Comic-Klassiker der Woche #46: Die Rächer #26, 1989, Condor Verlag


Hallo Leute,

die heutige Folge meines Comic-Klassikers steht ganz im Zeichen unserer Thementage. Da unser Thema „The Avengers“ sind, habe ich mal in meiner alten Condor-Sammlung nachgeschaut und ein paar „Die Rächer“ Taschenbücher gefunden, von denen ich euch heute die Nummer 26 vorstellen möchte, welche die US-Comics „The West Coast Avengers #21-24“ und „The Avengers #294-296“ enthält.

Inhalt
Bei den ersten vier der insgesamt sieben Stories sind die Rächer in verschiedenen Zeiten verstreut. Ein Schurke names Dominus hat sie mit Hilfe einer Zeitmaschine in die Vergangenheit befördert. Danach hat er diese Maschine zerstört, so dass die Helden dort nun festsitzen. Dabei hat es Hawkeye, Tigra, Wonder Man und Iron Man ins Ägypten des Jahres 2940 v. Chr. verschlagen, wo sie sich mit einem König mit dem Namen Rama-Tut herumschlagen müssen. Dieser ist ein Zeitreisender aus dem Jahre 3000 n. Chr., der sich im alten Ägypten zum König ernannt hat und das Land nun ausbeutet. Mockingbird hingegen befindet sich im Wilden Westen des Jahres 1876 und bekommt es dort mit Phantom Rider zu tun. In der Gegenwart hat nun Moon Knight eine Nachricht, die all die Jahre weitergegeben wurde, von den Rächern erhalten, dass diese eben in der Vergangenheit festsitzen. Nachdem er Hank Pym und dessen Freundin Espirita informiert hat, machen die drei sich auf den Weg zu den Fantastischen Vier um mit ihnen die Zeitmaschine zu reparieren und ihre Freunde aus der Vergangenheit zu holen.
Die Stories fünf bis sieben handeln davon, wie Nebula vom Volk der Kang die Rächer unterwandert, um sie für ihre Zwecke, die Eroberung des Universums, einzuspannen. Dabei sorgt sie erst dafür, dass der ihr verfallene Dr. Druid neuer Anführer der Rächer wird. Als sich dann aber, angefangen mit Thor, immer mehr Mitglieder des Heldenteams gegen die teilweise seltsamen Anweisungen von Dr. Druid widersetzen, bricht Nebula Schritt für Schritt den Willen der einzelnen Mitglieder, bis ihr alle gehorchen. Sie wird dabei von ihrem Volk ständig beobachtet, bis sich dieses schließlich entscheidet, ihrem Treiben ein Ende zu setzen.

Story
An diese beiden Story-Arcs, die man hier zu lesen bekommt, konnte ich mich gar nicht mehr so recht erinnern. Das liegt wohl daran, dass es wirklich keine herausrragenden Geschichten sind, sondern eher Standardunterhaltung ist. Dennoch habe ich mich beim Lesen ganz gut unterhalten gefühlt. Es sind viele schöne Erinnerungen an die gute alte Condor-Zeit (ich fand die Hefte nämlich nicht so schlimm, wie später von vielen immer gesagt wurde) in mir hochgekommen. Allerdings hat mir dieses Heft auch wieder die Schwächen der Taschenbücher vor Augen gehalten. Durch diese komprimierte Form, in die man die Original-Hefte damals gequetscht hatte, litten manchmal die Dialoge doch sehr. So gibt es viele Sprechblasen, bei denen man wohl Originaltext weglassen musste. Dabei entstehen dann auch so Dialoge wie „Hmm“, „Ach so“, „Tja“ usw.. Dennoch bleibt noch genug Text übrig, um die Story nachzuvollziehen. Die Geschichten nehmen ihren gewohnten Gang, also es passiert hier nicht viel Überraschendes oder Aufregendes. An Action wird nicht gespart und es gibt ein paar nett geschriebene Kämpfe zu sehen. Auch mit genügend Hintergrundinformationen wird man hier versorgt, so dass man sich ganz gut zurechtfindet auch ohne die Vorgeschichte zu kennen.

Artwork
Die Zeichnungen werden vom eigentlich zu kleinen Format dieses Taschenbuches überraschender Weise nicht so stark beeinflusst. Sie wirken trotzdem ganz gut und geben die Stories gekonnt wieder. Dabei gefallen mir die Bilder von Altmeiste John Buscema (fünfte bis siebte Story) noch etwas besser als die von Al Milgrom (erste bis vierte Story). Buscema versteht sein Handwerk eben sehr gut und erfüllt die Geschichte durch seine Zeichnungen mit Leben.

Fazit
Das Heft ist sicherlich kein Knaller, bietet aber besonders für die Fans der Avengers solide Comic-Unterhaltung, die von mir mit zwei Sternen belohnt wird.

Künstler
Steve Englehart und Walter Simonson (Autoren), Al Milgrom und John Buscema (Zeichner) und andere

Bewertung

7 Responses to Comic-Klassiker der Woche #46: Die Rächer #26, 1989, Condor Verlag

  1. Tommyknockers80 sagt:

    Die guten alten Condor Taschenbücher. Viele fanden die ja schlecht, also was man im Nachhinein so hört, aber ich habe sie geliebt. Das hier habe ich übrigens auch (direkt gestern mal nachgeschaut). Und du hast mit deiner 2 Sterne Bewertung Recht. Stories sind ok, aber hauen einen nicht um.

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  2. Bendrix sagt:

    Ich fand sie auch super. Habe immer Die Spinne und Captain America gekauft, ein Freund von mir Rächer und noch eine Serie. Und dann immer gegenseitig ausgeliehen.
    Hätte es die Dinger von DC gegeben wäre ich heute vielleicht DC und nicht Marvel-Fanboy.

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  3. Lorenz sagt:

    Es ist interessant, aber mein Interesse an Superheldencomics haben sich ziemlich genau mit dem Ende von den Condorsachen getroffen, weshalb ich mich zwar noch dunkel an sie erinnern kann, aber niemals eines bessessen habe. Stattdessen habe ich mich auf die damals schon existierenden Dinohefte gestürzt. JLA, Superman, dass waren meine Hefte mit denen ich sozialisiert wurde. Die Marvelhelden kannte ich nur aus dem Fernsehen, auf RTL wurde damals die Spider-Man, Captain America, F4 Cartoons jeden Tag um 6:00 nach den Nachrichten und vor der Wiederholung von GZSZ gebracht. Gekauft habe ich mir erst die Marvel Deutschland Sachen.

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  4. Crayton sagt:

    @Lorenz:Von den Dino Sachen habe ich meist die Superman und die Batman Serie (nicht Batman Adventures) gekauft. Condor natürlich ganz viel Spider-Man, aber eben auch Hulk, Cap und die Rächer. Auch ein paar F4 Sachen.

    @Bendrix: Also DC war damals 80/90 Jahre vor allem Ehapa meine Bezugsquelle. Die Superman und Batman Superbände und die Taschenbücher von denen.

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  5. Lorenz sagt:

    Wie gesagt, dafür war ich noch zu klein, ich glaub ich war am Ende der Condorzeit 6 Jahre. Da durfte ich von meiner Mutter aus die Sachen nicht lesen, mit 8 habe ich mir dann die Comics selber kaufen dürfen.

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  6. Crayton sagt:

    @Lorenz: Ja dann ist es klar. Übrigens noch was zu der TV-Serie Spider-Man auf RTL. Du meinst doch die bestimmt, die unter dem Titel „New Spider-Man“ auf RTL lief oder? Finde immer noch das es die beste Trickserie über den guten Spidey ist. Läuft heute immer noch (Sonntags früh morgens Kabel 1) Schaue die immer noch wann immer es geht. Hab da einige Folgen auch auf DVD-Rekorder aufgenommen.

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  7. Lorenz sagt:

    Nein, wochentags liefen die aus den 60ern, die New Spider-Man war am Wochenende.

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