Comic-Klassiker der Woche #38: He-Man #5, April 1989, Egmont Ehapa Verlag

Guten Abend Leute,

wie schon letzte Woche möchte ich auch heute nochmal bei meinem Klassiker-Review ein Heft rund um He-Man und die Masters of the Universe besprechen. Letzteres stimmt allerdings eigentlich nicht. Denn He-Mans Freunde sieht man nur am Anfang mal kurz. Stattdessen stehen hier nur He-Man, Skeletor und einige neue Freunde und Feinde im Mittelpunkt der Story.

Ein paar Hintergrundinfos vorab
Nach Jahren des Erfolges gingen die Verkaufszahlen der Masters of the Universe Figuren Ende der 80er Jahre rapide nach unten. Daher versuchte Hersteller Mattel alles um die Spielzeugserie wiederzubeleben. So startete man 1989 mit einer komplett überarbeiteten Spielzeuglinie, die dann unter dem schlichten Namen He-Man lief. Dabei blieben von den alten Charakteren nur noch He-Man und Skeletor übrig. Alle andere Figuren waren neu. Auch spielte alles nicht mehr auf Eternia sondern in einem völlig neuen Umfeld. Erfolgreich war dieser Neustart allerdings nicht. Nur zwei Jahre (also bis 1990) lief die Reihe noch und verschwand dann langsam aus den Spielzeugregalen. Dieses Heft zeigt den Übergang von der alten Masters of the Universe Storyline zu der neuen He-Man Storyline.

Storytitel: Die neue Dimension

Inhalt
Skeletors Streben nach Macht sind auf Eternia durch He-Man und seine Freunde Grenzen gesetzt. Daher versucht er den Planeten zu verlassen und im All mit neuen Verbündeten seinen Traum von der absoluten Macht zu verwirklichen. Er lockt per Laser-Leitstrahl ein Hyper-Raumschiff nach Eternia. An Bord sind die beiden Forscher Darius und Icarius, die herausfinden wollen was es mit dem Signal von Skeletor auf sich hat. Was beide nicht wissen. Das Böse ist bereits bei ihnen an Bord. Skeletor und auch Prinz Adam werden von ihnen auf ihr Schiff gebeamt. Dort verwandelt sich der Prinz dann in He-Man. Darius und Icarius wissen nun nicht wer von den beiden Wesen von Eternia der Gute und wer der Böse ist. Bevor sich das klärt werden alle von den Mutanten von Denebria überrascht. Diese warteten nur auf Skeletor, damit er sie zur absoluten Macht im Universum führt. Die Mutanten lähmen He-Man, Darius und Icarius und fliehen dann zusammen mit dem Herrn des Bösen. Nachdem ihre Lähmung nachgelassen hat und die Männer vertrauen zueinander entwickelt haben, machen sich He-Man und seine neuen Freunde auf den Weg um Skeletor und seine neuen Verbündeten zu stoppen.

Story
Eigentlich waren die Voraussetzungen die Reihe wiederzubeleben nicht schlecht. Die neuen Charaktere die hier eingeführt werden und das neue Umfeld bieten zum Beispiel die Chance neu in die Serie einzusteigen. Mit He-Man und Skeletor sind die wichtigsten beiden Charaktere der alten Storyline auch weiter mit von der Party, was auch die Stammfans hätte beruhigen können. Die Geschichte hier hat auch ihre interessanten Momente. So lernt man die neuen Mitstreiter und Widersacher von He-Man ein wenig kennen. Doch wenn man hier genauer hinsieht, zeigt sich auch direkt die Schwäche der neuen Storyline, die hier ihren Anfang nimmt. So sind die neuen Charaktere den alten doch irgendwie ähnlich. Darius, der Waffenmeister, erinnert zum Beispiel stark an Man-At-Arms. Er und die anderen wirken allerdings wie ein blasser Abklatsch der alten Charaktere an die ich so gewöhnt war. Dadurch verflog meine anfängliche Neugier damals auch wieder, so dass ich die neue Serie dann nicht mehr wirklich weiter verfolgte. Insgesamt ist die Story dann doch zu einfach gestrickt und gibt nicht so viel her, wie man auf den ersten Blick vermuten konnte.

Artwork
Die Zeichnungen sind dennoch klasse. Die Personen sehen hier sogar besser aus, als es dann die neuen Actionfiguren dieser neuen Reihe wirklich taten. Auch die neuen Rüstungen, Maschinen und Waffen sehen hier nicht schlecht aus. Zeichner Escandell schafft es in gewohnter Manier der schwächelnden Story Leben einzuhauchen und die Bilder stärker wirken zu lassen als den Storyinhalt dahinter. Fürs Artwork gibt’s von mir einen Daumen nach oben.

Fazit
Das Heft hat eine mässige Story, die nur wenige gute Momente hat, aber andererseits ein sehr gutes Artwork. Dennoch hat mich das Heft nicht so mitgerissen, dass ich damals die Stories um den neuen He-Man noch weiter verfolgt hätte. Ich vergebe hier 2 Sterne.

Künstler
Michael Mann (Autor), Juan Escandell (Zeichner), Carlos (Farben), Juan Escandell (Cover)

Bewertung

7 Responses to Comic-Klassiker der Woche #38: He-Man #5, April 1989, Egmont Ehapa Verlag

  1. der Nachbar sagt:

    Ja, ich erinner mich. Aufeinmal trieb der Muskelmann, der von da an ja gar nicht mehr so muskolös wirkte, sein Unwesen auch im Weltraum.
    Im Vergleich zum ursprünglichen Setting fand ich das damals als Steppke auch ziemlich cool: „Boah, guck ma. He-Man fliegt jetzt im Weltraum. Mit Laserpistolen undso.“
    Aber wie du schon eingangs erwähnt hast, hat dieser Reboot (wenn man das mal so sagen darf) dem guten, alten He-Man oder besser gesagt Mattel nicht viel genutzt.

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  2. Crayton sagt:

    Ja die alten Zeiten. 😉
    Ich fand dann die neuen Sachen wie die meisten anderen Fans auf die Dauer nicht mehr so gut. Aber die alten Figuren waren damals schon cool. Habe da auch noch viele von.

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  3. der Nachbar sagt:

    Klar, die alten (ersten) Figuren waren im nachhinein natürlich viel kultiger.
    Die letzte Figur, die ich hatte, war der Roboter (hieß der nich Robot-Man?) mit der auswechselbaren Waffenhand. Aber irgendwann war er weg. 😦

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  4. Crayton sagt:

    Ich glaube du meinst Roboto. Den habe ich auch. Muss nur mal schauen ob der ne auswechselbare Waffenhand hat. Wen er es nicht ist schaue ich mal in meinem Toy Hunter Journal. Da sind die meisten Figuren drin.

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  5. Master of Disaster sagt:

    Diese neue Storyline fand ich nicht berauschend. Habe auch nur die alten Sachen gelesen und gesammelt. Bis eben auf dieses Heft hier und dann noch die nächsten zwei. Das hier ging ja noch aber die nächsten waren dann richtig grottig. Habe mich damals dann von He-Man und Co. verabschiedet. Von den neuen Figuren hatte ich mir keine mehr geholt. Die alten habe ich aber immer noch. Schön im Schrank aufgestellt.

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  6. Bendrix sagt:

    Die hatte er. Und wenn man ihn bewegte drehten sich Zahnräder in seinem durchsichtigen Brustkorb.

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  7. der Nachbar sagt:

    Ja genau, den meinte ich.

    Und wenn man ihn bewegte drehten sich Zahnräder in seinem durchsichtigen Brustkorb.
    Und dabei ging sein „Mund“ auch immer auf und zu. 😀

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