Film-Review #01: Judge Dredd (1995)

Guten Morgen alle zusammen,

hier kommt nun also mein erstes Film-Review. Welche Comicverfilmung soll ich hier für mein erstes Review nehmen? Ich habe mich für Judge Dredd entschieden, da ich diesen zuletzt gesehen habe. Obwohl der Film nun schon 15 Jahre auf dem Buckel hat, habe ich ihn letztens im TV zum ersten Mal überhaupt komplett gesehen. Seine schlechten Kritiken kannte ich ja schon, doch wie hat mir der Film gefallen?

Inhalt
In ferner Zukunft ist die Erde durch Unruhen und Kriege verwüstet. Die Menschen leben in riesigen Städten, den sogenannten „Megacities“. Die größte Stadt ist Mega City One. Hier herrscht Korruption und Verbrechen. Regiert wird die Stadt von einer Polizeiregierung, die ihre Gesetze mit Hilfe von Street-Judges aufrechterhalten. Diese Agenten sind Polizist, Richter und Henker in einer Person. Derbekannteste Street-Judge ist Judge Dredd, der unbeirrt an das Gesetz glaubt und selbst kleinere Vergehen oft mit drakonischen Strafen verhängt. Doch eines Tages wird er selbst wegen Mordes angeklagt und seine Welt und seine Wertvorstellungen geraten ins Wanken.

Meine Meinung
Der Film hat eigentlich alle Voraussetzungen mir zu gefallen. Eine düstere Zukunft in der Verbrechen und Korruption regieren. Mit Judge Dredd einen Helden der sich in dieser Welt behaupten muss, noch dazu verkörpert von Sylvester Stallone einem der Actionhelden der 80er und 90er Jahre. Obwohl ich ja die schlechte Kritik die der Film bekommen hat kannte, habe ich versucht völlig unvoreingenommen an dieses Werk heranzugehen und zu schauen wie er mir zusagt. Na ja was soll ich sagen, auch mich hat dieser Film enttäuscht. Obwohl ich den Plot hier mag und mir die Wendungen die es während des Films gibt ganz gut gefallen haben (zum Beispiel das sich Rico als Dredds Bruder herausstellt), spielen die Schauspieler allen voran Stallone das Ganze leider recht steif, was mich weniger begeistert hat. Dadurch stellte sich bei mir schnell Langeweile ein. Da habe ich von Stallone schon weitaus bessere Filme in den 80er aber auch in den 90er Jahren gesehen. Die special effects sind ok aber haben mich auch nicht vom Hocker gerissen. Und ich messe sie nicht mit den heutigen Möglichkeiten, die es auf diesem Gebiet gibt sondern vergleiche sie mit anderen Filmen dieser Zeit. Und da sind so Filme wie zum Beispiel Independence Day aus dem Jahre 1996 um Klassen besser. Das heißt dort wäre mehr möglich gewesen.

Ein paar Hintergrundinfos
Trotz der insgesamt negativen Kritik war der Film an den Kinokassen durchaus erfolgreich und spielte bei Produktionskosten von 85 Millionen US-Dollar weltweit rund 114 Millionen US-Dollar an. Damit ist es Regisseur Danny Cannons bisher erfolgreichster Film. Für die schwächsten Szenen im Film machte dieser übrigens nachher Sylvester Stallone verantwortlich der darauf bestanden hatte einige Szenen im Drehbuch umschreiben zu lassen. Interessant ist auch das ursprünglich Arnold Schwarzenegger für die Rolle des Judge Dredd vorgesehen war.

Fazit
Der Film ist nicht gerade gut. Dennoch würde ich ihn nicht als Trash-Film bezeichnen wie es HenrX mal gemacht hat, das finde ich zu hart. Der Film ist einfach eine der schwächeren Comicverfilmungen.

Künstler
Danny Cannon (Regie), William Wisher Jr. & Steven E. de Souza (Drehbuch), Sylvester Stallone (Judge Dredd), Jürgen Prochnow (Judge Griffin), Rob Schneider (Herman Ferguson), Max von Sydow (Chief Justice Fargo)

Bewertung

4 Responses to Film-Review #01: Judge Dredd (1995)

  1. Miew sagt:

    Dieser Film gewinnt den Preis für die meisten „Ich werd plötzlich von hinten erschossen“ Szenen.

    Auch lustig, wie Dredd nachher bei seiner Rückkehr die anderen Judges umbringt, die ihn ja für einen Verbrecher halten. Im Film wird es so dargestellt als sei er deswegen total cool, dabei sollte er sie eigentlich ausschalten ohne zu töten. Am Ende sind dann alle happy – dass Dredd die ganze Mannschaft ordentlich dezimiert hat vergessen sie wohl in dem Moment.

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  2. Ratzfatz sagt:

    NaJa, wenn man die Comics kennt, ist der Bruder Twist nicht so ne Überraschung.

    Also abgesehen davon, dass sie nur wenig vom Comic in den Film retten konnten und wollten, fand ich Rob Schneider schrecklich! Ich finde den zwar ohnehin niergends witzig, aber speziell hier fand ich ihn als Comic Relief völlig unpassend.

    Gefallen hat mir das Design der Stadt.
    Interessant wäre auch zu wissen welche Szenen Stallone hier umgeschrieben haben soll. Ich will hier nochmal dran erinnern, dass er hier hin und wieder auch ein gutes Händchen hat(FIST, Rocky, First Blood,…)

    Das ist sicherlich keine Vorzeige-Verfilmung eines Comics aber insgesamt fand ich den jetzt nicht so übel. Popcorn-Kino. Ich hab mir nicht viel erwartet und wurde gut unterhalten. Da haben mich andere Filme schwerer enttäuscht.

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  3. der Nachbar sagt:

    Gemeint sind wahrscheinlich u.a. die Szenen, in denen Judge Dredd/Stallone, im Gegensatz zum Comic, nicht den Helm auf hat. Während in den Comics die Hauptfigur so gut wie nie den Helm abnimmt, kommt das im Film immer wieder mal vor.

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  4. Ratzfatz sagt:

    Du hast Recht… Und du kannst es ruhig noch extremer ansetzen als „so gut wie nie“ denn Dread hat (bis auf Kindheits-Flashbacks) NOCH NIE sein Gesicht gezeigt…

    Aber das meinte ich eh auch bei „nur wenig vom Comic in den Film retten wollten“

    Aber du wirst Recht haben. Schauspieler wollen logischerweisem dass man ihr Gesicht sieht, weshalb Superhelden Rollen zumeist ja auch meistens nur von jungen Schauspielern übernommen werden…

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