Comic-Klassiker der Woche #31: Superman – The Man of Steel (TPB), Januar 1987, DC Comics

So Leute,

da heute Montag ist darf natürlich mein wöchentliches Comic-Klassiker-Review nicht fehlen. Nachdem sich die letzten beiden Folgen dieser Reihe verspätet hatten, will ich heute mal wieder pünktlich abliefern. Außerdem bietet dieses Review ein wenig Abwechslung zu meinen Spider-Man-Reviews der letzten und der nächsten Tage.

Dieses Comic ist übrigens kein Trade der Ongoing-Serie Superman -The Man of Steel, die zwischen 1991 und 2003 monatlich erschien und es in diesem Zeitraum auf 136 Ausgaben brachte! Sondern beinhaltet dieses Heft vielmehr die von John Byrne geschriebene und gezeichnete gleichnamige 6 teilige Mini-Serie von 1986.

beinhaltet Superman – The Man of Steel #1-6, in den USA erschienen von July bis September 1986

Inhalt
In den hier enthaltenen 6 Heften werden die Anfänge von Superman, von seiner Ankunft als Baby auf der Erde bis zu seinen ersten Treffen mit einigen wichtigen Figuren seiner Welt gezeigt. So zeigt das erste Kapitel wie er auf der Erde ankommt und sich seine Kräfte langsam entwickeln, bis er das erste Mal als Superman eine Heldentat verbringt. Das zweite Kapitel zeigt dann sein Eintreffen in Metropolis und führt Charaktere wie zum Beispiel Lois Lane ein. Im dritten Kapitel kommt es dann zur Begegnung zwischen Superman und Batman. Im vierten Kapitel steht dann sein Erzfeind Lex Luthor im Focus. Dieser versucht im fünften Kapitel Superman zu klonen, was zu Bizarro führt. Im abschließenden sechsten Kapitel kehrt Superman nochmal nach Smallville zurück und trifft dort auf eine Projektion seines leiblichen Vaters Jor-El. Dieses Ereigniss liefert ihm und dem Leser viele Information betreffend seiner Herkunft.

Story
Nachdem DC in Mitte der 80er Jahre mit dem Crossover Crisis on Infinite Earth (bespreche ich auch bald mal bei meinen Klassiker) sein Universum aufgeräumt hatte, bekam John Byrne den Auftrag auch Superman fit fürs 21.Jahrhundert zu machen. Dies ist Byrne mit dieser Mini-Serie auch gelungen. Der Autor verpasst dem ältesten und bekanntesten Superhelden hier eine ganz neue Origin also Entstehungsgeschichte. Viele Änderungen die Byrne hier im Vergleich zur alten Entstehungsgeschichte vornimmt, sind zwar klein, haben aber eine große Auswirkung. So verhält es sich zum Beispiel hier mit Supermans Superkäften. Früher hatte der Held diese Kräfte schon als Kind und Jugendlicher. Bei Byrnes Superman zeigen sich diese Kräfte allerdings erst als er fast erwachsen ist. Ihr denkt nun sicher, dass das keine große Veränderung ist? Das ist sie aber doch. Denn nach dieser neuen Origin konnte es gar keinen jugendlichen Superboy geben. Ein Held mit diesem Namen tauchte erst in den 90er Jahren wieder auf im Zuge des Story-Arc “ The Return of Superman“ (bei mir in Klassiker-Review #8 besprochen). Und dieser ist dann auch keine junge Version von Superman sondern ein Klon von ihm. Eine weitere interessante Änderung nimmt Byrne bei Lois Lane vor. Hier ist sie im Gegensatz zu früher nicht mehr eine hilflose Heulboje, sondern eine toughe Reporterin die weiss was sie will und sich auch selbst zu helfen weiss. Auch Supermans Erzfeind wird von Byrne anders intepretiert als früher. Aus dem kriminellen Wissenschaftler alter Tage wird hier ein steinreicher Geschäftsmann, der bei seinen kriminellen Geschäften meist im Hintergrund die Fäden zieht und sich nicht mehr selbst die Hände schmutzig macht. All diese Veränderungen haben mir sehr gut gefallen. Auch wirkt Superman hier nicht mehr ganz so mächtig wie früher. Auch das ist Begrüssenswert. Interessant auch das erste Zusammentreffen zwischen Superman und Batman. Der dunkle Ritter ist und bleibt hier etwas misstrauisch und reserviert gegenüber dem Mann aus Stahl. Das führt zu einer sehr guten Geschichte mit den beiden Helden. Insgesamt ist diese Neuinterpretation von Superman sehr gut geschrieben, und war und ist interessant zu lesen.

Artwork
John Byrne ist hier ja nicht nur Autor, sondern setzt seine Story auch direkt als Zeichner visuell um. Wenn Autor und Zeichner eine Person sind, dann hat das meist den Vorteil, dass Story und Zeichnungen zueinander gut passen. Allerdings nur wenn der Künstler sowohl gut schreiben als auch zeichnen kann. Byrne hat beides ja schon oft bewießen und so liefert er auch hier ein stimmiges Gesamtwerk ab. Besonders seine Zeichnungen haben mir schon immer ganz gut gefallen. So auch hier. Da kann ich nur sagen: Daumen hoch.

Fazit
Dieses Comic bietet eine sehr gute Neuinterpretation von Superman, die zwar schon lange nicht mehr aktuell ist, aber dennoch auch heute noch sehr lesenswert ist. 4 Sterne bekommt dieses Werk von mir.

Künstler
John Byrne (Autor & Zeichner), Dick Giordano (Tuscher), Tom Ziuko (Farben), John Byrne (Cover)

Bewertung

One Response to Comic-Klassiker der Woche #31: Superman – The Man of Steel (TPB), Januar 1987, DC Comics

  1. comicfanboy sagt:

    Meiner Meinung nach die beste Origin-Story von Superman überhaupt.

    Gefällt mir

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