Comic-Klassiker der Woche #52: The Amazing Spider-Man #238, März 1983, Marvel Comics

Hallo Leute,

dieses Heft enthält den ersten Teil (den zweiten gibt es dann nächsten Montag) des zweiteiligen Arcs „The First Hobgoblin“, der das Debüt eben jener Figur, die im deutschsprachigen Raum auch als Gnom bekannt ist, enthält.

Storytitel: The First Hobgoblin Part 1 – Shadow of evils past

Inhalt
Peter ist bei seiner Tante May zu Besuch. Er macht mit ihr und ihrem im Rollstuhl sitzenden damaligen Freund Nathan einen Spaziergang. Dabei werden die drei fast von einem Auto überfahren, welches sich auf der Flucht vor der Polizei befindet. Die vier Insassen des Wagens haben soeben eine Bank überfallen und sind nun auf der Flucht. Ein Fall für Spider-Man also. Nachdem er sich bei seiner Tante und Nathan abgemeldet hat, nimmt Peter dann auch als Netzschwinger die Verfolgung des Autos auf. Er kann die Gangster stellen. Nur einem von ihnen gelingt es Spider-Man zu entkommen. Der Verbrecher flieht durch die Kanalisation der Stadt und findet so zufällig das unterirdische Versteck des Green Goblin. Er erzählt seinem Auftraggeber davon und führt diesen zu dem Versteck. Währenddessen erfährt Peter beim Daily Bugle wo er die Spur des Gangsters verloren hat, nämlich in der Nähe eines Gebäudes das Osborn einst gehörte. Das weckt böse Erinnerungen bei ihm. Er denkt an die vielen Kämpfe die er mit Norman Osborn als dieser der Green Goblin war ausgetragen hatte. Als Spider-Man macht er sich auf den Weg zu diesem Haus. Er findet es abgebrannt vor und erfährt von der eingetroffenen Feuerwehr, dass es sich wohl um Brandstiftung handelte. Der unbekannte Auftraggeber des Kleinganoven, hat alle Waffen und die komplette Ausrüstung des Green Goblin dort weggeschafft. Nun bringt er seinen Helfer, der der einzige Zeuge ist noch um, indem er seinen Wagen in die Luft sprengt. Auf den letzten Seiten sieht man wie der Unbekannte ein Kostüm anzieht und sich mit den Waffen des Kobolds ausrüstet. Der Hobgoblin ist geboren.

Story
Die Geschichte fängt eigentlich ganz mittelmässig an. Spider-Man fängt ein paar Bankräuber, wovon ihm überraschenderweise einer entkommt. Soweit so unspektakulär. Brisants bekommt die Story erst dadurch, das dieser entkommene Bankräuber das geheime Versteck des grünen Kobolds findet. Das er statt die gefundenen Waffen selbst zu benutzen lieber seinem Boss davon erzählt um bei diesem punkten zu können, ist natürlich sehr naiv und zeigt, das der Mann nicht der Intelligenteste zu sein scheint. Ist doch klar, das sein Boss ihn als Mittwisser später umbringt. Das ist auch die einzige Schwäche die die Story hier hat. Denn einerseits wird der Bankräuber durch dieses Verhalten als nicht sehr schlau dargestellt, war aber andererseits schlau genug um Spider-Man zu entkommen. Ansonsten ist die Geschichte aber durchaus lesenswert und bietet viele gute Momente. So bekommt man als Leser nochmal in Rückblicken ein paar schöne Momente zwischen Spider-Man und dem Green Goblin zu sehen, als Peter an diese Zeit zurückdenkt. Außerdem finde ich es gut und spannend, dass hier nicht die Identität des Mannes, der nun der Hobgoblin ist preisgegeben wird. Das lässt viel Raum zur Spekulation. Ein guter Schachzug von Autor Roger Stern ist es auch, diesen Mann als Hobgoblin erst auf den letzten Seiten in Erscheinung treten zu lassen. Dadurch bewahrt er die Spannung aufs nächste Heft, wie denn wohl das erste Aufeinandertreffen zwischen diesem neuen Schurken und dem Netzschwinger laufen wird.

Artwork
Beim Artwork haben wir hier eine wirklich interessante Situation. Denn hier arbeiten Vater und Sohn Hand in Hand. Während John Romita Jr. hier zeichnet, werden seine Bilder von seinem Vater John Romita Sr. getuscht. Während Romita Jr. sich zu dieser Zeit noch in der frühen Phase seiner Karriere befindet (er zeichnete für Marvel seit den 70er Jahren), ist sein Vater zu diesem Zeitpunkt schon eine Legende. Das merkt man den Zeichnungen auch an. Zwar erkennt man schon ein wenig Romita Jr. Stil, allerdings dominiert sein Vater durch das Tuschen hier doch sehr stark. So hat man doch bei den meisten Bildern das Gefühl, das hier Romita Sr. auch die Vorzeichnungen gemacht hat. Das finde ich allerdings nicht schlimm. Denn beide beherrschen ihre Arbeit ja sehr gut. Und die Kombination der beiden hier, liefert wirklich schöne Bilder. Auch vermeintlich langweilige Szenen sehen bei den beiden immer noch sehr gut aus. Auch das von den Beiden gestaltete Cover sieht richtig cool aus.

Fazit
Dieses Heft ist ein wahrer Klassiker. Die Herren Stern, Romita Jr und Sr liefern wirklich gute Arbeit ab und führen hier mit dem Hobgoblin eine Figur ins Marvel-Universum ein, die mir bis heute gut gefällt. Das Heft bekommt von mir drei Sterne

Künstler
Roger Stern (Autor), John Romita Jr. (Zeichner), John Romita Sr. (Tuscher), Andy Yanchus (Farben), John Romita Jr & John Romita Sr. (Cover)

Bewertung

Werbeanzeigen

One Response to Comic-Klassiker der Woche #52: The Amazing Spider-Man #238, März 1983, Marvel Comics

  1. Robby sagt:

    Cool. Freue mich schon auf dein Review zum zweiten Teil.

    Gefällt mir

Und was sagst du dazu?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: