MAM #14: Genshiken #1, Mai 2006, Heyne

Grüße und so!

Auf den vorliegenden Manga bin ich vor einiger Zeit durch einen Tipp von mayafreak (Grüße! 😉 ) aufmerksam geworden. Bei Genshiken handelt es sich um eine Mangaserie, welche die Geschichte eines Collegestudenten erzählt, der sich zusammen mit der Gesellschaft zum Studium moderner visueller Kultur (Genshiken) mittels Mangas, Animes und Videospielen die Zeit vertreibt.

Inhalt
Der junge Kanji Sasahara ist ein Erstsemester am College und sucht gesellschaftlichen Anschluss. Daher entscheidet er sich spontan dazu, der Genshiken beizutreten. Bei seinem ersten Treffen mit den übrigen Mitgliedern der Genshiken findet er direkt Begeisterung an den diversen Themen, mit denen sich der Verein beschäftigt. Allerdings muss Kanji auch schnell feststellen, dass es einige Vereinsmitglieder faustdick hinter den Ohren haben. Allen vorran Vereinspräsident (Graf Zahn) Madarame und die hübsche Saki, die schon mal ganz gerne ihre Fäuste sprechen lässt. Nichtsdestotrotz gefällt es Kanji sehr gut in der Genshiken und von nun an stürzt er sich mit vollem Elan in die Welt der Mangas, Animes und Videogames und ist auf dem besten Weg ein Vollblut-Otaku zu werden.

Story
Eins direkt vorweg: ich kann dem Manga nicht besonders viel abgewinnen, was wohl in erster Linie daran liegt, dass die Thematik (Otaku) kein allzu großes Interesse in mir wecken konnte. Während man bei Bakuman den ein oder anderen Einblick ins Arbeitsleben von Mangakas erhaschen konnte, was mich schon eher interessierte, handelt es sich bei Genshiken um das Leben von Otakus. So wird im ersten Band gezeigt, wie Kanji und die übrigen Mitglieder von Genshiken Videogames spielen, Mangas lesen, sich über ebendiese unterhalten und eine Mangamesse besuchen. Ganz nüchtern betrachtet doch eher unspektakuläre, ja sogar langweilige Handlungen. Diese werden zwar mit ein paar netten Sprüchen zu realexistierenden Mangas, Animes usw. geschmückt, aber wenn man so wie ich als Leser nicht das entsprechende Hintergrundwissen mitbringt, zünden diese Anspielungen leider überhaupt nicht.

Artwork
Kio Shimokus Artwork ist recht detailliert und sauber gezeichnet, wobei die ersten paar Seiten sogar farblich dargestellt sind. Es gefällt mir auch ganz gut, kommt aber nicht an Takeshi Obatas Artwork (Bakuman, Death Note) heran. Positiv zu erwähnen sind hier noch die Kapitelanfangsseiten, die teilweise ganz lustig sind. Auch ganz nett sind die eine Seite umfassenden Mini-Stories, wie sie auch bei Death Note anzutreffen sind. Die Steckbriefe der einzelnen Genshiken-Mitglieder hätte man sich jedoch sparen können.

Fazit
Genshiken ist ein Manga über das Otaku-Dasein, der in erster Linie für Leute interessant ist, die sich selber als Otakus bezeichnen. Besonders an den vielen Anspielungen auf diverse Mangas und Animes dürften Insider ihre wahre Freude haben. Ich konnte mit dem Manga allerdings nicht so viel anfangen und war sogar recht schnell von ihm gelangweilt.

Künstler
Kio Shimoku (Autor und Zeichner)

Bewertung

weitere Infos

  • Preis: € 6,50
  • Seitenzahl: 176
  • Erscheinungsdatum: 05.2006
  • Genre: Comedy
  • die Reihe ist in neun Bänden abgeschlossen

Shimoku Kio (geb. 1974) ist ein japanischer Mangaka, der vor allem durch seine Arbeit an Genshiken bekannt wurde. Er studierte Literatur an der Universität Tsukuba und konnte 1994 den zweiten Platz beim Nachwuchswettbewerb des Mangamagazins Afternoon belegen. Dadurch bekam er die Gelegenheit, eine eigene Kurzgeschichte bei Afternoon zu publizieren. Seitdem ist Kio für diesen Verlag tätig. Von 2002 bis 2006 schrieb er den Manga Genshiken. Dieser umfasst 1500 Seiten und wurde in neun Tankobons vom Kodansha-Verlag veröffentlicht. 2004 folgte die Umsetzung einer Animeserie.
Quelle: Wikipedia

Genshiken ist die Abkürzung für Gendai Shikaku Bunka Kenkyukai (Gesellschaft zum Studium moderner visueller Kultur).
Quelle: Wikipedia

(Hardcore-)Fans von Mangas und Animes bezeichnen sich selbst auch gerne als Otakus. Der Begriff ist aber sehr allgemein gehalten und kann sogar im negativen Sinne verwendet werden (was ich hier ausdrücklich nicht meine). Einen ausführlichen Artikel zu diesem Begriff liefert Wikipedia.

2 Responses to MAM #14: Genshiken #1, Mai 2006, Heyne

  1. mayafreak sagt:

    Ok das er bei dir so schlecht abschneidet hätte ich nicht erwartet. Aber du hast schon recht. Man muss sich schon etwas in Szene auskennen damit der Manga auch zündet. Allerdings würde ich denn Manga jetzt noch nicht ganz abschreiben. Denn was mir an denn Manga auch ganz gut gefallen hat ist die Charakter Entwicklung die fast jeder durch macht. Besonders Saki Kasukabe wird hinterher viel umgänglicher.

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  2. der Nachbar sagt:

    Hm, mal schauen. Vllt. guck ich mir mal bei Gelegenheit ne Folge vom Anime sein. Der soll ja ganz gut sein.

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