Auf Wiedersehen 2011

Hallo Leute,

das Jahr 2011 ist in wenigen Stunden Geschichte und 2012 steht schon in den Startlöchern. An dieser Stelle möchte ich die Gelegenheit nutzen, einen Rückblick auf das Comicjahr 2011 zu werfen und einen kleinen Ausblick auf das nächste Jahr in Sachen Comics zu machen.

Wieder ist ein Jahr vergangen in dem es zahlreiche Ereignisse gab, an die wir uns immer erinnern werden. So natürlich auch in der Welt der Comics.

Direkt im Januar brachte ich einen Post darüber, dass DC Comics die Leserbriefeseiten in seinen Heften zurückbrachte. Über den Sinn und Unsinn dieser Aktion wurde hier auf dem Blog dann fleissig diskutiert. Obwohl diese Art der direkten Kommunikationsmöglichkeit mit den Verlagen in Zeiten des Internets sicher nicht mehr aktuell ist, bin ich der Meinung, dass ich lieber solche Seiten in meinen Comics vorfinde als noch mehr Werbung.

Da ich aber jetzt auch nicht jeden vergangenen Monat des Jahres abklappern will, um zu sehen was dort alles passierte, komme ich jetzt mal zu den wesentlichen Sachen, die die Welt der Comics wirklich prägten.

Da hätten wir zum einen, wie fast jedes Jahr, die Todesfälle unter den Comicfiguren. Zum einen erwischte es dort Fantastic Four-Mitglied Johnny Storm, der in Fantastic Four #587 im Januar das Zeitliche segnete. Wie fast zu erwarten war, belegte das Heft dann auch den ersten Platz in diesem Monat. Dass der Tod einer bekannten Comicfigur auch heute noch die Verkaufszahlen ankurbelt, zeigte sich auch beim zweiten großen Todesfall in diesem Jahr. Im Juni 2011 ereilte Peter Parker das gleiche Schicksal wie Johnny. Wenn auch nur im Ultimativen Universum von Marvel, so war es doch ein großes Ereignis, was dort im „Death of Spider-Man“ Arc passierte. Die fünf Hefte (Ultimate Spider-Man #156- #160) verkauften sich alle sehr gut. Die finale Ausgabe schaffte es im Juni auf Platz 1 und verkaufte sich dabei fast 160.000 mal. Interessant fand ich auch, wie in diesem Zusammenhang Peters Nachfolger als Ultimate Spider-Man Miles Morales diskutiert wurde. Teilweise gab es zu dem halb-afro, halb-latino Amerikaner Morales auch rassistische Bemerkungen, die einem zu denken geben müssen. Es sollte doch in unserer heutigen Zeit kein Problem mehr sein, dass auch ein Schwarzer oder Latino eine Rolle wie Spider-Man einnehmen kann. Gottseidank lässt sich Marvel von solchen Idioten nicht beirren und hat die Sache bisher durchgezogen.

Die zweite große Sache, die ich hier ansprechen will, sind die Verkaufszahlen. Hier erlebte die Comicindustrie ein wirklich schlechtes Jahr. Bis einschließlich August 2011 fielen die Gesamtverkäufe eigentlich von Monat zu Monat. Selbst die beiden großen Events „Fear Itself“ (Marvel) und „Flashpoint“ (DC) waren zwar stets auf Spitzenplätzen zu finden, konnten aber nicht so durchstarten, wie man es erwartet hatte. Das Ganze änderte sich erst im September, als es durch DCs „New 52“ Reboot einen Aufschwung gab, der bis heute anhält.

Der DC-Reboot ist auch mein nächstes großes Thema. Unter dem oben erwähnten Titel „The New 52“ startete DC Comics im September 52 Serien neu. Dabei schreckte man auch nicht davor zurück, seinen beiden ältesten Serien „Action Comics“ und „Detective Comics“ eine neue Nummer 1 zu verpassen. Wir haben ja schon viel darüber diskutiert, ob dieser Reboot nötig ist oder nicht. Und  ob es sich überhaupt um einen echten Reboot handelt, darüber kann man auch streiten. Das möchte ich dann an dieser Stelle nicht mehr tun. Es muss ja eh jeder für sich selber entscheiden. Für mich hat dieser Reboot zumindest mehr gute als schlechte Stories bisher hervorgebracht und daher bin ich sehr zufrieden damit. Und auch DC dürfte sehr zufrieden mit diesem Reboot sein, denn der Verlag ist seit September wieder an der Spitze der Verkaufscharts und hat fast alleine dem Comicmarkt wieder ein wenig Leben eingehaucht.

Es gibt sicherlich noch viele andere Ereignisse, die man ansprechen könnte, aber ich will es mal bei diesen Themen belassen, da sie für mich die wichtigsten in diesem Jahr waren.

Nun noch ein kleiner Ausblick auf das nächste Jahr. Ich denke, dass die von mir angesprochenen Dinge hier uns auch dort sehr beschäftigen werden. Wie werden sich die Comicverkäufe im nächsten Jahr entwickeln? Bringen DCs „New 52“ weiterhin gute Stories hervor und verkaufen sich diese dann auch gut genug? Wie wird Marvel dem entgegenwirken? Vielleicht mit Events wie etwa „Ends of the Earth“ das wohl das Ereignis bei Spider-Man im Jahre 2012 sein wird. Welche Helden werden sterben. Deadpool ist ja da im Moment der heißeste Kanditat (siehe hier). Wir werden es erleben.

Und somit endet mein kleiner Rückblick-Artikel und es bleibt mir nur noch zu sagen:
„Das Crayton Comic-Blog Team wünscht euch einen guten Rutsch ins neue Jahr und viel Spaß mit unserem gemeinsamen Hobby, den Comics!“

13 Responses to Auf Wiedersehen 2011

  1. HenrX sagt:

    der Tod der Fackel hat sich ja auch schon wieder relativiert oder?

    Bei den NEw 52 weiß ich immernoch nicht so recht was ich davon halten soll. mitlerweile kommen da doch auch wieder Hefte raus die nicht zu den „New 52“ gehören und dann wieder alles unübersichtlich machen. hättense auch gleich alles so lassen können und einfach auf das nächste HEft ne eins klatschen können. mitlerweile hole ich mir auch nur noch Grifter *räusper* swamp thing und Jonah HEx von den ganzen Heften.

    das Deadpool stirbt glaube ich auch nicht so recht. der stirbt doh nicht mal wenn man seinen Kopf runterschlägt. ich glaue da eher das der Tod sterben wird 😀

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  2. Crayton sagt:

    Ja die Fackel mischt wieder mit im Marvel Universum.

    Wie gesagt, die meisten New 52 Sachen gefallen mir.

    Die Idee von dir in Deadpool den Tod selber sterben zu lassen finde ich großartig. Würde auch zu der durchgeknallten Deadpool-Reihe passen.

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  3. der Nachbar sagt:

    Sowas ähnliches vermute ich auch. Könnte mir vorstellen, dass Deadpool in die Rolle vom Tod schlüpft, obwohl er das in gewisser Weise bei seinen Aufträgen oftmals ja eh macht, und den Sensenmann (genauer gesagt „-frau“) zeitweise ersetzen wird. Frei nach Terry Pratchetts „Mort“.

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  4. Crayton sagt:

    Wenn es in diese Richtung geht “ also Tod stirbt selbst und Deadpool macht nun seinen Job“ dann fänd ich das wirklich klasse. Könnten ein paar wirklich abgedrehten Stories daraus entstehen.

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  5. HenrX sagt:

    zum thema deadpool die restlichen teaser 😉




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  6. Crayton sagt:

    Da bietet Marvel ja einige Gaststars auf! Scheint ja ein echt großes Ding zu werden!

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  7. HenrX sagt:

    jedenfalls wird Heft 50 nicht das letzte bleiben

    Deadpool Max II wird übrigens mit der Nummer 6 eingestellt

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  8. Crayton sagt:

    Also wird es eine Nummer 51 geben? Ich hoffe doch kein Neustart mit ner neuen Nummer 1?

    Deadpool Max II wird schon wieder eingestellt? Ich habs nicht gelesen, aber finde immer schade wenn so Serien nur auf so wenig Ausgaben kommen? War doch auch ne Ongoing oder? Na ja wenn es sich nicht verkauft. Der Markt ist wohl langsam von Deadpool übersättigt. Aber Hauptsache die eine Ongoing läuft weiter. Denn ganz ohne Deadpool, da würde dem Marvel-Universum was fehlen.

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  9. HenrX sagt:

    Der Arc scheint über n paar Hefte zu gehen auf den Cover zu Heft 52 ist immernoch der Tod zu sehen 😀

    http://www.deadpoolbugle.com/2011/12/november-2011-deadpool-sales-data.html

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  10. Crayton sagt:

    Ich lese ja Deadpool zur Zeit eigentlich nur in der deutschen Panini Ongoing. Aber ich denke diesen Arc hole ich mir vorab in den US-Versionen. Da bin ich dann doch zu ungeduldig. Marvel hat mich mit seinen Teasern jedenfalls schon ganz heiß auf die Hefte gemacht 😉

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  11. der Nachbar sagt:

    Wird ein fünfteiliger Arc, in dem u.a. noch der Kingpin nen Auftritt hat.
    Schade, dass nicht Medina diesen Story-Arc zeichnet. Aber Autor Daniel Way ist ja vollkommen Feuer und Flamme für Barberi (und als solcher hat er wohl auch ein Wörtchen in der Besetzung des Zeichners mitzureden).

    Alles im Newsarama-Interview nachzulesen, auf das Crayton im „Deadpool und der Tod“-Artikel indirekt verlinkt hat.

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  12. HenrX sagt:

    Ich bin auch eher n „Fan“ von Medina bei Deadpool. aber Barberi macht seine sache auch gut

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