Comic-Klassiker der Woche #56: Die Spinne #247, Oktober 1995, Condor Verlag

Hallo Leute,

dieses „Die Spinne“ Comic vom Condor Verlag enthält die ersten beiden Teile eines Vierteilers, in dem es zum letzten Duell zwischen dem Gnom und seinem dämonischen Gegenstück Demogoblin kommt.

Dieses Heft enthält die beiden US-Comics Spider-Man #46 und #47 (Mai-Juni 1994)

Storytitel
Story 1: Hütet euch vor dem Zorn des Verzweifelten Teil 1- Richtungen (Beware The Rage Of A Desperate Man Part 1 – Directions aus Spider-Man #46, Mai 1994)
Story 2: Hütet euch vor dem Zorn des Verzweifelten Teil 2 – Alte Gewohnheiten (Beware The Rage Of A Desperate Man Part 2 – Old Habits aus Spider-Man #47, Juni 1994)

Inhalt
Spider-Man, der wieder einmal an seinem Heldenleben zweifelt, bemerkt bei seiner Streife durch die Strassen New York, den Demogoblin, der aus der Haft entkommen ist. Dieser ist auf der Suche nach Jason Philip Macendale, dem Hobgoblin, mit dem er einst durch den Dämon N’Astirh verbunden wurde (siehe dazu Folge #55 der Klassiker). Dieser kommt durch einen Kleinganoven in den Besitz eines Tagebuchs von Kraven dem Jäger. Bei diesem Deal wird er dann von Demogoblin überrascht und hat es nur Spider-Man zu verdanken, dass er die Angriffe seines dämonischen Gegenstücks überlebt. Während Spidey Demogoblin besiegt, kann Macendale entkommen. Er macht sich auf den Weg nach Russland um sich dort mit Kravens Sohn Wladimir Kravinoff zu treffen, von dessen Existenz und Aufenthaltsort er erst durch das Tagebuch von Kraven erfahren hat. Der zweite Teil dieses Arcs beinhaltet vor allem zwei Haupthandlungsstränge (auf die Nebenhandlungen gehe ich hier mal nicht ein, da sie Peters Klon Ben Reilly betreffen. Das wird dann ein anderes Mal zum Thema der Klassiker werden). Einmal wird man hier Zeuge, wie der Demogoblin sich aus seiner Zelle auf Ryker’s Island befreit und das Leben der anderen Insassen bedroht, während gleichzeitig Macendale in Russland Kravens Sohn Wladimir einen Deal vorschlägt. Macendale will ihm das Tagebuch seines Vaters überlassen, wenn er dafür das Serum von Kravens Sohn erhält, dass seinen Vater den Jäger einst so mächtig machte. Dadurch erhofft Macendale ähnlich mächtig zu werden und sich so an seinen Feinden, insbesondere Spider-Man rächen zu können. Während Spider-Man auf Ryker’s Island versucht einige seiner Feinde (hier insbesondere die Rose) vor Demogoblin zu schützen, erhält Macendale tatsächlich das Serum, das ihn fast tötet. Zwar kann Spidey alle Gefängnisinsassen schützen, aber die Flucht von Demogoblin kann auch er nicht verhindern.

Story
Als sich damals der Dämon nach vielen Jahren von Macendale trennte und so Demogoblin entstand, war ich erst nicht so begeistert. Schließlich gab es mit dem Hobgoblin und Green Goblin (zu der Zeit durch Harry Osborn verkörpert) schon genug Koboldversionen im Spidey-Universum. Eine weitere Version war also nicht nötig. Doch mit der Zeit fand ich immer mehr Gefallen an diesem dämonischen Kobold, der als eine Art Racheengel auftrat und alle Sünder bestrafen wollte. Diese beiden ersten Teile dieses Arcs hier gefallen mir wirklich gut. Diese Duelle zwischen Demogoblin und dem Hobgoblin sind sehr interessant, vor allem vor dem Hintergrund, dass beide einst zu einer Person verschmolzen waren. Gut gefalllen mir auch die Gewissenskonflikte mit denen sich Spidey hier rumschlagen muss. Er hat nämlich langsam die Schnauze davon voll, das er seine Feinde ständig einbuchtet und sie doch immer wiederkommen. Und so überlegt er hier ständig, ob er sich aus dem Duell der beiden Kobolde nicht einfach raushalten soll. Immerhin würden sich so zwei seiner Feinde gegenseitig fertig machen und er hätte zwei Probleme weniger. Der Hinweis, das seine Feinde ständig aufs Neue auf der Bildfläche erscheinen, ist ein netter Seitenhieb von Autor Howard Mackie auf das Superhelden-Genre. Denn es ist ja wirklich so, dass egal wie oft der Held die Schurken besiegt, über kurz oder lang kommen sie eh wieder. Da musste ich schon schmunzeln. Mackie versteht es auch ganz gut diesen Arc mit einem zukünftigen Arc zu verbinden und diesen vorzubereiten. Er lässt hier Kravens Sohn Wladimir erstmals auftauchen. Dieser spielt dann in den Heften nach diesem Arc eine wichtige Rolle. Die Situation am Ende des zweiten Teils, als es so aussieht als ob Macendale am noch nicht ausgereiften Kraven-Serum stirbt, ist auch ein gelungener Cliffhanger, der jede Menge Spannung für die nächsten Teile verspricht (diese gibt es dann übrigens beim nächsten Klassiker in einer Woche). Man kann sich zwar denken das der Hobgoblin hier nicht sterben wird, möchte aber wissen, wie er das Ganze übersteht und ob das Serum bei ihm auch richtig wirkt.

Artwork
Als Zeichner dieser beiden Teile haben wir hier Tom Lyle. Ich kenne ihn auch nur von seinen Spider-Man Arbeiten aus dieser Zeit. Seine Zeichnungen sind sehr dynamisch und gefallen mir ausgesprochen gut. Er kommt zwar nicht ganz an die Klasse von Erik Larsen und Mark Bagley, die beide mit ihren Zeichnungen auch den Spider-Man der 90er Jahre prägten heran, ist diesen aber qualitativ schon sehr nah. Besonders Spidey’s Szenen über den Dächern New York’s sehen wirklich gut aus. Aber auch Tom Lyles Demogoblin weiß zu gefallen. Er setzt diese Figur stehts ins rechte Licht und lässt ihn wirklich imposant aussehen. Hier haben mir besonders die Nahaufnahmen seines Gesichtes gefallen. Die Actionszenen sind sehr gut gezeichnet. Schon alleine ihretwegen ist das Heft auch heute noch ein Augenschmaus. Auch das Cover, dass von Spider-Man #47 stammt, ist Lyle ausgesprochen gut gelungen.

Fazit
Ein wirklich gutes Heft das von mir drei Sterne bekommt und Lust auf mehr vom Duo Mackie/Lyle macht.

Künstler
Howard Mackie (Autor), Tom Lyle (Zeichner), Scott Hanna (Tuscher), Kevin Tinsley (Farben), Tom Lyle (Cover, von Spider-Man #47)

Bewertung

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