Comic-Klassiker der Woche #42: Batman #612, April 2003, DC Comics

Hallo Leute,

heute und in den nächsten 3 Wochen werde ich im Rahmen meiner Comic-Klassiker 4 Hefte des berühmten Batman-Storyarc „Hush“  der sich 2002/2003 durch die Serie zog besprechen. Leider habe ich nur diese vier des eigentlich 12 Hefte umfassenden Arcs. Dennoch lohnt es sich diese vier Hefte zu besprechen.

Storytitel: Hush, Part 5 – The Battle

Inhalt
Poison Ivy hat Superman unter ihre Kontrolle gebracht (passierte in Teil 4) und ist mit ihm nach Metropolis geflüchtet. Da Poison Ivy vor ihrer Flucht in Supermans Stadt in Gotham ein Verbrechen beging, verfolgen sie Batman und Catwoman nach Metropolis. Und an dieser Stelle beginnt nun dieses Heft hier. Eine Festnahme der schönen Verbrecherin wird für die beiden Helden aus Gotham City nicht einfach, da Poison Ivy ja immer noch die Kontrolle über Superman hat. Und der Mann aus Stahl stellt sich seinem ehemaligen Freund und dessen Begleiterin entgegen. Es kommt zu einem Kampf zwischen Batman und Superman. Durch den Kryptonitring, den er einst vom letzten Sohn Kryptons bekam, kann sich Batman in diesem eigentlich ungleichen Kampf erstaunlich gut halten und dem Stählernen sogar ein paar schmerzhafte Schläge verpassen. Da sich Superman im Unterbewußtsein gegen Poison Ivys Einfluss wehrt und sich daher auch im Kampf zurückhält, hat Batman eine echte Chance den Fight zu überleben. Der dunkle Ritter lenkt Superman auch nur ab, bis Catwoman Lois Lane in ihre Gewalt bringt und diese dann vom Dach eines Hochhauses schmeißt. Superman muss sich nun entscheiden: Soll er Batman weiter bekämpfen oder Lois retten. Das Gute in ihm siegt und so rettet er Lois und durchbricht gleichzeitig den Bann der auf ihm liegt. Gemeinsam können die Helden danach Poison Ivy dingfest machen. Am Ende des Heftes sieht man noch, dass das Ganze von Hush aus weiter Entfernung per Fernglas beobachtet wird.

Story
Die Geschichte ist komplett aus Batmans Sicht geschrieben. Fast jedes Panel wird mit den Gedanken des Mitternachtsdetektiv kommentiert. Dadurch gelingt es Autor Loeb hervorragend immer wieder kleine wichtige Details über die einzelnen Charaktere preiszugeben. Dabei habe ich auch Details erfahren die mir so nicht bewußt waren. So hasst Batman zum Beispiel Metropolis und sieht seinen Vorteil im Kampf mit Superman auch darin, das der Stählerne im tiefsten Innern ein guter Mensch ist (ok das ist keine neue Erkenntnis), er selber sich aber als schlechten Menschen sieht. Interessant sind in diesem Heft auch die Momente zwischen Catwoman und Batman. Sie sind hier nicht nur ein Team, sondern zu diesem Zeitpunkt auch ein Liebespaar. Während Batman nun versucht, zumindest während dieser Ereignisse, seine Gefühle die er für Catwoman hat zu unterdrücken, ist sie da ganz anders und zeigt ihre Gefühle offen. So gibt sie ihm kurz vor dem Kampf mit Superman einen Kuss, da man ja später nicht dazu kommt. Gerade die Dialoge zwischen den beiden sind herrlich geschrieben. Auch der Kampf der beiden größten DC-Helden ist sehr gut von Loeb geschrieben. Man hat zwar immer das Gefühl, das Batman hier eigentlich keine Chance hätte, wenn der Stählerne mal richtig Gas geben würde, allerdings ist eben auch gut und nachvollziehbar erklärt warum Batman eben doch eine Chance hat. Superman hält sich nämlich zurück, da er immer veruscht sich gegen den Einfluss Ivys zu wehren. Eine insgesamt sehr unterhaltsame Story findet sich in diesem Comic.

Artwork
Doch wie sieht es mit dem Artwork aus? Können die Bilder von Zeichner Jim Lee mit der guten Story mithalten? Und wie sie das können. Ich würde sogar sagen das die Bilder noch besser sind als die Story. Im Grunde kann man hier sagen, egal wie die Story ist, alleine für dieses Artwork lohnt es sich dieses Heft zu kaufen. Jim Lee ist fantastisch. Hier hat mir wirklich jedes Panel ausnahmslos gefallen. Batman ist so wie er sein muss. Er erscheint düster, gefährlich und unnahbar. Aber auch Superman ist von Lee sehr gut in Szene gesetzt. Auch er wirkt zwar im Verhältnis zu sonst ungewohnt düster, doch das passt hier wunderbar zur Atmosphäre und verleiht auch dem Stählernen etwas gefährliches und Unnahbares. Das hat mir sehr gut gefallen. Poison Ivy ist hier ebenfalls eine Augenweide. So erotisch habe ich sie vorher noch nie gesehen. Um es kurz zu sagen: Ein super Artwork findet man hier, das keine Wünsche offen lässt.

Fazit
Ein großartiges Heft, dass ich mir immer wieder gerne durchlese. Hier gibt es von mir natürlich die vollen 4 Sterne.

Künstler
Jeph Loeb (Autor), Jim Lee (Zeichner), Scott Williams (Tuscher), Alex Sinclair (Farben), Jim Lee (Cover)

Bewertung

3 Responses to Comic-Klassiker der Woche #42: Batman #612, April 2003, DC Comics

  1. Damian sagt:

    Die komplette HUSH-Serie ist in der Tat hervorragend und definitiv auch eines meiner Lieblings-Batman.

    Und: Gutes Review.
    Und2: High Five für den Batman-Content. 🙂

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  2. Crayton sagt:

    Hi Damian,
    danke für deinen Lob. Werde in den nächsten drei Wochen jeweils Montags im Rahmen meiner Klassiker noch drei weitere Hefte aus diesem Arc vorstellen. Und demnächst kommen auch sowieso bei meinen regulären Reviews ein paar weitere Batman-Hefte aus den letzten Monaten. Liest du die aktuellen Hefte denn auch fleissig?

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  3. Damian sagt:

    Eigentlich nein. 🙂 Ich kenne mich bezüglich der Aktualität auch nicht besonders aus.
    Ich lese Batman-Comics querfeldein.

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