Comic-Klassiker der Woche #80: Captain America #601, Juli 2009, Marvel Comics

Hallo Leute,

eigentlich wollte ich in der heutigen Comic-Klassiker Folge ein anderes Heft reviewen. Da nun aber letzte Woche Gene Colan gestorben ist, habe ich mir mit Captain America #601 das Heft mal vorgenommen, für das Colan 2009 auch mit dem Eisner Award ausgezeichnet worden ist.

Storytitel: Red, White and Blue-Blood

Inhalt
Während des Civil War unterhalten sich Nick Fury und Bucky über die Schrecken des Krieges. Dabei erinnert sich Bucky an seine Zeit mit Captain America während des zweiten Weltkrieges. Hier setzt dann auch die Hauptstory des Heftes ein. Cap und Bucky befinden sich im Februar 1945 in Belgien in der Stadt Bastogne. Dort sieht es nach der Ardennenoffensive schlimm aus. Die beiden Helden wollen den mysteriösen Tod einiger Soldaten klären. Nun ist der Tod eines Soldaten im Krieg ja leider nichts Ungewöhnliches. Doch bei diesen Männern schon. Denn nach ihrem Tod kehren sie als Vampire zurück. So müssen Cap und Bucky einerseits um ihr Überleben kämpfen, sowie andere vor den Untoten schützen, andererseits auch die Quelle der Vampire finden.

Story
Die Geschichte liest sich sehr schön. Dadurch das es sich hier um eine Stand-Alone-Story handelt und diese im zweiten Weltkrieg angesiedelt ist, hat der Autor Ed Brubaker alle Freiheiten. Und die nutzt er sehr gut. Zwar stellt er hier Cap wieder typisch streng patriotisch und als den American Hero da, allerdings übertreibt er das Ganze nicht. Im Gegenteil, sein Focus liegt hier eher auf der Story. Und diese ist durchaus spannend erzählt. Die Vampire passen auch ganz gut in die Situation. Den Bastogne gleicht nach den Kämpfen der Hölle auf Erden.

Artwork
Noch besser als die Story an sich ist aber das Artwork von Gene Colan. Sein düsterer Stil passt hier sowas von perfekt zur Story, dass es eine wahre Freude ist seine Panels zu sehen. Die dunklen Bilder zeigen die bedrückende und erschreckende Stimmung, die während des Krieges geherrscht haben muss, sehr gut. Dadurch das es die ganze Zeit in der Story regnet sieht der Hintergrund oft etwas verwischt aus, was aber die Stimmung nur weiter verstärkt. Colans Vampire sehen auch sehr gut aus. Kein Wunder, wie man diese Wesen zeichnet, weiss er ja noch aus seinen „The Tomb of Dracula“ Zeiten. Obwohl man seinen Stil, der ihn schon in den 1970er Jahren so berühmt machte, sehr gut erkennt, wirken seine Bilder dennoch nicht altbacken. Nein im Gegenteil, die Zeichnungen hier wirken durchaus modern. Gene Colan kann es auch mit seinen 82 Jahren, die er zum Zeitpunkt dieses Heftes war, noch immer mit fast jedem aktuellen Zeichner aufnehmen.

Fazit
Das Heft bekommt von mir natürlich vier Sterne. Besonders Colans Zeichnungen sind Klasse. Er wurde zurecht dafür ausgezeichnet. Ich kann mich Bendrix da nur anschließen. Wenn ihr das Heft irgendwo mal seht, schlagt ruhig zu. Es lohnt sich auf jedenfall.

Ähnliche Reviews
Comic-Klassiker der Woche #32: Captain America #317

Künstler
Ed Brubaker (Autor), Gene Colan (Zeichner & Tuscher), Dean White (Farben), Gene Colan & Dean White (Cover)

Bewertung

2 Responses to Comic-Klassiker der Woche #80: Captain America #601, Juli 2009, Marvel Comics

  1. El Tofu sagt:

    Hatte ich eigentlich auch vor aber irgendwie muss ich erstmal das Chaos in den Boxen beseitigen damit ich wieder alles finde.

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  2. Crayton sagt:

    Na wenn du es findest kannst du ja noch darrüber schreiben. Bin gespannt wie es dir gefallen hat.

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