Review #102: Und Gott schuf den Comic, Mai 2010, Schreiber & Leser

Grüße und so!

Der erste Thementag neigt sich langsam dem Ende zu, doch halt! Ein Review haben wir heute noch für euch parat. Diesmal geht es um das zugegebenermaßen etwas skurrile Heft Und Gott schuf den Comic vom Franzosen François Boucq. Es bietet Kostproben aus den zwei bisher hierzulande unveröffentlichten Bänden Basta! und Fluchtpunkt für Helden.

Inhalt
Eine Inhaltsangabe zu Und Gott schuf den Comic zu schreiben fällt nicht leicht, da es sich hierbei um mehrere kleinere Geschichten handelt. Teilweise sind es sogar nur ein paar Panels, wie man sie auch in einer Zeitung findet. Als eine wirklich längere Geschichte kann man hier Luzie in the sky nennen. Aus diesem Grund werde ich mich auch nur auf diese eine Geschichte konzentrieren, in der es um eine alte Dame geht, die sich auf den Weg in den Himmel macht und dort Gott treffen möchte.
Luzie ist schon eine betagte alte Dame und macht sich auf den Weg, vor ihren Schöpfer zu treten. Dabei bekommt Luzie, weil sie die fünfhundertmilliardste Leiche unter den praktizierenden Katholiken (original Wortlaut aus dem Comic) ist, nach einer großen Abschiedsfeier in ihrer Kirche, eine gehörige Antriebshilfe in Form einer fliegenden Domspitze. Mit diesem Fluggerät schafft sie es auch tatsächlich bis in den Himmel und landet direkt vor Petrus Füßen. Dieser kontrolliert ihre Personalien und gewährt ihr schließlich Einlass ins Paradies. Luzie ist ganz hin und her gerissen und beinahe wunschlos glücklich. Aber eine Bitte hat sie noch. Sie möchte unbedingt mal Gott sehen. Petrus jedoch ist äußerst skeptisch. Ob das tatsächlich so eine gute Idee war?

Story
Die Story ist ziemlich abgedreht. Schon im ersten Panel sieht man, dass es sich hierbei nicht um eine gewöhnliche Geschichte handelt. Eine alte Oma schreitet feierlich im Astronautenanzug durch eine Kirche und erhält wenig später vom Papst ihren eigenen Totenschein. Richtig schräg wird es aber, wenn sie in der Domspitze in den Himmel fliegt und dort auf Petrus trifft. Und das Ende erst… aber pssst! 😉
Ich würde zugerne wissen, wie Boucq auf diese herrlich abgedrehte Story gekommen ist.

Keine Angst. Im Original gibt es natürlich keine Zensur.

Artwork
Das Beste an Luzie in the sky ist, dass es nicht nur eine herrlich abgedrehte Story ist, sondern dass es auch eine herrlich abgedrehte Story mit sehr gutem Artwork ist. Die Panels sind alle schön gezeichnet und koloriert. In einigen von ihnen kann man die Detailverliebtheit erahnen, mit der Boucq ans Werk gegangen ist (z.B. der Dom und das Pult von Petrus).

Fazit
Und Gott schuf den Comic ist eine Sammlung von Kurzgeschichten und einzelnen Panels, die eigentlich nicht so mein Fall sind. Trotzdem oder gerade deshalb ist es gut, dass ich durch den Gratis-Comic-Tag die Möglichkeit hatte, mir so einen Eindruck von Francois Boucq Werken machen zu können. Einzig die Geschichte Luzie in the sky konnte mich begeistern. Aber nur diese Geschichte alleine kann kein Grund für eine tolle Bewertung sein. Daher vergebe ich für die vorliegende Kostprobe vom Verlag Schreiber & Leser auch nur einen Stern.

Künstler
Francois Boucq (Autor und Zeichner)

Bewertung

*** Aufgepasst! Wer sich selbst ein Bild von diesem Comic machen möchte und wer schon immer mal wissen wollte, wie Gott denn nun aussieht, hat jetzt die Gelegenheit dazu. Den ersten drei Leuten, die uns eine E-Mail mit ihrer Adresse schicken, senden wir jeweils ein Exemplar von „Und Gott schuf den Comic“ zu. ***

2 Responses to Review #102: Und Gott schuf den Comic, Mai 2010, Schreiber & Leser

  1. Tommyknockers80 sagt:

    Stimme dir hier zu. Habe mir das Heft bei nem Freund von mir angeschaut. Fand das nicht doll. Auch die Luzie in the sky Story fand ich nicht gut. Aber sie ist in diesem Heft schon das Beste im Vergleich zum Rest. Denke ich hätte hier sogar keinen Stern vergeben. Die Zeichnungen waren nichts für mich. Cool wie du das Panel hier zensiert hast. Optisch wieder sehr gut gemacht!. Also bis Montag dann!

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  2. der Nachbar sagt:

    Denke ich hätte hier sogar keinen Stern vergeben.
    Naja, also kein Stern wär vllt. echt ein bißchen zu hart gewesen.

    Cool wie du das Panel hier zensiert hast.
    Danke, ich wollt ja schließlich nicht das Beste an der ganzen Story zeigen/verraten. 😉

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