Comic-Klassiker der Woche #68: DC Comics Presents #14, Oktober 1979, DC Comics

Hallo Leute,

Superman wird von Superboy bedroht, was ist denn da los? Immerhin handelt es sich bei diesem Superboy hier ja nicht um den heute als Junge aus Stahl agierenden Superman-Klon Conner Kent. Nein das ist Supermans jüngeres Selbst, oder etwa doch nicht?

Storytitel: Judge, Jury…..And No Justice!

Inhalt
Als Lois Lane und Clark Kent im Metropolis-Gerichtsgebäude einem Prozess beiwohnen über den sie berichten wollen, erscheint plötzlich Superboy. Dieser stürzt sich sogleich auf Clark Kent und streckt diesen nieder. Im nun ausbrechenden Tumult, kann dieser sich unbemerkt in Superman verwandeln. So treffen die beiden Kryptonier aufeinander. Während Superman sich beim Kampf merklich zurückhält, nutzt Superboy gnadenlos seine ganze Kraft. Daher ist er seinem älteren Pendant auch klar überlegen. Dennoch endet der Kampf mit der Flucht von Superboy, da dieser sich wohl etwas anderes überlegt hat um Superman zu bestrafen. Durch ein Signal von Jimmy Olsens Signaluhr wird Superman später in den Grand Canyon gelockt und gerät in eine Falle Superboys. Als er wieder erwacht, ist er mit Kryptonitketten an einen Berg gefesselt, während Superboy eine mit Kryptonit geladene Panzerfaust gegen ihn richtet. Mit dieser hatte er Superman auch vorher ins Land der Träume geschickt. Vor den Augen der von ihm entführten Perry White, Jimmy Olsen, Lois Lane,Lana Lang und Steve Lombard, will Superboy nun Superman den Prozess machen. Ist Superman noch zu retten?

Story
Autor Paul Levitz hat hier eine sehr spannende Geschichte geschrieben. Bis ca. Mitte des Heftes fragt man sich als Leser, was es wohl mit diesem Superboy auf sich hat. Es scheint ja tatsächlich der echte Junge aus Stahl zu sein. Doch warum dann sein Verhalten? Wofür will er Superman bestrafen? Das wird dann erst bei diesem sogenannten Prozess klar. Pete Ross hat ein Versteck Lex Luthors ausfindig gemacht und mit einigen von Luthors Maschinen erst Superboy aus der Vergangenheit geholt und dann seinen Geist in dessen Körper transferiert , während sich der echte Superboy plötzlich in Pete Ross Körper als dessen Gefangener wiederfindet. Ross will seinen ehemaligen Freund nun in Superboys Körper dafür bestrafen, dass dieser seinen Sohn den Außerirdischen überlassen hatte. Levitz greift damit die Handlung aus Heft #13 (letzte Woche bei den Klassikern von mir besprochen, Link dazu weiter unten) wieder auf und führt die Geschichte hier weiter. Und das macht er wirklich gut. Bis kurz vor Ende des Heftes sieht es tatsächlich so aus, als muss Superman nun sterben. Obwohl man als Leser ahnt das es dazu wohl nicht kommt, ist die eben lange die Frage wer rettet ihn und wie macht er das? Der echte Superboy, nun in Pete Ross Körper, kann sich zwar befreien, dennoch hat er wohl so kaum eine Möglichkeit Superman zu helfen. Dafür ist er nun ja zu schwach. Außerdem befindet er sich in einer Zeit, in der er der Fremde ist. Hier kennt er sich nicht aus. Dennoch gelingt es ihm Krypto, seinen und Supermans Hund zu mobilisieren, so dass dieser seinen Herrn unterstützen kann. Selten kam Krypto so cool rüber wie in diesem Heft. Was mir hier auch wieder gut gefällt ist, dass Superman die Lage zwar am Ende im Griff hat, es aber nur ein Teil-Happy End gibt. Denn auch nach dieser Geschichte, ist die einstige Freundschaft zwischen Pete Ross und Superman nur noch Geschichte. So bleibt  auch hier am Ende zu sagen, dass Superman einen wichtigen Freund entgültig verloren hat. Mir gefällt Pete Ross in seiner „bösen“ Rolle recht gut. Und man kann seine Beweggründe ja nachvollziehen.  Nicht so gut fand ich nur die Sache mit Luthors Versteck. Wenn Lex Luthor eine Zeitmaschine und die Maschine mit der Pete seinen Körper gegen den von Superboy austauschen kann  hat, warum hat er diese nicht schon längst gegen den Mann aus Stahl eingesetzt? Insgesamt haben wir hier  aber eine wirklich gute und spannende Story.

Artwork
Für die Bilder hier ist wieder Dick Dillin zuständig. Und er macht seine Sache wieder sehr gut. Besonders das Duell zwischen Superman und Superboy ist ihm gut gelungen. Die Bilder passen gut zur Story und bereiten mir auch heute noch großes Vergnügen. Auch das Cover finde ich sehr gut. Es sorgte sicherlich damals dafür, das viele hier mal reinschauen wollten.

Fazit
Ein wunderbares Comic, das von mir drei Sterne bekommt.

Ähnliche Reviews
Comic-Klassiker der Woche #67: DC Comics Presents #13

Künstler
Paul Levitz (Autor), Dick Dillin (Zeichner), Dick Giordano (Tuscher), Jerry Serpe (Farben), Dick Dillin (Cover)

Bewertung

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