Comic-Klassiker der Woche #55: The Spectacular Spider-Man #147, Februar 1989, Marvel Comics

Hallo Leute,

bei meinem heutigen Comic-Klassiker-Review bespreche ich eine Ausgabe der Serie „The Spectacular Spider-Man“. Das Heft #147 beinhaltet eine einschneidende Veränderung des Hobgoblin.

Storytitel: When the Bugle blows

Inhalt
Der Hobgoblin hadert mit seiner letzten Niederlage, die er gegen Spider-Man und den Green Goblin (Harry Osborn) erlitten hat. Plötzlich wird er von Dämonen angegriffen, mit denen er dann aber fertig wird. In der Zwischenzeit wird auch Spider-Man von diversen Dämonen angegriffen und kann sich verletzt in den Daily Bugle retten. Doch auch der Bugle wird von den Dämonen angegriffen. Nun müssen J.J. Jameson, Mary Jane (die auch dorthin flüchtete), Joe Robertson Spider-Man und viele der Angestellten dieser Angriffe erwehren. Gleichzeitig dringt der Hobgoblin in das von Dämonen besetzte Emire State Building ein. Er schlägt dem Oberdämon N’Astirh einen Deal vor. Der Hobgoblin bietet N’Astirh seine Seele im Austausch für die Kräfte eines Dämonen an. Amüsiert erfüllt N’Astirh diesen Wunsch. Doch gibt er dem Hobgoblin nicht nur die Kräfte eines Dämonen sondern auch dessen Gesicht, wie ein entsetzter Gnom auf der letzten Seite des Heftes feststellen muss.

Story
Diese Story ist ein Teil des „Inferno“-Storyarcs, der seinen Ursprung in den X-Men-Serien hatte und dann auch die drei Spider-Man Serien (Amazing Spider-Man, Web of Spider-Man und eben Spectacular Spider-Man) erfasste. Dabei sehen sich die Marvel-Helden diversen Dämonen gegenüber, die in vielen Städten Chaos anrichten. Was mir bei diesem Heft besonders gut gefällt ist, das es Autor Gerry Conway hervorragend gelingt die Story so zu schreiben, dass man sich hier auch zurechtfindet ohne die anderen „Inferno“-Teile gelesen haben zu müssen. So streut Conway immer wieder geschickt Rückblicke ein, die dem Leser die aktuelle Situation sehr gut erklären. Beide Handlungsstränge die man hier zu lesen bekommt haben ihren Reiz. Natürlich ist es interessant zu sehen, wie Spider-Man ausgerechnet an der Seite seines Intimfeindes Jameson den Bugle verteidigen muss. Aber viel wichtiger finde ich den zweiten Handlungsstrang, der eben den Deal zwischen Hobgoblin (hier wieder Jason Philip Macendale) und dem Dämon N’Astirh beinhaltet. Zu diesem Zeitpunkt war der Gnom zwar immer noch ein guter Gegner für Spider-Man, hatte aber nach diversen Niederlagen gegen den Netzschwinger doch etwas von dem Glanz seiner Anfänge verloren. Er war mittlerweile eben nichts Besonderes mehr, sondern nur einer von vielen Spider-Man Gegnern. Es war also durchaus an der Zeit dieser Figur einen neuen Anstrich zu verpassen. Das schafft Conway hier sehr gut. Er schafft einen neuen im wahrsten Sinne des Wortes dämonischen Hobgoblin, der in den nächsten Jahren wieder zu einem der interessantesten und coolsten Spider-Man Gegner wurde.

Artwork
Zeichner-Legende Sal Buscema setzt die Story hier gut um. Ich bin ja eh ein Fan von Sal Buscema. Er gefällt mir noch besser als sein Bruder John. Vielleicht liegt es ja auch daran, dass viele von meinen ersten Spider-Man Stories von ihm gezeichnet wurden. Der Mann versteht sein Handwerk einfach und bietet hier wirklich schöne Bilder.

Fazit
Ein wunderbares Heft, an dessen Ende ein noch viel spektakulärer Hobgoblin entsteht, der mich in den nächsten Jahren begeistern konnte. Dafür gibt es von mir 3 Sterne.

Künstler
Gerry Conway (Autor), Sal Buscema (Zeichner & Tuscher), Bob Sharen (Farben), Sal Buscema (Cover)

Bewertung

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5 Responses to Comic-Klassiker der Woche #55: The Spectacular Spider-Man #147, Februar 1989, Marvel Comics

  1. Bendrix sagt:

    Gutes Review. Ich erinnere mich auch noch gut an die Story. Hab ich damals noch auf deutsch gelesen. War in einem dieser Taschenbücher von Condor(?).
    Und es stimmt, das war noch ein Crossover den man auch verstand wenn man nur die Spidey-Hefte gelesen hatte.
    Obwohl John Buscema gemeinhin als der technisch besser und einflussreichere Zeichner gilt mag ich Sal auch persönlich lieber. Vor allem sein Hulk ist mein absoluter Lieblingshulk. Die beiden sind übrigens Brüder.

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  2. Crayton sagt:

    Hi Bendrix,
    danke für deinen Lob :-).
    Du hast natürlich völlig Recht, John und Sal sind Brüder. Habs gerade geändert. Danke für den Hinweis.

    Habe einige Teile dieses „Inferno“-Events auch auf deutsch. Dieses Heft hier habe ich später mal zufällig in nem Laden erworben. Wollte die Story mit dem Deal zwischen dem Gnom und N’Astirh immer mal haben. Wie du schon sagst, man kann die Spidey-Hefte auch gut lesen ohne den gesamten Arc kennen zu müssen. Habe da auch nicht jedes Heft von. Schade eigentlich, habe die Arcs immer gerne komplett. Sal’s Hulk gefällt mir übrigens auch ausgesprochen gut.

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  3. Bendrix sagt:

    Man kann sich übrigens den Artikel bei englischsprachigen Wörtern im Prinzip aussuchen. 😀
    In „meinen Kreisen“ heißt es immer das Review. Mir aber schon aufgefallen das ihr das anders macht.

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  4. Bendrix sagt:

    Oder hab ich da jetzt was verwechselt?

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  5. Crayton sagt:

    Bei mir heißt es aber eigentlich auch das Review. Obwohl ich bei Kollegen auch schon die Review gelesen habe.

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