Comic-Klassiker der Woche #47: The Amazing Spider-Man #361, April 1992, Marvel Comics

Hallo Leute,

heute und in den nächsten zwei Wochen werde ich im Rahmen meiner Klassiker Montags den dreiteiligen Arc „Carnage“ besprechen, der das Debüt dieser Figur im Marvel Universum zeigt.

Storytitel: Carnage Part One – Savage Genesis

Inhalt
Eine Reihe grausamer Morde erschüttert New York. Die Polizei und auch Spider-Man stehen zunächst vor einem Rätsel. Erst als eine Zeugin den Täter beschreiben kann, kommt Spider-Man der Verdacht das es sich dabei um Venom handeln könnte. Doch wie kann das sein? Denn nachdem Spidey Venom seinen eigenen Tod vorgetäuscht hatte, war dessen einziger Antrieb, eben die Rache am Netzschwinger, nicht länger ein Thema. Daher hatte sich Spideys bis dahin größter Feind auf einer Südseeinsel zur Ruhe gesetzt (geschah alles in ASM #347). Bei weiteren Nachforschungen stößt Spider-Man auf Eddie Brocks ehemaligen Zellengenossen Cletus Kasady einen Massenmörder, der sich zu dieser Zeit auf der Flucht befindet. Der Netzschwinger kann Kasady ausfindig machen und steht nun einem neuen tödlichen Feind namens Carnage gegenüber. Beim Kampf der beiden, hat Spider-Man Glück zu überleben. Doch wird einer von zwei auftauchenden Polizisten dabei schwer verletzt. Carnage kann entkommen. Am Ende des Heftes kommt Peter zu dem schweren Entschluss, dass er Unterstützung im Kampf gegen Carnage braucht und aus diesem Grund Venom aufsuchen will.

Story
Das Debüt von Carnage hier ist sehr gelungen. Autor Michelinie, den ich sehr schätze, schafft es hervorragend die Figur, die er zusammen mit Zeichner Bagley schuf, ins Spidey-Universum einzuführen. Schon in ASM #344 streute er erste Hinweise auf diese Figur. Dort  wird Eddie Brock von seinem Symbionten aus Rykers Island befreit und man sieht wie ein Tropfen von Venom  Eddies Zellengenossen Kasady berührt. Ich wusste damals natürlich das da noch was kommen würde, hätte aber nicht mit einer solch guten Figur gerechnet. Die Story hier ist so spannend geschrieben, das ich sie auch heute noch gerne lese. Carnage hat mich seit diesem Debüt immer faziniert. Er besitzt alle Stärken von Venom. So löst er zum Beispiel auch nicht Spider-Mans Spinnensinn aus. Anders als Venom besitzt er aber nicht dessen obskuren Sinn von Gerechtigkeit. Diesen Aliensymbionten mit einem total verrückten Massenmörder wie Kasady zu verschmelzen war ein brillianter Schachzug von Autor Michelinie. Er nimmt einen unberechenbaren Mörder und gibt ihm die Fähigkeiten Venoms. So entsteht einer der gefährlichsten Feinde denen sich Spider-Man je gegenüber sah. Das am Ende dieses ersten Teils Peter keinen anderen Ausweg sieht als seinen größten Feind bis dahin, eben jenen Venom, um Hilfe bitten zu müssen ist ein klasse Cliffhanger der viel Spannung für das nächste Heft verspricht. Denn immerhin glaubt Venom zu diesem Zeitpunkt noch das Spider-Man tot ist. Da Spideys Tod immer sein einziger Antrieb zu dieser Zeit war ist er im Moment eher ungefährlich. Doch wie wird er reagieren wenn er denn Netzkopf wiedersieht? Ein riskanter Plan den Peter da hat. Doch zeigt das auch, dass er mit Carnage alleine einfach nicht fertig wird und keine andere Möglichkeit sieht, als Venom wieder in sein Leben zu holen.

Artwork
Neben Autor Michelinie ist auch Zeichner Mark Bagley der Erfinder dieser Figur. Da ist es natürlich kein Wunder das Bagley es auch sehr gut versteht Carnage in Szene zu setzen. Die Panels sind wirklich atemberaubend. Der Kampf zwischen Spidey und Carnage ist sehr dynamisch gezeichnet und macht Lust auf mehr. Wer Bagley genauso gerne mag wie ich, wird  in diesem Heft bestens bedient. Bagley ist hier wirklich in Topform.

Fazit
Ein gelungener Auftakt dieses Arcs der Lust auf mehr macht und auch heute noch sehr gut zu lesen ist. Dafür gibt es von mir vier Sterne.

Künstler
David Michelinie (Autor), Mark Bagley (Zeichner), Randy Emberlin (Tuscher), Bob Sharen (Farben), Mark Bagley & Randy Emberlin (beide Cover)

Bewertung

3 Responses to Comic-Klassiker der Woche #47: The Amazing Spider-Man #361, April 1992, Marvel Comics

  1. comicfanboy sagt:

    Ja der gute alte Carnage. Den habe ich auch immer gemocht. Du hast Recht dieser Arc ist richtig gut. Freue mich schon auf deine nächsten Reviews dazu. Ich glaube es gibt jetzt auch ne neue Mini zu Carnage.

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  2. der Nachbar sagt:

    Jau, der fiese Carnage. Sobald er auftauchte, konnte man sicher sein, dass es in den entsprechenden Heften ziemlich zur Sache ging.
    Cletus Kasady hat mich immer ein wenig an den Joker erinnert. Ob Marvel da ein Pendant zur DC-Figur schaffen wollte?
    Sowohl vom Äußeren (Joker ungeschminkt) als auch vom Verhalten (unberechenbar, gewalttätig, verrückt) sind die beiden doch recht ähnlich.

    Ich glaube es gibt jetzt auch ne neue Mini zu Carnage.
    Das ist ja interessant. Wußte ich gar nicht. Wie heißt die denn? Ich kenn sonst nur noch die Vierteiler „Venom vs. Carnage“ und „Carnage Unleashed“ sowie die zwei One-Shots „Beautiful Life“ und „Mind Bomb“.

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  3. Bendrix sagt:

    Einfach nur „Carnage“. Von Zeb Wells und Clayton Craine. 5 Ausgaben. Die erste müsste im Oktober rauskommen.

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