Comic-Klassiker der Woche #105: Superman #1, Januar 1996, Dino Verlag

Hallo Leute,

nachdem mein Kollege HenrX ja freundlicher Weise die letzten drei Comic-Klassiker der Woche übernommen hatte, gibt es heute wieder ein Klassiker Review von mir. Auch ich habe mich diesmal für ein deutsches Comic entschieden. Meine Wahl viel dabei auf die erste Ausgabe, der monatlichen Superman-Reihe vom Dino Verlag.

Storytitel
Story 1: Gruppenzwang 1 – Eine völlig neue Welt (aus Superman – The Man of Steel #0, Oktober 1994)
Story 2: Gruppenzwang 2 – Preise ( aus Superman #0 (Vol.2), Oktober 1994)

Inhalt
Die Stories spielen kurz nach der Zero Hour. Für Lois und Clark kehrt scheinbar wieder Ruhe ein. Superman macht wieder einen auf Held und kümmert sich nicht nur um eine Straßengang, nein auch rettet er Leute aus einem brennenden Haus und besiegt noch einige schwerbewaffnete Typen, die einen Presseball sprengen und Cat Grant angreifen. Alles also im normalen Bereich für Superman. Unterdessen gerät er allerdings als Clark Kent in das Visier eines Superschurken namens Conduit. Dieser unternimmt nicht nur mehrere Anschlagsversuche auf Kent, sondern schickt ihm und Lois auch Drohbriefe.

Story
Die ersten beiden Teile dieses Arcs sind ganz nett zu lesen. Autorin Louise Simonson, die hier den ersten Teil geschrieben hat, blickt auf den ersten Seiten nochmal zurück darauf, wie Superman als Baby von seinen Eltern zur Erde geschickt wurde. Nicht verwunderlich, da die speziellen Nullnummern, die alle DC Serien nach der Zero Hour für einen Monat hatten, einem den jeweiligen Charakter nochmal näher bringen sollten. In einigen Rückblicken zeigen sowohl Simonson, als auch Dan Jurgens in seiner Superman Nullnummer (Story 2), wie ein junger Clark in Smallville so langsam immer mehr seine Kräfte entdeckt und in verschiedenen Wettbewerben immer seinen Freund Kenny Braverman übertrumpft. Das ist auch ein wenig der Schwachpunkt der beiden Stories. Denn einerseits führen die beiden Autoren den Bösewicht Conduit als geheimnisvollen Charakter ganz schön ein. Man fragt sich wer er ist und was er gegen Clark hat. Durch diese Rückblicke in Clarks Vergangenheit zwischendurch und den sich damals schon entwickelnden Konfliktes mit seinem Freund Kenny, ist etwas zu schnell klar wer Conduit ist und warum er Clark hast. Auf der letzten Seite bestätigt sich das dann auch: Conduit ist Kenny Braverman. Hätte ein super Cliffhanger sein können, aber wie gesagt, durch die Rückblicke verpufft dieser Effect leider schon vorher. Ansonsten aber ein ganz guter Arc, der sowohl gewohnte Superman Action bringt, als auch Soap Opera Momente hat.

Artwork
Die Bilder hier sind völlig ok. Klar man muss sich erst an Supermans lange Haare, die er ja seit seiner Rückkehr von den Toten hatte, gewöhnen, aber ich finde ihn so nicht schlimm. Während die erste Story Jon Bogdanove zeichnet, ist bei dem zweiten Teil dann Dan Jurgens auch der Zeichner. Dabei gefallen mir seine Bilder natürlich besser als die von Bogdanove. Jurgens versteht es einfach Superman in Szene zu setzen.

Fazit
Von der Story und den Bildern her ist das Heft ok, ohne allerdings herauszustechen. Dennoch bekommt es von mir die vollen vier Sterne. Warum? Dazu muss man die Bedeutung dieser Ausgabe sehen. Nachdem Ehapa seine Superman-Publikationen eingestellt hatte, und Hethke und Carlsen mit teilweise recht teuren Heften Superman in Deutschland mehr schlecht als recht am leben hielten, hauchte der Dino Verlag mit diesem Heft dem Stählernen in Deutschland wieder leben ein. Endlich gab es wieder eine monatliche Superman-Reihe hier und noch dazu so eine gute. Denn Dino setzte hier den Standard, den man noch heute bei Panini sieht. Nie zuvor wurden die US_Hefte so originalgetreu umgesetzt wie hier (und später eben auch bei Panini). Besonders cool fand ich das man in dem Heft neben dem für das Heft benutzte Cover auch noch das Original-Cover des zweiten Heftes finden kann. Klar heute ist das bei Panini auch Standard, aber das war es bis zu diesem Heft damals eben noch nicht. Da Dino hier nach der Zero Hour anfangen, erklären sie am Ende des Heftes auch noch auf zwei Redaktionsseiten was in den letzten 10 Jahren (also seit der Crisis on Infinite Earth) so bei dem Stählernen passiert ist. Auch dadurch war dieses Heft damals der perfekte Einstieg für Neuleser des Stählernen. Und auch mir als Langzeitleser des Stählernen brachten diese Seiten viele gute Informationen.

Ähnliche Reviews (Dino Verlag)
Comic-Klassiker der Woche #35: JLA #1

Künstler
Story 1: Louise Simonson (Autorin), Jon Bogdanove (Zeichner), Dennis Janke (Tuscher), Glenn Withmore (Farben), Jon Bogdanove (Cover von Superman – Man of Steel #0)
Story 2: Dan Jurgens (Autor & Zeichner), Brett Breeding (Tuscher), Glenn Withmore (Farben)

Bewertung

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