Comic-Klassiker der Woche #102: Die Spinne #245, 1995, Condor Verlag

Palim Palim,

einige werden sich schon gewundert haben das man von mir schon lange nischt mehr gehört hat, ander werden mich noch nicht mal vermisst haben, dennoch werde ich nun wieder ab und zu meine Grütze abgeben. Da der Crayton es scheinbar diese Woche (und auch die Letzte) nicht geschafft hat einen Comic Klassiker der Woche zu präsentieren, hole ich das hiermit schnell nach. Auch wenn es schon Mittwoch ist und nicht Montag…

Storytitel: Hinter den Mauern/ Es gibt kein zurück

Inhalt

Doktor Kafka behandelt in Ravencroft die ganz harten Fälle von durchgedrehten Superschurken. Zurzeit sitzen dort Shriek und Malcolm alias Carrion ein. Bei Malcolm scheint man aber schon große Fortschritte zu machen. Mit Medikamenten kann man sein zweites Ich Carrion zu unterdrücken. Bei einem Besuch bei Shriek erkennt diese ihn als seinen Sohn wieder und bricht aus und nimmt ihn einfach mit. Unterdessen hat Peter ganz andere Probleme. Er verkraftet es nicht das sich seine von den Toten aufgestandenen Eltern als Betrüger rausgestellt haben und auch in der Ehe mit MJ krieselt es gewaltig. Er lässt keinen Blick in seine Seele zu und versteckt sich hinter seiner Maske. Als er sich doch entscheidet sich bei Dr. Kafka Hilfe zu holen ist es schon zu spät. Er macht sich auf den Weg um Shriek zu suchen und ihr den Gar aus zu machen…

Story

Jajaja, ich beschwere mich ständig wenn ein Comic nur aus Geprügel besteht und die Story zu kurz kommt. Nun versuch deMatteis mal ein wenig Sinn in das Geschehen zu bringen um zu zeigen das man es auch langsamer angehen kann und ich habe immer noch dran rumzumäkeln. Alles in allen kann man es zwar so annehmen aber fehlt mir hier beim Lesen ein wenig die Balance zwischen Spidey-Action und der ganzen Pseudopsychologie. Zwar kann man nachvollziehen wieso Peter mal wieder seelisch am Arsch ist, doch nimmt das einen viel zu großen Teil des Heftes ein. Als ob das nicht genug ist wird dann auch noch ellenlang geplappert ohne das wirklich was passiert. Kurios ist auch wieso Spidey auf einmal im Versteck von Shriek auftaucht ohne vorher einen Hinweis gehabt zu haben wo sie sich überhaupt befindet. Klar, man könnte das damit begründen das der Hauseigentümer, den Shriek aus dem Fenster geworfen hat, die Polizei gerufen hat, was aber ein weit hergeholt ist, da er erstens mit voller Wucht aus dem Fenster im zweiten Stock fällt und zweitens das Haus scheinbar alleine auf weiter Flur steht. Man könnte es wie so immer mit der Comiclogik erklären: Ist halt so. Trotz des vielen meckerns, würde ich sagen, das es sich immernoch um eine gelungene Story handelt, weil sie trotz der Schwächen noch eine annehmbarer Handlung und 2 guten Cliffhangern glänzt…

Artwork

Das Mark Bagley ein sehr guter Zeichner ist hat er beim ultimativen Spider-Man bewiesen. Hier hat er mich jedoch nicht überzeugen können. Die Zeichnungen an sich sind eigentlich durchweg gelungen. Was mich aber extrem gestört hat sind die Darstellungen von Mary Jane. Mal abgesehen das sie total hässliche Klamotten trägt die schon in den 90ern lächerlich aussah, steht sie immer total unnatürlich da und macht bei jeder Gelegenheit ein Hohlkreuz. Da rollen sich mir echt die Zehennägel zurück wenn man das sieht. Echt schräg, im wahrsten Sinne des Wortes…

Fazit

Trotz der Mängel ist das kein schlechtes Heft aber mehr als Durchschnitt will ich es dann doch nicht bescheinigen.

Ähnliche Reviews (Die Spinne Condor)
Comic-Klassiker der Woche #56: Die Spinne #247
Comic-Klassiker der Woche #57: Die Spinne #248

Künstler
J.M. DeMatteis (Autor), Mark Bagley, Randy Emberlin (Zeichner)

Bewertung

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3 Responses to Comic-Klassiker der Woche #102: Die Spinne #245, 1995, Condor Verlag

  1. Crayton sagt:

    Hi HenrX. Also ich habe dich schon vermisst. Hatte mich schon gewundert das du nichts mehr gemacht hast und dachte du hast vielleicht aufgehört, oder eben einfach keine Zeit. Apropos keine Zeit. Stimmt ich habe den Comic-Klassiker der Woche diesen Montag und auch letzten Montag nicht geschafft. Schön das du es an dieser Stelle hier für mich nachgeholt hast.

    Zum Heft: Habe die Ausgabe auch und stimme dir weitgehend zu. Nur die Mary Jane muss ich mir nochmal anschauen, den die habe ich von Bagley mal schlecht gar nicht in Erinnerung. Auf jedenfall ein gutes Review. Freue mich schon auf die nächsten von dir. 🙂

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  2. HenrX sagt:

    werd noch die 246 für nächsten Montag vorschreiben. da brauchste dich nicht um den nächsten Klassiker zu kümmern^^

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  3. Crayton sagt:

    Super, dann habe ich ja etwas Luft und kann mir mal ein paar reguläre Reviews schreiben um da ein wenig die letzten Monate abzuarbeiten.

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