Review #101: Amelia ist die Größte, Mai 2010, Eidalon

Hallo Leute,

den ersten Comic, den ich euch im Rahmen unserer dritten Thementage vorstellen möchte, ist Amelia ist die Größte. Ich hatte vorher noch nie etwas von dieser, in Amerika unter dem Titel Amelia Rules erschienen, Serie gehört. Um es direkt vorweg zu nehmen, mache ich euch darauf aufmerksam, dass dieses Heft kein kompletter Comic ist. Vielmehr findet man hier nur Auszüge aus dem amerikanischen Original Amelia Rules #2 und die Kurzgeschichte Valentines Day Massacre.

Inhalt
Die Heldin dieses Comic-Heftes ist die neunjährige Amelia. Nach der Scheidung ihrer Eltern zieht sie mit ihrer Mutter zu ihrer Tante und kommt auf eine neue Schule. Dort sorgt das aufgeweckte Mädchen schon am ersten Tag für viel Wirbel. Wovon Amelia dem Leser höchstpersönlich in einigen kleinen Episoden erzählt. Die zweite Geschichte handelt vom Valentinstag. In ihr zerbrechen sich Amelia, Reggie und Rhonda den Kopf darüber, wie man dem jeweiligen Schwarm seine Gefühle am besten gestehen könnte.

Story
Für die Geschichten von Amelia und ihren Freunden gehöre ich nicht zur richtigen Zielgruppe. Diese Comic-Serie ist eher etwas für Mädchen im Alter von acht bis zwölf Jahren, würde ich sagen. Mich hingegen hat das Heft nach wenigen Seiten eigentlich nicht mehr so interessiert und ich habe es beiseite gelegt. Da wir uns letzte Woche dazu entschieden haben, die dritten Thementage über den Gratis-Comic-Tag zu machen, habe ich mir Amelia dann doch noch mal vorgenommen. Der hier dargestellte Schulalltag hat mich dann auch ein wenig an meine Schulzeit erinnert. Besonders Reggie ähnelt mir ein wenig.  Anstatt zu lernen, denkt er die ganze Zeit nur an Superhelden wie z.B. Superman und Batman und möchte später selber mal einer werden. Ganz so schlimm war es bei mir zwar damals nicht, aber gewisse Ähnlichkeiten sehe ich doch. Hier gefallen mir die immer wiederauftauchenden Anspielungen auf das Superheldengenre. Auch Modepüppchen wie Britney, Christina und Jessica gibt es wohl auf jeder Schule. Jim Gownley erzählt Geschichten, wie sie im Leben einer Neunjährigen vorkommen können. Nur etwas überspitzter eben. Dabei erzählt er nicht aus der Perspektive eines Erwachsenen, der über Kinder berichtet, sondern aus der Sicht der Kinder. Das finde ich ganz gut. Wobei hier eben vielleicht auch mein Problem liegt. Ich bin eben nicht mehr in diesem Alter und kann mich daher nicht mehr so gut in Amelia reinversetzen. Was mir hier auch nicht so gut gefällt, ist die Tatsache, dass man kein ganzes Comic sondern nur einen Teil von Amelia ist die Größte bekommt. Auf deutsch gibt es auch eine 72-Seiten starke Ausgabe von Amelia ist die Größte, die die originalen US-Ausgaben Amelie Rules #1 & #2 komplett enthält, aber auch satte 12,50 Euro kostet. Klar das Heft gab es kostenlos, allerdings habe ich an diesem Tag auch Comics erhalten, die sehr wohl komplett waren.

Artwork
Für die grafische Umsetzung von Amelia ist auch Jimmy Gownley verantwortlicht, der hier in Personalunion alles macht (Autor, Zeichner, Tuscher und Farben). Seine Zeichnungen sind relativ einfach gehalten und erinnern stilistisch an Cartoons. Sie passen sehr gut zur Geschichte und transportieren gut den Eindruck, dass Amelia selbst aus ihrem Leben erzählt. Daher bin ich mit dem Artwork auch recht zufrieden.

Fazit
Eine positive Überraschung war für mich die letzte Seite. Dort findet man nämlich einige Informationen zu Jim Gownley. Solche Infos finde ich immer sehr interessant, da ich auch gerne etwas über die Leute, die hinter einem Comic stehen, erfahren möchte.
Insgesamt gesehen ist das Heft aber nichts für mich. Denn obwohl mich neben Reggie auch Amelia einige Male zum Schmunzeln brachte und ich das Artwork recht passend fand, bin ich wohl schon zu alt für Amelias Abenteuer.

Künstler
Jimmy Gownley (Autor und Zeichner)

Bewertung

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