Review #262: Animal Man #01, September 2011, DC Comics

Palim Palim,

Nach kurzer Auszeit, kommt hier mein 5. Review für diesen Blog. Eigentlich wollte ich ja die anderen Verlage bedienen, als die „großen Zwei“ aber irgendwie führt in diesen Tagen ja nichts an DC vorbei.

Storytitel: The Hunt – Part One: Warning from the Red

Inhalt

Buddy Baker hat das Superheldendasein, zum Wohle seiner Familie, aufgegeben. Das Familienleben könnte nicht normaler sein wenn er sich nicht an seine alten Tage zurücksehnen würde. Als in einem Krankenhaus Kinder von einem Verrückten als Geisel genommen werden, wittert er seine Chance und macht sich auf den Weg. Sein Gegner ist schnell überwältigt, doch leider machen sich nun andere Probleme breit…

Story

Viele werden den DC Reboot als Unsinn abstempeln aber ich nutze dies als Chance um mich in DC Charaktere reinzuschnuppern, (wie bildlich bei einer Figur wie Animal Man) die ich bis jetzt vollkommen links liegen gelassen habe oder schon immer lesen wollte, doch wegen dem fetten Rucksack voller Geschehnissen der Vergangenheit mir dann doch nicht angetan habe. Animal Man gehört da zu der ersten Kategorie. Ich wusste noch nichtmal das DC einen Animal Man in seinen Reihen hat, geschweige das ich jemals unbewusst ein Comic davon in meinen Pfoten hielt. Nichts desto trotz steige ich hiermit in die Materie ein und bin schon recht begeistert. Jeff Lemire schreibt das Familienleben der Bakers doch recht überzeugend ohne großen Kitsch, eine stinknormale amerikanische Durchschnittsfamilie, gefällt mir ganz gut. Was mir nicht so recht gefällt ist, die Tatsache, das er sich gleich beim „ersten“ Auftrag die Maske vom Gesicht reißt und somit seine Identität preisgibt. Sowas macht man doch nicht vor einem Verbrecher. Auch wenn dieser nur aus Verzweiflung und Trauer um seine verstorbene Tochter handelt. Der Rest des Heftes wird dann von einem surrealen Traum überschattet der eine Menge an Spannung aufbaut und ein bisschen andeutet wo die Reise hingehen könnte. Beim Cliffhanger zum Schluss hatte ich dann doch so etwas wie Gänsehaut. (Ja, meine Superkraft ist es, mir in besonders emotionalen Momenten Erpelfolie überzuziehen. Ich könnte der Sidekick vom Animal Man werden, Yeah.)

Artwork

Kommen wir nun zum einzigen Wermutstropfen des Heftes: Die Zeichnungen. Diese gefallen mir überhaupt nicht. Seien es die total verzogenen Gesichter oder die volkommende Detailarmut im Hintergrund. Das fängt mit Fenstern an, die keinen Blick nach draußen beinhalten, leere Zettel am Kühlschrank, sowie einfarbige Wände. Mal sind die Küchenwände gelb, mal weiß. Die Stärke der Zeichnungen sind hier in der Traumsequenz zu finden wo sich Travel Foreman so richtig austobt und zeigt was er kann. Mir kommt es fast so vor als hätte er den Traum als erstes gezeichnet und hatte danach keine Zeit mehr für den Rest. So das er das dann schnell hinschludern musste. Naja, seis drum.

Fazit

Als Gesamtprodukt ein Heft knapp über den Durchschnitt. Tolle Story aber nicht gerade dienliches Artwork. Mit nem großartigen Zeichner hätte dies ein Spitzenheft werden können. Kaufen werde ich mir das nächste auf alle Fälle, vielleicht geht’s ja in Richtung Friedhof der Kuscheltiere…

Weitere Reviews

MrRobotron auf Tofu Nerdpunk

Künstler

Jeff Lemire (Autor), Travel Foreman (Zeichner) Travel Foreman, Dan Green (Tuscher),

Bewertung

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4 Responses to Review #262: Animal Man #01, September 2011, DC Comics

  1. der Nachbar sagt:

    Ja, meine Superkraft ist es, mir in besonders emotionalen Momenten Erpelfolie überzuziehen.
    Erpelfolie. Hehe, sehr gut. 😀

    Kann dir bei dem Review nur zustimmen. Gelungene Story, die dank des gruseligen Cliffhangers recht vielversprechend werden kann. An den „Friedhof der Kuscheltiere“-Vergleich musste ich dabei übrigens auch denken.
    Aber mit dem Artwork kann ich mich auch nicht anfreuden. Schade, hier wär mehr drin gewesen. Jemand wie Reis oder (noch besser) Irving hätten das Potential der Story hier bestimmt besser visualisiert.

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  2. Lorenz sagt:

    Ich fands auch sehr gut, hab ich ja in meinem Podcast schon sehr genau ausgeführt warum.

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  3. Kim sagt:

    Die Story fand ich extrem super, aber die Zeichnungen waren wirklich nicht soo berauschend.

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  4. Crayton sagt:

    Stimmt schade eigentlich das man die Story hier nicht auch optisch gut umsetzen konnte. Aber ist ja eh Geschmackssache. Einigen werden sicher auch die Bilder gut gefallen haben.

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