Review #237: Star Wars Sonderband #63 – Knight Errant #1, August 2011, Panini Comics

Grüße und so!

Heute möchten wir euch ein ganz besonderes Review vorstellen. Es handelt sich dabei nämlich um einen Gastbeitrag von Owley (Ploppers Wörld), der als Star Wars-Fan auch die entsprechenden Comics liest. Wer seinen Blog kennt, weiß, dass unser schweizer Kollege ein echter Kenner ist, wenn es um Skywalker & Co. geht. Umso interessanter dürfte es also sein, seine Meinung zum aktuellen Release von Panini zu erfahren. Vor wenigen Tagen hat dieser Verlag nämlich einen neuen Star Wars Sonderband veröffentlicht, welcher bei den Fans bisher sehr zwiegespaltene Reaktionen hervorgerufen hat. Wie Owley zu der Sache steht, erfahrt ihr in diesem Review. 

Inhalt
1000 Jahre vor den Geschichten aus den Filmen liegt die Republik in Trümmern. Der Jedi-Orden ist nur noch eine Rebellentruppe und die Sith kriegen das Ganze mit der Macht auch nicht wirklich auf die Reihe. In dieser Zeit wächst die junge Kerra Holt auf, eine pflichtbewusste Jedi-Ritterin, die auf eine Befreiungs-Mission geschickt wurde, die sie aber als einzige ihrer Gruppe überlebt. Auf sich allein gestellt muss sie versuchen, die gescheiterte Mission zu Ende zu bringen, und sieht sich gleichzeitig zwei verstrittenen Sith-Brüdern gegenüber.

Story
Dieser Comicband bildet den Einstieg für John Jackson Millers („Knights of the Old Republic“) geplantes Multimediaprojekt „Knight Errant“, das neben Comics auch Romane umfassen sollte – und genau daran scheitert der Band auch. Er schafft es nicht, den Leser in eine neue Ära einzuführen, wie die Situation der Sith aussieht, wird ebensowenig geklärt wie die Gründe für die momentane Situation. Ohne Fundament sinkt diese Story auch rasch in sich selbst zusammen, Widersprüche tauchen auf, und am allerschlimmsten für ein auf eine Figur fokussiertes Projekt: Der Leser kann sich zu keinem Zeitpunkt mit der Titelfigur identifizieren. Das weil, Jackson Miller sich keine Zeit nimmt, ihr Tiefe zu verleihen und jegliches Konfliktpotential zugunsten eines verworrenen Plots um narzisstische Sith-Lords aus dem Weg räumt. Dass die ganze Geschichte aalglatt und ohne spektakuläre Wendungen daherkommt, ist noch ein weiteres Zeichen, das gegen die Fortsetzung der Reihe spricht – auch wenn JJMs Pläne da eine ganz andere Sprache sprechen.

Dave Ross Variant Cover

Artwork
Die Zeichnungen von Federico Dallochio wollen mir nicht gefallen – der Mann setzt meiner Meinung nach zu sehr auf die Koloration und vernachlässigt die Zeichnungen selber, sodass ihnen eine gewisse Konsequenz im Strich, aber auch die Intensität fehlt. Ivan Rodriguez, der ab Band 3 (von 5) übernahm, könnte von mir aus gerne weiter für die Reihe zeichnen – er hat einen klaren, rauhen Strich, und setzt auch nicht so übertrieben auf Lichteffekte wie sein Vorgänger. Eine zusätzliche Kritik gibts für Joe Quinones, der offenbar noch nie Konzeptskizzen gesehen hatte – anders lassen sich seine stark von ihrer Form im Comic abweichenden Charakterdesigns nicht erklären.

Fazit
Ein würdiger Opener für eine neue Star Wars-Reihe ist „Knight Errant“ genausowenig, wie eine gute Star Wars-Story. Inkonsequent und wirr kommt John Jackson Millers neues Projekt daher und auch optisch hat diese Story nicht viel zu bieten.

Künstler
John Jackson Miller (Autor), Federico Dallochio, Ivan Rodriguez (Zeichner), Michael Atiyeh (Farben), Joe Quinones (Cover)

Bewertung

4 Responses to Review #237: Star Wars Sonderband #63 – Knight Errant #1, August 2011, Panini Comics

  1. Owley sagt:

    Habt ihr schön gemacht, danke für die Möglichkeit, meinen Schilderungen freien Lauf zu lassen 😉

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  2. der Nachbar sagt:

    Immer wieder gerne.

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  3. Crayton sagt:

    Wunderbares Review. Bin ja jetzt durch die letzten zwei regulären Star Wars Comics (Heft #87 und #88) von Panini wieder etwas mehr ins Star Wars Universum eingetaucht. Und spielte auch mit dem Gedanken mir dieses Heft zu holen. Nach deinem Review denke ich aber das ich mir dieses Sonderband sparen werde.

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  4. Owley sagt:

    Ich rate zu Legacy oder KotOR – sind zwar acht- bzw. neun/zehn-teilige Reihen, aber das Geld durchaus wert. Spannenderes Star Wars gibts kaum 😉

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