Review #107: Ghostface, Mai 2010, Tokyopop

Hallo Leute,

bei dem Comic Ghostface hat mich vor allem das Cover und der Titel dazu bewegt, mich für dieses Heft zu entscheiden. Beim ersten Durchblättern hatte ich dann das Gefühl, hier einen guten Fang gemacht zu haben.

Inhalt
Die Geschichte spielt in einer möglichen Zukunft. Dort wird die Gesellschaft mit der zunehmenden Gewalt und Kriminalität nicht mehr fertig. Also entschließt man sich dazu, eine Insel, die zu einer Stadt gehört, zu isolieren und nun bekommt jeder verurteilte Schwerverbrecher das Angebot, entweder seine Strafe abzusitzen oder er wird amnestiert und muss dann auf Sodo, der besagten Insel, leben und darf sie nie wieder verlassen. 60 Jahre vergehen und in der Stadt von der Sodo einst abgespalten wurde, ist über deren heutiger Zustand nicht viel bekannt. Die Bewohner der Stadt gehen davon aus, das auf der Insel reine Gewalt regiert. Als dann ein Inselbewohner zurückkehrt, ein geheimes Forschungsobjekt eines Pharmakonzerns stiehlt und dabei locker mehrere Elite-Einheiten der Polizei massakriert, ist eins klar: jemand muss diesen Vorfall aufklären und dazu auf die Insel gehen.

Story
Ghostface ist eine reine Actiongeschichte. Und eine äußerst brutale noch dazu. Zum Beispiel werden mehrere schwerbewaffnete Polizeitrupps im wahrsten Sinne des Wortes in Stücke gehackt. Auch als die Verantwortlichen des Pharmakonzerns sich beraten, wie man nun am besten auf diese Situation reagieren soll, wird schnell klar, dass hier Gewalt mit Gegengewalt beantwortet werden soll. Soldaten sollen auf die Insel geschickt werden, um die Sache zu klären. Dabei sind sie bereit, mit viel Gewalt dieses Vorhaben durchzusetzen und haben auch noch Freude daran. Neben der physischen Gewalt, die es hier zu Hauf gibt, sieht man wie die Konzernmanager untereinander auch psychische Gewalt ausüben. In der hier gezeigten Welt gilt allgemein das Recht des Stärkeren. Jeder versucht also alles, um sich durchzusetzen. Die Geschichte ist nicht tiefgründig, aber hat mich dennoch gut unterhalten. Es ist eine gute Actionstory, die auch nicht versucht, das zu verstecken. Hier gibt es geradeaus eins auf die Zwölf. Wer einfach mal jede Menge Action sehen möchte, ist hier richtig. Die Charaktere sind recht oberflächlich beschrieben. Es sind alles Machos, die nur daran denken, ihre Gegner platt zu machen. Wer also ein Comic mit Tiefsinn sucht, ist hier fehl am Platz. Da ich aber keine besonderen Erwartungen an dieses Heft hatte, gefiel es mir ganz gut, denn zwischendurch ist so eine Portion pure Action auch recht unterhaltsam.

Artwork
Die Zeichnungen vermitteln schon mit den ersten Bildern direkt das Gefühl, dass man sich hier auf einer endzeitlichen Welt befindet, in der es keine Regeln mehr gibt und das Recht des Stärkeren gilt. Die Atmosphäre, die hier dargestellt wird, erinnert mich ein wenig an der Film Die Klapperschlange. Auch dort hat man ja die Verbrecher auf eine Insel verbannt und der Held des Films Snake Plissken muss diese nun betreten, um den dort abgestürzten Präsidenten zu befreien. Die Grundelemente findet man auch hier und sie sind visuell perfekt umgesetzt. Alles ist recht düster gehalten und vermittelt ein unheimliches Gefühl. Insgesamt stellt das Artwork die Story perfekt dar und hat mich richtig begeistert.

Fazit
Die Story ist zwar etwas dünn. Sie handelt praktisch nur von Gewalt. Aber das Artwork ist wirklich eine Augenweide. Daher vergebe ich hier insgesamt drei Sterne.

Künstler
Hyung Min-Woo (Autor und Zeichner)

Bewertung



3 Responses to Review #107: Ghostface, Mai 2010, Tokyopop

  1. Dragon sagt:

    War von dem Heft echt begeistert. Artwork phantastisch. Bringt super die Atmosphäre rüber. Aber auch die Story fand ich excellent. Da haben sie wirklich etwas aus dem Film Klapperschlange geklaut. Aber sehr gut geschrieben. Hatte da viel Spass beim Lesen.

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  2. der Nachbar sagt:

    Hey Dragon,

    schön, dass du mal wieder hier vorbeischaust. Hattest du nicht mal nen (Tatzes-)Blog? Was ist denn da passiert? Keine Zeit/Lust mehr?

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  3. Dragon sagt:

    Tatzes-Blog? Ne das bin ich nicht. Habe leider gar keine Zeit für nen eigenen Blog. Wobei Lust hätte ich schon. Stimmt, habe länger hier nicht mehr vorbeigeschaut. Aber das werde ich jetzt wieder öfters machen.

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