Review #103: The Spirit, Mai 2010, Salleck Publications

Hallo Leute,

bisher hatte ich noch kein The Spirit Comic gelesen. Da ich aber schon immer mal was von diesem klassischen Helden (sein Debüt gab Spirit bereits 1940) lesen wollte, habe ich am Gratis-Comic-Tag natürlich gerne zugegriffen, als ich ein entsprechendes Heft noch in einer Box liegen sah. Da ich meine anderen Favoriten (Blackest Night #0, Iron Man und Micky Maus) nicht bekommen habe, war es von meiner Tagesausbeute (neun Comics) besonders dieses Heft, auf das ich am meisten gespannt war.

Dieses Heft enthält folgende vier Geschichten:
1. P´Gell, 6. Oktober 1946
2. Die Erbschaft, 11. April 1948
3. Der Auftrag in Paris, 23. Mai 1948
4. Der Smaragd von Rajapur, 30. Mai 1948

Inhalt
Story 1: Spirit kommt nach Istanbul, um dort die Kalkow-Formel, welche ewiges Leben verspricht, für die Menschheit zu sichern. Durch Intrigen der schönen P´Gell gerät er dabei immer wieder in verzwickte Situationen. Wird es ihm gelingen die Formel sicher nach Amerika zu bringen?
Story 2: Hier muss sich Spirit mit seiner Freundin Ellen herumschlagen. Diese kann nur die Erbschaft ihres Vaters antreten, wenn sie vorher geheiratet hat. Als zukünftigen Ehemann hat sie natürlich Spirit im Visier. Dieser ist allerdings auf der Jagd nach dem Verbrecher Rattsy Trapp. Zwei schwierige Situationen für den Spirit.
Story 3: In Paris trifft Spirit erneut auf P´Gell. Beide verfolgen wiedereinmal das gleiche Ziel. Sie wollen Don Carlos schnappen. Wird P´Gell wieder versuchen den Spirit auszutricksen?
Story 4: Silk Satin wird in Großbritannien zum Tode verurteilt. Spirit will wissen, was dahinter steckt und befreit sie. Doch die Wahrheit herauszufinden erweist sich als nicht gerade einfach.

Story
Meine Inhaltsangaben der vier Geschichten sind ja relativ kurz ausgefallen. Das hängt einfach damit zusammen, dass die einzelnen Geschichten auch wirklich sehr kurz sind. Eine Story ist hier nur zwischen sieben und acht Seiten lang. Das wundert mich allerdings nicht. Die hier enthaltenen Comics sind über 60 Jahre alt und erschienen damals als wöchentliche Beilage diverser Sonntagszeitungen. Das erklärt natürlich die geringe Seitenanzahl pro Story. Die Geschichten wurden einfach nicht für ein eigenständiges Comic-Magazin konzipiert. Daher sollte man hier auch keine epischen Meisterwerke erwarten. Die erzählerischen Mittel sind zwar vorhanden, nur wird ihnen kaum Platz eingeräumt, weil dieser damals eben nicht zur Verfügung stand. Die Geschichten sind sehr einfach gestrickt und bieten eigentlich keine Überraschungen. Man weiss sehr schnell, wie die Story weitergehen und wie sie beendet werden wird. Dennoch haben mich die Stories, die eine Mischung aus Kriminalgeschichte, Mystery und Komödie sind, recht gut unterhalten und das ein oder andere Mal schmunzeln lassen. Besonders über den Spirit selber musste ich öfters lachen. So gut sich der Held auch anstellt wenn es um Verbrechensbekämpfung geht, so schlecht sieht er im Bezug auf Frauen aus. P´Gell zum Beispiel, der Vamp schlechthin, ist total berechnend und schafft es immer wieder, Spirit aufs Kreuz zu legen. Auch die schöne Ellen hat es faustdick hinter den Ohren und lässt den Helden öfters wie einen Trottel aussehen. Das führt immer wieder zu witzigen Situationen. Dennoch sind mir die Stories insgesamt zu vorhersehbar und zu einfach gestaltet. Das funktioniert zwar als Zeitungsstrip, wirkt aber in Magazinform nicht so gut.

Artwork
Man merkt hier schon, dass diese Spirit-Abenteuer aus den 40er Jahren sind. Aus heutiger Sicht wirken die Zeichnungen doch schon etwas angestaubt. Dennoch sind sie gut genug, um die Stories visuell ordentlich umzusetzen. Die recht einfach gehaltenen Bilder passen zum Stil der Geschichten. Und im Verhältnis zu anderen Comics, die ich aus jener Zeit schon gesehen habe, sind sie sogar recht gut. Das Artwork war für mich okay, ohne mich jetzt besonders zu begeistern.

Fazit
Dieses Comic-Heft hält sicherlich mit dem heutigen Standard in der Comic-Szene nicht mehr mit. Ich fand es recht ordentlich und nett zu lesen, aber es hat konnte mich nicht dazu bringen, mir mehr vom Spirit (zumindest aus der Zeit) zu holen. Für Fans des maskierten Helden lohnt sich dieser Blick in seine Vergangenheit sicherlich mehr. Schön übrigens auch hier, dass es eine Seite mit Infos zum berühmten Will Eisner, dem Schöpfer vom Spirit, gibt, die sogar noch etwas ausführlicher ausfallen als beim Amelia-Comic.

Künstler
Will Eisner (Autor und Zeichner)

Bewertung

One Response to Review #103: The Spirit, Mai 2010, Salleck Publications

  1. Meno sagt:

    Habe auch den ein oder anderen Spiritnachdruck zu Hause. Fand die eigentlich immer ganz amüsant. Die Stories sind recht lustig und die Zeichnungen kein Knaller, aber völlig in Ordnung!

    Gefällt mir

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