesamtbild. So wirkt Superman mal jünger, dann wieder älter. Kontinuität sieht anders aus. Aufgrund der überwiegend guten Bilder und den erwähnten kleinen positiven Aspekten der Story gibt es von mir noch zwei Sterne für dieses Heft.

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Bewertung

6 Responses to Review #611: Superman #12 (Vol. 2)

  1. Felix sagt:

    Und dieses „Superman kann alles“ ist genau das was mich immer an dem Mann aus Stahl stört. Und doch lese ich ihn Monat für Monat. Vielleicht nur um meckern zu können?! 🙂

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  2. Martin sagt:

    Also mir hat das Heft richtig gut gefallen. Die von dir genannten Kritikpunkte sehe ich persönlich gar nicht, bzw. finde sie überhaupt nicht schlimm.
    Zum einen glaube ich, dass Morrison sich bei der Origin von Adam etwas gedacht hat, ansonsten wäre es wirklich zu einfach.
    Auch der Punkt mit Kal’s neuer Geheimidentität war wichtig. Superman musste erkennen, dass er als Mensch Clark Kent sehr viel ausrichten und ebenso ein Superheld sein kann. Stand außerdem zum Zeitpunkt des Erscheinen des US-Hefts nicht fest, dass Morrison bald seinen Run an Action Comics beenden würde? Vielleicht hatte er ursprünglich vorgehabt, Superman länger diese neue Geheimidentität leben zu lassen. Andererseits bot mir die Rolle des Feuerwehrmanns nicht genügend Spielraum.
    Dieser Fakt, dass Superman alles kann, ist leider aufgrund seiner Kräfte und Möglichkeiten gegeben. Mir persönlich hat die Entwicklung Supermans seit Heft 1 sehr gut gefallen. Er ist bei Weitem noch nicht so stark, wie er ja selbst auch im Supergirl Heft betont (seine Entwicklung dauerte Jahre, während ihre Kräfte von vornherein so stark waren). In diese Entwicklung passt jetzt m.M.n. dieser Auftritt als Arzt sehr gut rein.
    Aber wie gesagt, das ist nur meine Meinung 🙂

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  3. Crayton sagt:

    @Felix: Diesen Punkt kritisieren viele Fans an der Figur.
    aber wie Martin auch schon erwähnt und auch ich ja in dem Review schrieb, passt das natürlich schon zu Supermans Kräften.

    @Martin: Fand das mit der Geheimidentität einfach zu kurz und fragte deshalb, was soll das eigentlich. Du könntest aber recht haben, glaube tatsächlich das es daran liegen könnte das Morrison seinen Run eigentlich längerfristig angelegt hatte und das eben dann doch nicht so lange wurde. Das mit der unterschiedlichen Entwicklung der Kräfte bei Superman und Supergirl ist tatsächlich interessant. Habe ich ja auch geschrieben das ich es schon recht spannend finde warum Supergirls Raumkapsel so lange im Orbit war bevor sie auf die Erde stürzte. Dadurch ist sie ja so stark, da sie länger näher an der Sonne war als Superman. Warum Morrison diese ähnliche Origin bei Adam gewählt hat ist mir natürlich immer noch schleierhaft. Aber bei Morrison durchschaut man ja sowieso nicht alles direkt (manchmal sogar nie so ganz).

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  4. Martin sagt:

    Ich bin gespannt, inwiefern sich die von Adam genannten zukünftigen Ereignisse (Zerstörung der Erde) mit den Plänen des kleinen Mannes überschneiden oder ob diese beiden Handlungsfäden komplett getrennt weiterlaufen. Das letzte Panel deutet ja eher auf das Gegenteil hin, oder wie seht ihr das?
    Insgesamt gesehen muss ich ganz ehrlich sagen, dass mir Morrisons Run mit jedem weiteren Heft mehr gefällt. Nach der starken #1 und der guten #2 schien es mir zuerst, als würde die Serie sich verlieren, der Kampf gegen Brainiac scheint mir im Nachhinein wie hereingeschrieben, um in den ersten Heften einen namhaften Superman-Gegner auftauchen zu lassen. Andererseits hat Superman ja nur dadurch Zugriff auf das Raumschiff, seine erste Festung der Einsamkeit. Besonders gefallen mir die auftauchenden Elemente, die bereits in den ersten Heften gezeigt wurden, deren Bedeutung aber erst zu einem späteren Zeitpunkt klarer wird.

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  5. Felix sagt:

    @Martin: Nein ich glaube das hat mit den Plänen des kleinen Mannes nichts zu tun was Adam da voraussagt. Das wird bestimmt getrennt voneinander ablaufen.

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  6. Crayton sagt:

    Bei Morrison weiß man ja nie. Der führt ja auch gerne seine erst parallel laufenden Handlungsstränge später dann zusammen.

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