Review #114: The Amazing Spider-Man #573, Dezember 2008, Marvel Comics

Guten Morgen Leute,

ich komme nun mal zum Finale von „New Ways to Die“. Spider-Man schwer verletzt, Anti-Venom, die Thunderbolts, Mac Gargan wieder als Scorpion und Norman Osborn wieder im Green Goblin Kostüm, dass sind alles Voraussetzungen für ein würdiges Finale. Auf dieses werde ich hier auch hauptsächlich eingehen, wobei es hier auch eine zweite Geschichte gibt, die aber nichts mit „New Ways to Die“ zu tun hat. Auch über diese  achtseitige Story werde ich natürlich ein paar Worte verlieren. Allerdings werden das nur ein paar Sätze sein. Denn im Focus dieses Reviews steht natürlich der 6.Teil des „New Ways to Die“ Story-Arcs.

Storytitel: New Ways to Die Part 6 – Weapons of Self Destruction (Hauptstory), und Lo there Shall Come, this Man… this Candidate (2. Story)

Inhalt
Spider-Man und Anti-Venom machen sich auf den Weg zu Osborn und den Thunderbolts. Dabei ist Spidey ziemlich verletzt und hat seine Wunden, die er sich bei seiner Auseinandersetzung mit Bullseye und den Männern Osborns im letzten Heft zugezogen hatte, nur notdürftig mit seinem Spinnennetz verbunden. Nun kommt es zum entscheidenden Kampf. Besonders zwei Duelle stehen dabei im Vordergrund. So trifft Spider-Man auf Osborn, der hier wieder als Green Goblin agiert, während Anti-Venom auf den Scorpion trifft. Das Ganze wird zu einer riesigen Schlacht. Die 2. Story hier handelt von dem in den USA sehr bekannten Satiriker Stephen Colbert. Dieser wird von J.J. Jameson als möglicher Präsidenschaftskandidat unterstützt. Im weiteren Verlauf der Story gerät Colbert in einen Raubüberfall des Grizzlys und macht dann auch die Bekanntschaft von Spider-Man, der den Schurken dabei aufhält.

Story
Während ja der fünfte Teil von der Story her etwas schwächelte, gibt es hier wieder eine super Geschichte von Autor Dan Slott, die mir unheimlich gut gefallen hat und ein würdiges Finale des Stroy-Arcs ist. Wer auf viel Action steht, kommt hier voll auf seine Kosten. Besonders interessant sind die beiden oben erwähnten Duelle, also zwischen Spider-Man und Green Goblin und Anti Venom der es mit Scorpion zu tun bekommt. Ich fand es schon erstaunlich, wie gut sich Spider-Man gegen den Kobold hält, obwohl er ja verletzt ist. Das ist vielleicht die einzige Schwäche der Geschichte. Hier hätte ich mir etwas mehr Überlegenheit von Norman gewünscht. Wobei Spidey schon ordentlich einstecken muss. Der Scorpion schafft es mit Hilfe seines Stachels Anti-Venom das Gegengift zu injizieren. Worauf dessen neuer Anti-Venom Symbiont scheinbar stirbt und nur noch Eddie Brock übrigbleibt. Am Ende des Heftes sieht man aber das Eddie wohl weiterhin Anti-Venom ist und sein Symbiont (bin mir eigentlich nicht sicher ob es sich dabei überhaupt um einen solchen handelt) überlebt hat. Nachdem er seinen Widersacher scheinbar besiegt hat, verwandelt sich Scorpion auch wieder völlig in Venom, da sich sein Symbiont (hier stimmt das ja auf jedenfall) wieder völlig regeneriert hat. Eine interessante Szene bietet auch die Pressekonferenz die Norman einige Tage später nach diesen Ereignissen gibt. Da stellt er sich als guten Wohltäter hin und Spider-Man als den „Bösen“, der sein Haus zerstört hat, in welchem Norman angeblich nach Heilmitteln für diverse Krankheiten geforscht hat. In der öffentlichen Wahrnehmung bleibt bleibt Norman Osborn der gute und Spider-Mans Ruf leidet weiter. Eine Situation die sich in weiteren Heften noch verstärken wird. Ganz gut fand ich auch gegen Ende des Heftes die Szene als Lily, die ja Harrys Freundin ist, Peter einen Kuss gibt. Dadurch scheint sich Peters Privatleben weiter zu verkomplizieren. Das heißt das es auch privat für Peter weiterhin spannend bleibt. Eine weitere schöne Szene ist, als Martin Li zum ersten Mal bei Tante May ein wenig ausrastet und sie anschnauzt. Da kam wohl etwas seine Mr. Negative Persönlichkeit bei ihm durch, was man auch an seinen leutenden Augen sieht. Die 2.Story mit diesem Colbert fand ich total überflüssig. Sie bringt die Serie nicht weiter und war sehr langweilig geschrieben. Da bin ich von Mark Waid, der hier als Autor fungiert, viel Besseres gewohnt. Ich kenne Colbert auch nicht weiter, weiss aber das er in Amerika wohl ne große Nummer ist. Aber da in Amerika da ja damals die Wahl zwischen Obama und McCain lief, war das für die Amis bestimmt amüsant das zu lesen. Auch der Schurke der hier auftaucht, der Grizzly, hat mich noch nie interessiert. Für mich also eine völlig uninteressante Zweitstory.

Artwork
John Romita gibt hier im 6.Teil von „New Ways to Die“ nochmal alles. Wunderbar sind seine Zeichnungen. Erneut überzeugen mich die Actionszenen am meisten. Aber auch die ruhigen Momente hat er gut in Szene gesetzt. Seine Lily Hollister sieht übrigens richtig gut aus. Am besten fand ich aber das Panel, als Gargan sich wieder völlig in Venom verwandelt und sein Scorpion-Outfit platzt. Wirklich ein grandios gezeichnetes Bild von Romita Jr. Bei der 2.Story waren die Zeichnungen von Patrick Olliffe ganz ok. Nichts Besonderes, aber durchaus solide Comic-Kunst. Ein Panel fand ich allerdings auch hier besonders gut. Nämlich das in dem Colbert sein Jacket und seine Krawatte in den Müll wirft und dann geht. Das ist eine Homage an das Heft The Amazing Spider-Man #50, in dem Peter das selbe mit seinem Kostüm tut. Das gleiche Bild eigentlich nur mit anderen Personen. Das war allerdings auch das Einzige was mir an dieser zweiten Story vom Artwork her richtig gefallen hat.

Fazit
Wenn man nur die Hauptstory, dass Finale von „New Ways to Die“ betrachtet, dann ist dieses Heft sowohl von der Story als auch vom Artwork her ein 4 Sterne Comic. Aber ich muss/möchte das Heft ja mit seinem gesammten Inhalt bewerten. Wenn ich das mache, dann gibt es für die Zweitstory einen Stern Abzug. Die war wirklich belanglos und hatte bis auf das erwähnte Panel nichts zu bieten. Insgesamt würde ich den Story-Arc „New Ways to Die“ aber jedem empfehlen.

Künstler
Hauptstory: Dan Slott (Autor), John Romita Jr. (Zeichner), Klaus Janson (Tuscher), Dean White (Farben), John Romita Jr. (Cover)
2.Story: Mark Waid (Autor), Patrick Olliffe (Zeichner), Serge Lapointe (Tuscher), Rain Beredo (Farben)

Bewertung

5 Responses to Review #114: The Amazing Spider-Man #573, Dezember 2008, Marvel Comics

  1. Dragon sagt:

    Vielleicht sollte ich mir den Arc mal als Trade holen. Habe ja schon einige gute Reviews dazu gelesen.

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  2. Crayton sagt:

    Der ist auch sehr gut. Ja, hole ihn dir mal.

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  3. comicfanboy sagt:

    Stimme Crayton zu. Der Arc war stark. Lohnt sich!

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  4. holzbein sagt:

    Gefällt mir wenn du wie hier das Cover auch mal linksbündig machst oder rechtsbündig wie im Review davor.

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  5. Crayton sagt:

    Hi Holzbein,
    gefiel mir so auch ganz gut. Denke ich werde das jetzt bei Reviews immer Mal vaarieren. Mal rechts mal links mal zentral. Bringt optisch mehr Abwechslung rein.

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