Review #151: Avengers Academy #1 & #2 (2010), Marvel Comics

Grüße und so!

Da momentan das Thema „Avengers“ bei uns im Vordergrund steht, möchte ich euch mit diesem zwei Hefte umfassenden Review zu Avengers Academy eine neue Comicserie vorstellen, welche zu Beginn des Heroic Age gestartet ist und die Geschichte einiger Nachwuchssuperhelden erzählt. Bei Fans und Kritikern sind die ersten Hefte der Avengers Academy ja relativ gut angekommen und konnten den ersten Erwartungen durchaus gerecht werden. Mit ihren großen Vorbildern können es die Rächer-Schüler aber meiner Meinung nach nicht aufnehmen. Warum erfahrt ihr in diesem Review.

Inhalt
Das erste Heft der Serie wird aus der Sicht der jungen Maddy (Veil) erzählt. Während des Dark Reign wurde Norman Osborn auf sie aufmerksam und liess schmerzhafte Tests an ihr durchführen, die nicht ohne Nebenwirkungen blieben. So hat Veil nun das Problem, dass sich ihr Körper langsam aber sicher immer mehr in Luft auflösen wird. Dies ist u.a. auch ein Grund, warum sie sich der neugegründeten Avengers Academy angeschlossen hat und dort zusammen mit ihrem Lehrer Hank Pym nach einer Heilung sucht. Schnell erkennt Veil, dass sie nicht die einzige Nachwuchssuperheldin ist, die Probleme hat und lernt in der Akademie noch weitere Schüler kennen, die ebenfalls von Norman Osborn benutzt wurden. Nachdem sich Veil mit ihren Mitschülern und Lehrern bekannt gemacht hat, beginnt auch schon ihr Unterricht und gemeinsam mit ihren Klassenkameraden stößt sie am Ende des Comics auf eine unbequeme Wahrheit.
Im zweiten Heft wird die Geschichte aus der Sicht von Finesse weitererzählt. Nachdem sich die Schüler der Akademie mittlerweile besser kennengelernt und mit dem Geheimnis ihrer Lehrer arrangiert haben, kommt es eines Morgens im Frühstücksraum zu einem unerwarteten Gefecht mit einem Kampfroboter, bei dem sie zum ersten Mal komplett auf sich alleine gestellt sind.

Story
Die beiden vorgestellten Hefte legen den Fokus ganz klar auf das Vorstellen und Kennenlernen der verschiedenen Hauptfiguren. Dass die Geschichte dabei jeweils aus der Sicht eines anderen Charakters erzählt wird, finde ich ganz gut. So erfährt der Leser nicht nur etwas zur Gruppe im allgemeinen sondern auch schon speziell den Background bestimmter Figuren (in diesem Fall: Veil und Finesse). Autor Christos Gage geht dabei die Sache gemächlich an und stürzt den Leser nicht mitten ins Geschehen. Im Gegenteil, sein Erzähltempo ist eher ruhig und auch die Actionpanels, in denen es wirklich zur Sache geht, halten sich in überschaubarem Maße.
Man bekommt relativ früh mit, was es mit der Avengers Academy tatsächlich auf sich hat und erfährt so einige interessante Hintergrundinfos nicht bloß zu den Schülern, sondern auch zu ihren Lehrern. Vor allem Speedballs Rolle finde ich hier sehr gut. Die tragische Figur der New Warriors, welche damals direkt mit dem Stamford-Vorfall zu tun hatte und somit indirekt den Civil War losgetreten hatte, soll nun der nächsten Generation von Superhelden soetwas wie vorrausschauendes Handeln und Verantwortung beibringen. Man darf gespannt sein, wie sich das noch entwickeln wird.

Artwork
McKone liefert hier solide Arbeit ab, die mir ganz gut gefällt. Zwar nicht so gut wie Deodatos Job bei den Secret Avengers aber dafür um Welten besser als das Artwork von Romita Jr. bei den regulären Avengers. Gleichermaßen positiv wie negativ ist die Tatsache, dass McKone auch die Covergestaltung übernommen hat. Positiv, weil man so einen guten Eindruck davon erlangt, was einem im Heft erwartet und keine Mogelpackung vorgesetzt bekommt. Negativ, weil seine Covers in meinen Augen nicht sonderlich spektakulär sind.

Fazit
Für mich ist Avengers Academy bloß ein weiterer cleverer Schachzug von Marvel, größtmöglichen Profit aus dem „Produkt“ Avengers zu ziehen. Ich denke nicht, dass Finesse, Veil und Co. jemals so populär, erfolgreich geschweige denn langlebig werden, wie es ihre großen Vorbilder Captain America, Iron Man, Thor usw. nun schon über einem halben Jahrhundert lang sind. Sie haben es zugegebenermaßen aber auch extrem schwer, sich in der heutigen, schnelllebigen Zeit als Marke zu etablieren und langfristig erfolgreich zu sein. Comic-Superhelden gibt es mittlerweile wie Sand am Meer, von denen sich die Masse mehr oder weniger stark ähnelt und daher kaum noch über eine eigene Persönlichkeit verfügen.
Wer Geschichten von Nachwuchssuperhelden im Allgemeinen mag, den wird Avengers Academy bestimmt begeistern. Und auch einige Avengers-Fans werden sicherlich Gefallen an dieser neuen Serie finden. Mein Fall ist es jedoch nicht.

Künstler
Christos Gage (Autor) und Mike McKone (Zeichner)

Bewertung

One Response to Review #151: Avengers Academy #1 & #2 (2010), Marvel Comics

  1. Tommyknockers80 sagt:

    Also ich mag diese Nachwuchshelden. Ich denke das hier noch viel Potential für die Zukunft vorhanden ist. Aber du hast schon Recht, in der heutigen schnelllebigen Zeit ist es schwer sich langfristig zu etablieren. Und natürlich ist die Konkurrenz an Superhelden groß. Ich bleibe vorerst auf jedenfall auch hier dran.

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