Review #128: The Amazing Spider-Man #629, April 2010, Marvel Comics

Guten morgen alle zusammen,

ich komme nun mal zum dritten und letzen Teil des Spider-Man-Arcs der sich mit dem Juggernaut und dem neuen Captain Universe beschäftigt. Während mich der erste Teil dieses Arcs noch überzeugen konnte, war ich von der Story her vom zweiten Teil etwas enttäuscht gewesen. Dennoch habe ich mir auch den dritten Teil hier gekauft. Denn einerseits will ich dann doch den Arc auch komplett haben und zeichnerisch waren die beiden ersten Teile ja auch ganz gut. Also kann man mit dem Heft hier eigentlich nicht viel falsch machen. Außerdem müsste hier ja auch endlich die Origin von Captain Universe geklärt werden. Und die hatte mich schon interessiert. Ein weiterer Kaufgrund war sicherlich, das dieses Heft auch den Prolog des nächsten Arcs „SHED“ enthält.

Storytitel
Story 1: With Greater Power
Story 2: SHED-Prologue

Inhalt
Hier erfährt man nun wer Captain Universe wirklich ist, wie er zu diesem wurde und warum er den Juggernaut so hasst. Nachdem er seine Geschichte seinen beiden Kontrahenten Spider-Man und Juggernaut erzählt hat, versucht er nun letzteren zu töten. Doch die geheimnissvolle Kraft die ihn zu Captain Universe machte, nimmt ihm seine Fähigkeiten plötzlich und überträgt die Kräfte des Captain Universe auf den Juggernaut. Dieser erfüllt dann die eigentliche Aufgabe, für die diese Kraft Captain Universe hier vorgesehen hatte. Danach verlässt die Kraft auch wieder den Juggernaut und verschwindet einfach. Am Ende des Heftes (einige Wochen nach den Ereignissen) sieht man Will Nguyen, wie Captain Universe eigentlich richtig heißt, in einer Talk Show sitzen und über sein neues Buch „Ich überlebte den Juggernaut“ sprechen, welches ein wahrer Verkaufsschlager ist. Die zweite Story ist ein Prolog zum nächsten Story-Arc „SHED“. Dort sieht man, wie Doktor Connors und seine Assistentin Marissa Experimente mit zwei Echsen durchführen. Von seinem Arbeitgeber wird Connors dann mächtig unter Druck gesetzt, diese Versuche endlich an Menschen durchzuführen, da er sonst seinen Job verliert. Das macht den Doktor sehr wütend.

Story
Nun ist  es also endlich soweit, der Leser bekommt hier endlich die Origin von Captain Universe geliefert. Diese ist allerdings weniger spannend als ich erhofft habe. Will Nguyen hat also indirekt durch einen Kampf zwischen Spider-Man und dem Juggernaut seinen Job verloren. Seine Firma hat durch die entstandenen Schäden des Kampfes, höhere Kosten und muss daher Leute entlassen. So trifft es auch Nguyen, der danach keinen vernünftigen Job mehr findet. Zu seinen daraus resultierenden Geldsorgen kommt dann noch hinzu, dass ihn seine Frau verlässt. Als er dann noch von einer Brücke fällt macht ihn die geheimnisvolle Kraft zu Captain Universe. Statt sich aber seiner eigentlichen Aufgabe zu widmen, sinnt er nur auf Rache an dem Juggernaut. Klar das ihm seine Kräfte dann wieder weggenommen werden. Alles schön und gut, aber doch ein wenig schwach. Da hatte ich mehr hinter der ganzen Sache vermutet. So versinkt diese Story dann doch im Mittelmaß. Den Kurzeinsatz des Juggernauts als Captain Universe fand ich dann auch total überflüssig. Wenigstens ist Nguyen am Ende der Story nicht mehr der Loser. Mit seinem Buch „Ich überlebte den Juggernaut“ macht er nun wohl richtig Kohle. Diese Idee von Autor Roger Stern, von dem ich übrigens schon viel stärkere Stories gelesen habe, hat mich dann doch schmunzeln lassen und ist mein einziges kleines Story-Highlight der ansonsten mäßigen Geschichte. Da die zweite Geschichte hier ja nur ein fünfseitiger Prolog zum nächsten Arc ist, lässt sich noch nicht viel darüber sagen. Deßhalb werde ich diese paar Seiten auch noch nicht bewerten. Ich war zwar zu diesem Zeitpunkt schon voller Vorfreude auf diesen Arc, aber der Prolog hat zumindest storytechnisch nichts dazu beigetragen, dafür war auch noch zu wenig „Story“ vorhanden.

Artwork
So mäßig die Geschichte auch ist, das Artwork hat mich auch hier überzeugt. Insgesamt kann man sicherlich sagen, das zumindest die Bilder bei diesem Arc gestimmt haben. Abstriche mache ich auch hier, wie schon im ersten Teil, bei Carlie Cooper. Die sieht in Lee Weeks Version hier einfach nicht so doll aus. Beim SHED-Prolog übernimmt ja, wie dann auch im Arc selber, wieder einmal Chris Bachalo den Part des Zeichners. Bei ihm bin ich ja immer hin und her gerissen. Mal passen seine Zeichnungen gut zur Story, mal mag ich sie einfach nicht und finde sie unpassend. Hier möchte ich zu einer entgültigen Bewertung dann den eigentlichen Arc abwarten, den ich mir in den nächsten Tagen dann für den Blog nochmal vornehmen werde.

Fazit
Das Finale des Arcs hat mir nicht so gut gefallen. Würde ich nur die Story bewerten, dann gebe es für dieses Heft von mir sicherlich nur einen Stern. Da das Artwork mich aber den ganzen Arc hindurch überzeugt hat und auch hier nichts an Qualität einbüßt, werden es dann doch nochmal 2 Sterne. Damit ist das Heft allerdings mehr als gut bedient.

Künstler
Story 1: Roger Stern (Autor), Lee Weeks (Zeichner & Tuscher), Dean White & Matt Hollingworth (Farben), Lee Weeks & Dean White (Cover)
Story 2: Zeb Wells (Autor), Chris Bachalo (Zeichner & Tuscher & Farben)

Bewertung

6 Responses to Review #128: The Amazing Spider-Man #629, April 2010, Marvel Comics

  1. Master of Disaster sagt:

    Ein überflüssiger Arc. Überhaupt frage ich mich warum man hier einen neuen Captain Universe installiert und er dann nach nur drei Heften wieder Geschichte ist. Überhaupt halte ich die Figur im Marvel-Universum für überflüssig. Da gibt es jede Menge andere Leute die seine Aufgaben übernehmen könnten.

    Liken

  2. der Nachbar sagt:

    Ein überflüssiger Arc.
    Würd ich nicht so unbedingt sagen. Ich finde, der eigentliche „Star“ der Story ist ja nicht die zugegebenermaßen eher unbedeutsame Figur des Captain Universe, sondern viel mehr der Juggernaut.
    Das wird am Ende der Story noch mal unterstrichen, indem er die Superkräfte von Captain Universe erlangt und seine ursprüngliche Arbeit macht.
    Und da es letztendlich also mehr um den Juggernaut geht, der ja eine bedeutendere Rolle bei Spideys Geschichten einnimmt, hat der Arc schon seine Daseinsberechtigung.

    Außerdem muss es doch auch schwächere Arcs geben, sonst gäb es ja gar keine Vergleichsgrundlage mehr. 😉

    Liken

  3. Crayton sagt:

    Würde den Arc auch nicht als überflüssig bezeichnen. Obwohl du sicherlich mit Captain Universe recht hast. Der ist schon nach drei Ausgaben wieder weg vom Fenster. Das ist ein wenig früh. Über seine Notwendigkeit im Marvel-Universum kann man sicherlich streiten.

    Liken

  4. Bendrix sagt:

    Hm…jetzt auch gelesen. Alles in allem vielleicht der schwächste Arc seit ich wieder ASM lese. „Der Juggernaut hat mich arbeitslos gemacht also Räche ich mich als Captain Universe“-Reißbrettpliot auf 3 Ausgaben ausgewalzt?
    Immerhin gab mit Lee Weeks einen tollen Spider-Man Zeichner.

    Liken

  5. Crayton sagt:

    Hi Bendrix,
    da hast du sicherlich recht. Aber das Artwork entschädigt für die schwächelnde Story wenigstens. Seit wann bist du denn wieder bei ASM eingestiegen? Warum hast du es erst jetzt gelesen? Ist das vielleicht wie bei mir? Habe hier einen dicken Stapel Comics liegen und komme kaum mit dem lesen nach.

    Liken

  6. Bendrix sagt:

    So richtig in die Pullliste habe ich erst wieder seit dem SHED-Arc genommen. Hab dann zumindest die meisten Gauntlet-Hefte ge-ebay-ed. Das ist der eine Grund warum ich es erst jetzt gelesen habe.
    Den Stapel gibt es natürlich trotzdem.

    Liken

Und was sagst du dazu?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: