Comic-Klassiker der Woche #67: DC Comics Presents #13, September 1979, DC Comics

Hallo Leute,

bei „DC Comics Presents“ handelt es sich um eine Serie in der es zu Team-Ups zwischen Superman und diversen anderen Charakteren des DC Universums kommt. Die Original-Serie lief von 1978 bis 1986 und brachte es in dieser Zeit auf 97 reguläre Ausgaben und 4 Annuals. In dieser Ausgabe hier sind es einige Mitglieder der Legion of  Super-Heroes die dem Stählernen zur Seite stehen. Aber was heißt eigentlich zur Seite stehen? Eigentlich stellen sie sich ihm eher entgegen, als der Stählerne einen grausamen Krieg der im Weltraum tobt beenden will. Warum wollen die Legionäre ein Eingreifen von Superman hier verhindern und was hat Pete Ross Sohn Jonathan mit der ganzen Sache zu tun?

Storytitel: To Live in Peace-Nevermore!

Inhalt
Superman wird bei einem Flug durchs All auf einen Krieg aufmerksam, den das Volk  der Nrvynians führt. Dabei entführen sie auch gerne einige Männer aus der gegnerischen Welt um diese dann später in der eigenen Armee kämpfen zu lassen. Superman will den Krieg nun beenden, als ihm die Legionäre Dawnstar, Saturn Girl, Lightning Lad und Sun Boy dazwischen kommen. Sie sind aus dem 30. Jahrhundert zurück durch die Zeit gereist um Superman an seiner Tat zu hindern. Sie erzählen ihm, dass dieses Volk in einem 1000 jährigen Krieg kämpfen und dabei ultramoderne Waffen entwickeln wird. Und diese Waffen setzen sie dann in der Zukunft ein um die Erde im Kampf gegen einen Eindringling zu unterstützen. Nur dank dieser Technologie, die sich während des langen Krieges entwickelt hat, kann der Eindringling besiegt werden, so dass danach ein relativ friedliches Zeitalter beginnt. Superman hört widerwillig auf seine Freunde und mischt sich nicht weiter ein. Bis ihn Pete Ross eines Tages besucht und um Hilfe bittet. Diese Nrvynier haben seinen Sohn Jonathan entführt. Superman macht sich auf den Weg diesen zu befreien. Und diesmal will er sich auch nicht von den Legionären aufhalten lassen. Diese versuchen das natürlich wieder. Den ausgerechnet Ross Sohn ist es der die Nrvynier anführen wird während sie der Erde helfen. Er wird praktisch in Zukunft die ganze Galaxie retten. Wofür wird sich Superman entscheiden? Rettet er den Jungen seines Freundes und riskiert den Frieden der Zukunft zu verhindern? Oder entscheidet er sich doch anders?

Story
Die Geschichte gefällt mir ausgesprochen gut. Autor Paul Levitz zeigt hier sehr schön, dass auch der Pre-Crisis Superman bei weitem nicht alles kann. Das ist eine schöne Abwechslung zu einigen anderen Stories aus jener Zeit, wo man oft das Gefühl hatte, dass diesem Superman wirklich alles gelingt. Hier steht er aber vor einem großen Dilemma. Eigentlich müsste er Jonathan Ross retten. Doch am Ende zeigt sich dass alte Problem, dass er immer hat wenn er den Lauf des Schicksals ändern will, er scheitert. So muss Jonathan bei diesem Volk bleiben um dann in ferner Zukunft die ganze Galaxie zu retten.  Wenigstens hat Supie eine Idee wie er dafür sorgen kann das der besagte 1000 jährige Krieg in dem sie ihre Waffen weiterentwickeln ohne Opfer geführt werden kann. Er lässt seine Superman-Roboter aus einem künstlichen Globus heraus ferngelenkte Raumschiffe kontrollieren, die den Planeten der Nrvynier immer wieder mit immer neueren Waffen angreifen ohne sie dabei wirklich in Gefahr zu bringen. So fördern diese Angriffe die Entwicklung, ohne dass es Verletzte gibt. Diese Idee hat mir zwar nicht so toll gefallen, da ich diese Superman-Roboter die der Stählerne damals hatte, sowieso meist überflüssig fand. Hier macht die Aktion aber durchaus Sinn. Denn Schicksal hin oder her, Superman würde nie bei einem normalen Krieg der unzählige Opfer fordert tatenlos zu sehen. Lächeln musste ich als Superman in einer Szene sagt, dass seine Roboter auf der Erde mittlerweile wegen der hohen Umweltverschmutzung nicht mehr funktionieren. Ein netter Seitenhieb durch Paul Levitz auf unsere Gesellschaft. Leider ist das ja ein Thema das auch in unser heutigen Zeit noch sehr aktuell ist. Gut gefällt mir auch, dass Superman hier am Ende zwar einen Teilerfolg landet, aber eben nicht wie sonst der strahlende Sieger ist. Denn nun muss er seinem Freund Pete Ross schweren Herzens sagen, dass er seinen Sohn nicht retten konnte. Pete ist außer sich und schwört sich an Superman zu rächen. In diesem Heft beichtet er Superman übrigens auch, dass er seit vielen Jahren weiss, dass Superman und Clark Kent ein und dieselbe Person sind. Das Pete das Geheimnis kannte wußten wir Leser ja schon lange, aber nun ist diese Sache zwischen den beiden auch klar, was ich schon damals begrüsst habe. Denn für die Story hier und auch für das nächste Heft der Reihe macht das durchaus Sinn.

Artwork
Zeichner Dick Dillin macht einen guten Job. Besonders die Weltraumszenen, und davon gibt es ja hier viele, kommen gut rüber. Außerdem schafft es Dillin mit der Mimik der einzelnen Personen jeweils gut die aktuellen Stimmungen der einzelnen Personen einzufangen. Insgesamt wirklich nett anzusehende Panels, von denen einige besonders positiv herausstechen.

Fazit
Ein gutes Heft, dass sehr gut zeigt, dass es auch für Superman Grenzen gibt und das einst so gute Verhältnis zwischen ihm und seinem Jugendfreund Pete Ross auf recht grausame Weise zerstört. Dafür gibt es von mir drei Sterne.

Künstler
Paul Levitz (Autor), Dick Dillin (Zeichner), Dick Giordano (Tuscher), Jerry Serpe (Farben), Dick Dillin (Cover)

Bewertung

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