Review #404: Deadpool #8, März 2012, Panini Comics

Hallo Leute,

im März gab es auch die 8. Ausgabe der deutschen Deadpool-Ongoing für mich. Deadpool ist für mich ja immer eine Wundertüte. Mal überzeugt mich ein Heft, mal finde ich es nur mäßig. Gut das passiert mir bei anderen Serien auch, aber bei keiner sind die Schwankungen so groß wie bei dieser. Mal sehen was dieses Heft hier zu bieten hat.

Storytitel
Story 1: Der Allerwürdigste (aus Fear Itself: Deadpool #1, August 2011)
Story 2: Walross in der Nacht (aus Fear Itself: Deadpool #2, September 2011)
Story 3: If I had a Hammer (aus Fear Itself: Deadpool #3, Oktober 2011)
Story 4: Verdammt frohe Weihnachten (Marvel Holiday Special #16, 2010)

Inhalt
Deadpool findet bei zwei Arbeitern, die für ihn ein Alarmsystem im Haus einer Familie installiert hatten, einen Hammer. Da auch Deadpool etwas von den magischen Hämmern die dem Träger besondere Kräfte verleihen mitbekommen hat, kommt ihm eine super Idee. Er sucht sich einen möglichst unterbelichteten Schurken, jubelt ihm diesen normalen Hammer unter und redet ihm ein, das er auch einer der magischen Hämmer wäre und ihm dementsprechend große Macht verleihen würde. Seine Wahl fällt auf Walrus. Dieser kauft Deadpool die Geschichte auch ab und läßt sich von diesem auch noch auf eine kleine Stadt hetzen. Deadpool will diese dann auch direkt von Walrus befreien. Doch dann stellt sich heraus, das der Hammer in Wirklichkeit magische Kräfte hat. Als dann auch noch Werwölfe mitmischen, kommt alles anders als gedacht.

In dem Weihnachtsspezial wird Deadpool auf den Weihnachtsmann angesetzt.

Meine Meinung
Ich habe mich ja weitgehend vor den Fear Itself Tie Ins gedrückt. Auch dieses hier habe ich mir nur geholt, damit ich meine Sammlung dieser Ongoing komplett habe. Das Heft hätte ich aber von der Story her nicht gebraucht. Die einzigen witzigen Szenen gibt es mit dem kleinen Mädchen, dem Deadpool-Fan, aus der Stadt in der Walrus wütet. Die ganze Geschichte ist aber ansonsten höchst langweilig. Mit Walrus hat man hier einen Gegner genommen, der für mich noch nicht mal C-Promi-Niveau hat.Die Weihnachtsgeschichte habe ich nur grob überflogen. Optisch gibt es hier ein paar nette Szenen. So sieht Deadpool, wenn er sich als Geist verkleidet hat, schon recht witzig aus. Die meisten Panels sind aber Einheitsbrei, der mir nicht in Erinnerung bleiben wird.

Ein weiteres Review zu diesem Heft findet ihr auch bei Clawsink. Weitere Reviews zu den hier enthaltenen US-Heften findet ihr auch bei El Tofu hier, hier und hier.

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Künstler
Story 1-3: Christopher Hastings (Autor), Bong Dazo (Zeichner), Joe Pimentel (Tuscher), Matt Milla (Farben), Ryan Stegman (Cover von Fear Itself: Deadpool #3)
Story 4: Fred van Lente (Autor), Sanford Greene (Zeichner), Nathan Messengill (Tuscher), John Rauch (Farben)

Bewertung

10 Responses to Review #404: Deadpool #8, März 2012, Panini Comics

  1. HenrX sagt:

    das Heft war wirklich schlimm 😀 nach dem 9 Heft habe ich mein Deadpool Abo bei Panini gekündigt 😀

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  2. Andy sagt:

    @HenrX Sehr gut! Keine schlechten Serien unterstützen. Sonst lernt der Verlag nicht. Sei es Marvel oder Panini.

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  3. HenrX sagt:

    in englich lese ich sie ja noch, aber wahrscheinlich auch nicht mehr lange^^ atte ja ne US Deadpoolpause gemacht und das mit den deutschen ausgaben überbrückt. aber in deusch funktioniert für mich Deadpool kein stückchen 😀

    Die wirklich gute Deadpool Serie Team-up habense ja abgesetzt.

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  4. der Nachbar sagt:

    @Andy: Naja, das ist aber ein wenig so wie gegen Windmühlen kämpfen, bzw. das Gros der (westlichen/US-)Comicleser ist offensichtlich leider mit solchen Schrottheften total happy.

    Brauchst dir nur mal die monatlichen Top 300 ansehen. Comics, die nicht aus dem Hause Marvel oder DC stammen und es unter die ersten Hundert (!!!) schaffen, kannste an einer Hand abzählen. Und dabei gibt es wirklich ne Menge super Hefte (z.B. Rachel Rising, The Goon, Saga, Skullkickers, Chew, Hellboy u.v.a.), die es qualitativ locker mit dem ganzen DC/Marvel-Kram aufnehmen könnten, aber leider zu wenige Fans/Leser haben.
    Marvel/DC sind einfach zu marktbeherrschend und können es sich daher erlauben, Müll zu produzieren, der dann auch noch eine Käuferschicht findet.

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  5. Andy sagt:

    @der Nachbar: Ich weiß nicht ob sie total Happy sind, aber ich gehe davon aus, dass dieses Gros die Comics unreflektiert konsumieren. Dieses Verhalten findet sich auch im TV, Kino, Musik und Videospielen wieder. Du hast recht wenn du es als Kampf gegen Windmühlen bezeichnest, doch heutzutage schauen die Firmen (Verlage, Studios usw) sehr genau auf die Verkaufszahlen und betreiben intensives „Monitoring“ ihrer Produkte um dem Kunden das zu geben was einen hohen Umsatz und/oder Gewinn produziert. Wenn ein Produkt anfängt durch Kaufverweigerung seitens der Endkunden zu schwächeln werden sich die Firmen Gedanken machen ob sie das Produkt absetzen oder umstruktuieren. Natürlich reicht es nicht wenn sich eine handvoll Käufern dem Produkt verweigern, doch kann sowas, gerade in unserer vernetzten Gesellschaft, einen Trend entwickeln und ich bin überzeugt davon, dass die Firmen sowas schon früh erkennen können und gegensteuern wollen. Wenn es aber für ein schlechtes Produkt eine passende Käuferschicht gibt, wird dieses schlechte Produkt auch vertrieben. Ich frag mich manchmal wie ein guter Autor, der bei einem großen Verlag arbeitet und so die Arbeit seiner Kollegen durchblättert über solch schlechte Comics denkt.

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  6. Novia sagt:

    Deadpool wird bei mir auch aus dem Abo fliegen. Ich werd aber noch Heft 10 mitnehmen, dann hab ich einen geraden Abschluss. Vielleicht überrascht mich das Heft ja noch.
    Oder gleich kicken und Nr. 10 mir am Kiosk angucken? Frau und ihre Entscheiungsfreudigkeit….

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  7. Crayton sagt:

    Also ich werde mir in den nächsten Tagen Heft Nr. 9 durchlesen und dann wohl auch noch Heft 10 holen. Danach überlege ich mir ob ich weiter dabei bleibe oder nicht!

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  8. Bendrix sagt:

    @der Nachbar
    Man sollte sich nicht zu sehr an dieser Liste der monatlichen (geschätzten) Verkaufszahlen aufhängen. Klar dominieren Marvel/DC den Markt, aber wenn man laut Eric Stephenson z.B. alle 4 Printings von Saga #1 zusammenzählt kommt man auf 70.000 Einheiten. Sowas reflektiert keine monatliche Verkaufsliste. Und da sind keine Tradeverkäufe berücksichtigt.
    Davon gehen auch nach wie vor z.B. The Walking Dead Vol.1 und folgend über den Tisch. Von den Deadpool-Ausgaben oder Trades will doch kurz nach erscheinen niemand mehr was wissen.
    Der Markt ändert sich.

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  9. der Nachbar sagt:

    Richtig, wenn man die TPBs berücksichtigt, sieht die Sache anders aus. Allerdings sind die Größenverhältnisse hier doch etwas unterschiedlich. Unter den Top 10 hat man schließlich im Durchschnitt eher nur ein bis zwei Titel, deren Verkaufszahlen sogar nur im 10.000er Bereich liegen.

    Von den Deadpool-Ausgaben oder Trades will doch kurz nach erscheinen niemand mehr was wissen.
    Das stimmt schon, allerdings leben diese Serien* auch eher von ihren regulären Heften, würd ich sagen.
    (* anstatt Deadpool kannst hier auch irgend nen X-…, Avengers, Spider-Man… usw. Titel nehmen.)

    Der Markt ändert sich.
    Wenn du damit meinst, dass Marvel/DC ihre Vormachtstellung am Comicmarkt verlieren, wett ich dagegen, dass das so schnell nicht passieren wird.
    Leider …oder doch eher zum Glück?! Eric Powell hat in der letzten Ausgabe von „The Goon“ nen interessanten Artikel zu der Proble-/Thematik geschrieben. Allerdings unter dem Aspekt, was passieren würde, wenn Disney und Time Warner, die beiden Firmen hinter Marvel bzw. DC, beschließen würden, den Comicmarkt aufzugeben. Sein Fazit: Zusammenbruch der US-Comicindustrie
    Was aber auch eine Chance für kleinere Verlage wär, sich neu am Markt zu positionieren. Auf jeden Fall ein spannendes Thema.

    Man sollte sich nicht zu sehr an dieser Liste der monatlichen (geschätzten) Verkaufszahlen aufhängen.
    Das bringt das regelmäßige Vorbereiten der Comicverkaufszahlen für den Blog hier und CRON so mit sich. 😉

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  10. Bendrix sagt:

    Ich glaube nicht dass Marvel oder DC die, in absoluten Zahlen gemessene, ihre Vormachtstellung verlieren. Aber es läuft zunehmend schlechter für beide, während es immer wieder Indie Titel schaffen sich durchzusetzen und einen Hit zu landen. Relativ, gemessen an ihren Möglichkeiten in einer von Superhelden und den beiden Markführern bestimmten Welt.

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