Film-Review #06: Fantastic Four (2005)

Hallo Leute,

vor ein paar Tagen habe ich mir wieder mal den ersten Film über die Fantastic Four aus dem Jahre 2005 angeschaut.

Inhalt
Eine Gruppe von vier Wissenschaftler wird bei einer Mission im Weltraum kosmischer Strahlung ausgesetzt, welche ihnen Superkräfte verleiht. So kann sich Reed Richards nach dem Unfall gummiartig extrem in die Länge strecken und sämtliche Gliedmaßen meterweit dehnen. Seine Ex-Freundin Susan Storm erlangt die Fähigkeit sich unsichtbar zu machen und  Kraftfelder zu erzeugen, die zum Beispiel Geschosse abwehren können. Ihr Bruder Johnny kann Feuer kontrollieren und sich selbst entzünden. Außerdem ist er seit dem Unfall in der Lage zu fliegen. Der Pilot Ben Grimm hat sich in ein superschweres steinernes Wesen verwandelt. Ihre Fähigkeiten sehen die vier als ungewollte Mutation und beginnen eine Maschine zu konstruieren, die mit Hilfe der gleichen Strahlung der sie ausgesetzt waren diese Mutation rückgängig zu machen. Nur Johnny Storm beginnt langsam die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit zu genießen und sieht sein neues Leben mit diesen Fähigkeiten positiv. Er versucht mit seinen Kräften Geld zu verdienen und Frauen zu beeindrucken. Er verpasst allen auch Spitznamen wie „Mr. Fantastic“, „Die Unsichtbare“, „Menschliche Fackel“ und „Das Ding“, die ihre Kräfte beschreiben. Erst langsam lernen die vier mit ihren Kräften umzugehen und diese für das Gute zu nutzen. Auch Victor von Doom, der Geldgeber des Projekts und fünftes Mitglied der Weltraumposition, erhält durch die Strahlung neue Fähigkeiten. Sein Körper verwandelt sich langsam in eine metallische Substanz, welche ihm große Kräfte verleiht mit dessen Hilfe er elektrische Energie absorbieren und manipulieren kann. Er nennt sich fortan „Doctor Doom“ und will sich mehr Macht verschaffen. So wird er bald zum Feind der Fantastischen Vier.

Meine Meinung
Die Fantastic Four fand ich immer ganz gut, habe ihre Comics allerdings immer nur sporadisch gelesen. So konnte ich, als ich den Film das erste Mal gesehen habe, doch recht unbelastet an diesen herangehen. Ich hatte ihn nur noch vage in Erinnerung und habe ihm mir eben diese Woche, erst das zweite Mal überhaupt für dieses Film-Review nochmal angeschaut. Und ich muss sagen, das er mir ganz gut gefallen hat. Am coolsten fand ich Johnny Storm hier. Schauspieler Chris Evans spielt den Draufgänger sehr gut und zeigt ihn als einen Helden, der Spass an seinem Heldendasein hat, oft die Sachen aber auch etwas leichtfertig angeht. So kenne ich die Figur auch größtenteils aus den Comics. Aber auch die anderen Darsteller haben mich überzeugt und stellen die einzelnen Charaktere gut da. So ist Reed Richards eben der kühle, logisch denkende Wissenschaftler, Ben Grimm der Mann der lieber rohe Kräfte sprechen lässt und Jessica Alba als Susan Storm eine wahre Augenweide. Auch Julian McMahon, den ich vorher vor allem aus den Serien Charmed -Zauberhafte Hexen und Nip/Tuck kannte, hat mich als Bösewicht Doctor Doom voll überzeugt. Als machthungriger Geschäftsmann, der seine Kräfte nur dafür nutzen will um diese Macht weiter auszubauen, gefällt mir Doctor Doom sehr gut. Auch wie hier die die Entstehung der Fantastischen Vier mit der Entstehung des Doctor Doom verknüpft wurden, ist gut gemacht. Das Susan Storm hier Reed Richards Ex-Freundin und Victor von Dooms aktuelle Freundin ist, finde ich ebenfalls sehr gut. Das gibt dem Duell des Teams mit Doom noch mehr Brisanz. Die Spezialeffekts des Films sind schön anzuschauen und runden das Ganze gut ab.

Einige Hintergrundinfos
Die Entstehungsgeschichte des Films beginnt bereits Mitte des 80er Jahre. Damals erwirbt Produzent Bernd Eichinger die Rechte an einer Verfilmung der Fantastic Four. Dieser Film wurde dann auch tatsächlich 1993 mit einem Budget von 1,5 Millionen Dollar gedreht. Er diente allerdings nur dazu nicht die Rechte zu verlieren. Diese verliert man wohl, wenn man in einem bestimmten Zeitraum einen solchen Film nicht realisiert. Der Film wurde nur ein einziges Mal für Marvel Comics vorgeführt und danach archiviert. In die Kinos kam dieser Film nie. Die Produktionskosten für diesen Film hier wurden auf 100 Millionen Dollar geschätzt. Weltweit spielte er in den Kinos rund 330 Millionen Dollar ein. Davon alleine 154 Millionen Dollar in den USA. In Deutschland sahen den Film 600.347 Zuschauer. Stan Lee hat auch hier wieder einen Gastauftritt. Er spielt den Briefträger Willi Lumpkin, einen Charakter den es auch wirklich im Marvel-Universum gibt.

Fazit
Den Film halte ich für eine durchaus gelungene Comicverfilmung, die zwar nicht ganz an die absoluten Top-Filme wie Spider-Man oder die beiden Nolan Batman-Filme herankommt, mich aber gut unterhalten hat. Daher vergebe ich hier auch drei Sterne.

Künstler
Tim Story (Regie), Michael France & Mark Frost (Drehbuch), Chris Columbus, Avi Arad & Bernd Eichinger (Produktion), Ioan Gruffudd (Reed Richards), Jessica Alba (Susan Storm), Chris Evans (Johnny Storm), Michael Chiklis (Ben Grimm), Julian McMahon (Victor von Doom)

Bewertung

7 Responses to Film-Review #06: Fantastic Four (2005)

  1. Damian sagt:

    Also mir gefielen beide nicht wirklich. Irgendwie sehr ambitionslos und schnellschnell produziert, um dem damals aufkeimenden Comic-Verfilmungshype aufzuspringen.

    Aber wusstest du, dass sie bereits an einem Re-Boot werkeln? Selbiges soll dann düsterer werden. Wegen Batman. Auweia.

    Gefällt mir

  2. Crayton sagt:

    Ja von dem Reeboot habe ich schon gehört. Der soll düsterer werden? Das passt aber eigentlich nicht zu den FV. Klar bei Batman passt das aber bei den FV. Mal sehen wei das wird. Den zweiten Teil werde ich wohl diese Woche nochmal schauen und dann am Sonntag reviewen.

    Gefällt mir

  3. Damian sagt:

    Ja voll. Aber das „verdüstern“ wollen sie ja scheinbar auch ein bisschen bei Spidey machen, nicht?

    Ok, ich bin gespannt. 🙂

    Gefällt mir

  4. Crayton sagt:

    Bei Spidey auch? Habe ich noch nicht gehört. Jedenfalls besser als wenn der neue Spidey so ne Teenie-Schnulze würde. Das haben einige ja auch schon befürchtet.

    Gefällt mir

  5. der Nachbar sagt:

    Aber das „verdüstern“ wollen sie ja scheinbar auch ein bisschen bei Spidey machen, nicht?
    Wär mir neu. Ich glaub eher nicht, dass der Spidey-Reboot düsterer wird.
    Da Marvel nun seit einiger Zeit zu Disney gehört und die eh eine jüngere Zielgruppe haben, wird man wohl eher darauf bedacht sein, etwas passendes für Kinder bzw. Jugendliche zu machen. Vllt. entwickelt es sich atmosphärisch so wie die Harry Potter-Filme. Die wurden ja auch etwas düsterer/spannender. Aber so düster im Sinne von Nolans Batman wird es sicherlich nicht.

    Ach und was die F4-Filme betrifft: fand die auch nicht so berauschend. Plattes Popcorn-Kino, mehr nicht.

    Gefällt mir

  6. Damian sagt:

    Uh. Ich hatte nur mal was gehört. Anfangs Jahr. Hier steht was dazu, aber auch nichts konkretes: http://www.moviejones.de/news/news-spiderman-der-neuanfang-wird-duester_4967.html

    Aber egal was sie machen, ich bin sehr gespannt.

    Gefällt mir

  7. der Nachbar sagt:

    Naja, als „Klientel“ für einen Spidey-Reboot wird im Artikel ja das Twilight-Publikum als Bsp. genannt. Also wirklich düster (im Sinne von bedrückend) wirds wohl nicht werden.
    Im schlimmsten Fall wirds wohl eher ne Liebesschnulze zwischen MJ und Peter à la Twilight. Uargh.

    Da ist die spärliche Info zu einem möglichen Venom-Film doch interessanter. Die Figur wär m.M. auch schon eher ein Kandidat für eine wirkliche düstere Verfilmung, die sich an Nolans Batman orientiert.
    Und käme dann auch noch Carnage drin vor, würde der Spannungs-/Action-Grad exponentiell in die Höhe schiessen. Fänd ich nicht schlecht.

    Gefällt mir

Und was sagst du dazu?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: