Review #238: Purgatori: Dracula Gambit, November 1998, Chaos! Comics

Palim Palim,

wie versprochen kümmere ich mich nun auch Comics weit ab vom Marvel/ DC Einheitsbrei. Ausgesucht habe ich mir heute ein Heft von Chaos! Comics. Leider mal pleite gegangen und uns damit viele Jahre an guter Comics erspart. Da die Rechte von den Figuren hin und herwechselten kamen auch Jahre lang nichts neues hinterher. Mittlerweile bringt Brian Pulido wenigstens wieder Lady Death raus. Naja den guten Ernie würde ich da um einiges lieber sehen…

Storytitel: Purgatory – Dracula Gambit

Inhalt

Wir begleiten Purgatori, wie sie über die Jahre auf der Suche nach Graf Dracula ist. Sie tötet jedem der ihr in die Quere kommt nur um ihr Ziel zu erreichen. Als der Tag der kommt an dem sie dem Grafen tatsächlich gegenüber steht, kommen ihr scheinbar Zweifel…

Story

Ich glaube, dies könnte das kürzeste Review werden, welches ich jemals verfasst habe. Um das ein wenig zu vertuschen werde ich den ganzen Text mit ein wenig Füllmaterial ausschmücken. Aber kommen wir erst einmal zum Heft und Purgatori an sich. Das Problem an Purgatori ist für mich das sie an den großen Zweien (Evil Ernie und Lady Death) von Chaos! Comics nicht vorbei kommt und auch viele unsinnige sowie langweilige Storys geschrieben bekommt. Die Idee an sich Purgatori gegen den Grafen antreten zu lassen, finde ich gar nicht mal so verkehrt aber dümpelt es hier in einen Sumpf voller Belanglosigkeit daher. Wir sehen dreiviertel des Hefts wie das rote Elend auf der Suche nach dem Grafen ist um zum Schluss sich in einem Schwall von sinnlosen Dialog zu verlieren der das ganze Heft sowas von schwermütig macht, das man mehrere Anläufe braucht um es durchzustehen ohne das einen die Augen zufallen. Da rennt Purgatori auf 19 Seiten voller ungezügelten Hass durch die Geschichte und dann kommt so ein Finale. Schade.

Artwork

Die Zeichnungen waren bei mir bei Chaos! Immer jedem Zweifel erhaben. Auch wenn mir die schwarz/weiß Zeiten um einiges besser gefallen haben. Brian LeBlanc schafft es auch hier die Atmosphäre Wunderbar einzufangen. Manchmal jedoch habe ich den Eindruck als ob er hier Einzelbilder zeichnet und manchmal vergisst das das ein ganzes Heft werden soll. Ein grundlegender negativer Punkt an den Purgatori Comics ist immer die wahl der Schrift in ihren Sprechblasen, diese sind immer sehr schlecht zu lesen und ein „LI“ verschmilzt schnell zu einen „U“ was dem Lesefluss sehr oft trübt.

Fazit

Schreckliche Story, gute Zeichnungen. Ein Heft was man nicht wirklich braucht. Es sei denn man hat eine Chaos! Comics Sammlung wie ich…

Purgatori Dracula Gambit US Cover

Purgatori Dracula Gambit US Cover

Künstler

David Quinn (Autor), Brian LeBlanc (Zeichner)

Bewertung

7 Responses to Review #238: Purgatori: Dracula Gambit, November 1998, Chaos! Comics

  1. Crayton sagt:

    Finde ich richtig gut, das du dich auch um die Comics weit ab vom Mainstream kümmerst. Da ich ja meist Marvel und DC reviewe, der Nachbar eher Mangas ist so mit deinen Reviews ein weiterer Teil des großen Comic-Universums abgedeckt. Das bringt nochmehr Abwechslung in unseren Blog. So findet hier denke ich auch jeder Leser was Interessantes für sich

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  2. HenrX sagt:

    Mal sehen ob ich das ganze chaos! Zeug abarbeite. apropo, fehlt dann noch ne Kategorie Chaos! Comics

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  3. Crayton sagt:

    Ja die habe ich dir eben angelegt. Hab dir auch ne eMail geschrieben, falls du noch andere Kategorien brauchst.

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  4. El Tofu sagt:

    Chaos! Comics war aber auch sehr typisch für die 90`er, alles total Xtreme und total AWESOME und over the top. Im neuen Jahrtausend kann man sowas nicht bringen. Fand die Lady Death und im besonderen Evil Ernie auch geil damals. Ich gehörte aber auch zur Zielgruppe und bin da rausgewachsen, wie wahrscheinlich alle Leser von damals.
    Heute würde ich sowas nicht mehr lesen.

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  5. HenrX sagt:

    die erste Evil Ernie Mini, die noch in S/w daher kam war damals so was von brutal 😀 im grunde genommen konnte man die Chaos sachen mit Blut und Möpse umschreiben 😀 dennoch gibts heute noch viel zeug was genau auf diese Schiene fährt.

    Ich fand das damals und auch heute noch gut da man dort anders als bei MArvel/ DC sachen nicht genau definieren konnte was nun gut und was nun böse ist und ob der bösere Böse nun der Böse ist und der weniger böse der gute 😀

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  6. Bendrix sagt:

    Ich fand Chaos hat irgendwie den Spagat zwischen echten Indie-Comics und dem Mainstream geschafft. Statt wirklich ausgefeilter Konzepte war das einfach Kram den Pullido gut fand (ich zitiere: Blut und Möpse :D), und den er dann einfach mal in ein Comic gepackt hat. Auch wenn das Inhaltlich nicht mein Ding war, das mochte ich immer daran.

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  7. El Tofu sagt:

    Ich hab grad meine Insane Clown Posse – The Pendulum Comics ausgegraben. Unglaublich, bei jedem Heft ist eine CD dabei auf der ein Song vom Album der Posse zu hören ist und wenn man alle 12 Hefte gekauft hat, hat man das ganze Album. Krass was man noch vor 10 Jahren alles an den Mann bringen konnte.

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