Review #100: Star Wars – Dark Times: Blutige Ernte, Mai 2010, Panini Comics

Grüße und so!

Das vorliegende Review hat aus drei unterschiedlichen Gründen einen ganz besonderen Stellenwert hier bei  Craytons Comic-Blog. Erstens sind wir mittlerweile schon bei unserem hundertsten regulären Comicreview angelangt (die Comic-Klassiker nicht mitgerechnet), zweitens ist es das erste Review zu unseren dritten Thementagen und last but not least werden Crayton und ich mit diesem Review ein neues Format hier einfügen: das TEAM-UP ! Beim TEAM-UP handelt es sich um ein Comic Review, in dem wir gemeinsam ein Heft besprechen und bewerten werden. Wir sind schon sehr gespannt, wie dieses neue Format bei euch ankommen wird.

Vielleicht ist euch bereits bekannt, dass das Star Wars-Heft vom Gratis-Comic-Tag  noch eine andere Geschichte aus The Clone Wars enthält.  Wir werden uns in diesem Review aber ausschließlich auf den zweiten Teil (Dark Times) konzentrieren. Doch nun wollen wir uns der vorliegenden Geschichte widmen, welche von Panini zum Gratis-Comic-Tag verteilt wurde und den Epilog zur Storyline Blutige Ernte beinhaltet.

Inhalt (geschrieben vom Nachbar)
Die Geschichte spielt zeitlich direkt nach dem Film Star Wars Episode III. Imperator Palpatine hat die Macht an sich gerissen und der Orden der Jedi-Ritter wurde zerschlagen. Die noch überlebenden Jedi müssen um ihr Leben fürchten und können sich nur noch im Untergrund frei bewegen. Einer von ihnen ist Dass Jennir, welcher sich auf einem abgelegenen Planeten befindet, der allerhand zwielichtiger Gestalten wie z.B. Kopfgeldjäger, Schmuggler usw. beherbergt. Dass Jennir steckt in einer Krise; er hat seine Freunde verloren und er ist pleite. Aber das Schlimmste für ihn ist, dass er nach einigen Entscheidungen und Taten, die eines Jedis nicht würdig sind, sein inneres Gleichgewicht verloren hat.
Um zumindest seine Geldsorgen zu beseitigen, nimmt er einen Söldnerauftrag an. Doch bevor er sich überhaupt das erste Mal mit seiner Auftraggeberin treffen kann, kommt es schon zu einer ersten Auseinandersetzung mit einem reptilinartigen Kopfgeldjäger, der Dass den Job mit Faustrecht streitig machen will. Aber das Reptil hat die Rechnung ohne den erfahrenen Jedi gemacht, der seinen Widersacher mit Leichtigkeit besiegt.
Am nächsten Morgen macht sich Dass Jennir auf, um seine Auftraggeberin zu treffen und die Einzelheiten mit ihr zu besprechen. Jedoch wird er erneut von seinem Rivalen dem Reptil angegriffen, der diesmal ein paar Verbündete mitgebracht hat, um es mit Dass aufzunehmen. Wird der Jedi-Ritter es mit der Überzahl aufnehmen können und endlich seinen Auftrag bekommen?

Story
der Nachbar: „Also die Star Wars Filme hab ich ja alle gesehen, aber Blutige Ernte war für mich der erste Star Wars Comic, den ich seit Jahren gelesen habe. Daher kenn ich mich im Star Wars Comic-Universum auch nicht so doll aus. Ich weiß ja nicht, wie es dir ging, aber ich war mit dem Setting irgendwie von vornherein vertraut. Wir haben einen Jedi als Titelhelden, der in einer Krise steckt und sich auf einem abgelegenen Planeten als Söldner verdient. Dabei trifft er auf einige Aliens, die ihm ans Leder wollen. Hm, also von der Story her jetzt nichts Besonderes, was mich von den Socken gehauen hätte.“

Crayton: „Ich hab auch nur Star Wars Comics aus den 70er, 80er und noch ein paar aus den 90er Jahren, so dass ich vom aktuellen Geschehen dort keine Ahnung habe. Aber du hast Recht, man ist direkt in der Story drin. Das finde ich auch äußerst positiv an diesem Heft. Es ist also auch durchaus für Neueinsteiger kein großes Problem, sich hier zurechtzufinden. Okay, man sollte durch die Filme schon ein wenig Hintergrundwissen mitbringen. Die Story an sich hat mich aber auch nicht wirklich begeistert. Sie ist jetzt nicht sonderlich schlecht, aber eben nicht mehr als Durchschnitt. Das hat man doch alles schon mal gelesen. Ist nichts Neues, was mich dazu bewegen könnte, hier wieder voll einzusteigen.“

der Nachbar: „Man sollte aber auch fairerweise dazu sagen, dass dieser Comic mit seinen 16 Seiten ziemlich kurz geraten ist. Wenn ich da an Universal War One oder Der Killer, mit ihren über 40 bzw. 60 Seiten denke, ist das schon extrem wenig. Klar, dass man dann nicht allzuviel erwarten kann. Naja, was die Story betrifft, sind wir ja schon mal einer Meinung. Wenn du dazu nichts mehr zu sagen hast, würd ich vorschlagen, dass wir uns das Artwork etwas genauer anschauen.“

Crayton: „Da hast du sicherlich Recht. Ziemlich kurz geraten das Ganze. Aber für einen Einstieg ins Star Wars Universum okay. Ich habe hier auch nicht viel erwartet, so dass ich nicht enttäuscht bin. Eine solide Comic-Story eben.“

Artwork
Crayton: „Das Artwork find ich ganz okay. Klassische Comic-Kunst. Alles recht ansehnlich und solide. Allerdings fehlt mir hier ein wenig das Spektakuläre, was ich ganz gerne vor allem bei den diversen außerirdischen Kreaturen gesehen hätte. Diese gefallen mir nämlich nicht so gut. Bei den menschlichen Figuren sieht es da schon besser aus. Diese haben mir durchweg besser gefallen als die anderen Kreaturen. Aber insgesamt haut mich das Artwork jetzt auch nicht um und bewegt mich dazu unbedingt mehr von Zeichner Wheatley sehen zu müssen. Wie siehst du das denn Kollege?“


der Nachbar: „Hm, die außerirdischen Kreaturen find ich eigentlich ganz passabel. Speziell dieses fiese Reptilvieh und seine Freunden ausm Zoo sehen doch ganz in Ordnung aus. Also im großen und ganzen ist das Artwork schon nicht schlecht, allerdings vermisse ich bei den Actionszenen das gewisse Etwas. Mir sehen die entsprechenden Panels einfach zu statisch aus. Es fehlt hier meiner Meinung nach die nötige Dynamik. Gerade von den Star Wars Filmen ist man da ja etwas anderes gewohnt. Bei Dass Jennir, der Hauptfigur, muss ich übrigens immer an Ewan McGregor alias Obiwan Kenobi denken. Woher das nur kommt? Ach so, bevor ich es vergesse, Douglas Wheatley kann durchaus super zeichnen, so dass ich mich dafür begeistern kann. Schau dir mal die Zeichnungen auf seinem Blog an. Da sind echt klasse Sachen bei. Die verschiedenen Coverzeichnungen zum Beispiel oder seine Skizze einer Statue aus dem Louvre. Echt gut.“

Fazit (geschrieben von Crayton)
Dieser Comic bietet solide Unterhaltung, ohne uns jedoch richtig begeistern zu können. Interessant kann dieses Heft vor allem für Leute sein, die neu bei Star Wars einsteigen möchten. Fans der Krieg der Sterne-Saga sind hier sowieso gut aufgehoben.

Künstler
Mick Harrison (Autor), Douglas Wheatley (Zeichner) und Dave McCaig (Colorist)

Bewertung

10 Responses to Review #100: Star Wars – Dark Times: Blutige Ernte, Mai 2010, Panini Comics

  1. Ratzfatz sagt:

    Ich find das neue Format gut. (Macht ihr das über Skype und kopiert den Text dann rein oder tippt ihr nur ein Gespräch ab?)
    Aber ich glaub das sollte man eher für größere Sachen anwenden als für ne 16 seitige Geschichte. Bin überrascht dass ihr dazu überhaupt so viel zu sagen wusstet.

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  2. graval sagt:

    Schick, auch wenn ich es ein bisschen fraglich finde, ein Prequel (ursprünglich als Onlinecomic) zu einer ganzen Reihe zu beurteilen. Vielleicht könnt ihr ja noch die ganze Reihe (SW 76, 77, 78 und voraussichtlich 80, 81) reviewen 🙂

    Ansonsten coole Idee eines TeamUp und auch gut geschrieben.

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  3. der Nachbar sagt:

    Freut uns zu hören. Die Team-Ups sind Ergebnisse von „echten“ Gesprächen und Schriftverkehr (OpenOffice-Dokumente), den wir uns gegenseitig per E-Mail zugeschickt haben.
    Keine Sorge, die anderen beiden Team-Ups werden ja auch etwas größere Stories behandeln. Aber davon abgesehen, finde ich nicht, dass das ein Problem wäre. Man kann auch durchaus über „kleinere“ Dinge Team-Ups machen. Kommt halt drauf an, wieviel man selber aus den Sachen rausholen kann/möchte.

    Hast du mal über meinen Vorschlag nachgedacht, den ich dir gemailt habe?

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  4. der Nachbar sagt:

    Warum nicht? Genau genommen soll es doch ein „Appetizer“ für die reguläre Story sein. Soetwas sollte doch das Interesse an einer Geschichte wecken.

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  5. graval sagt:

    Ich meinte mal gehört zu haben, dass man diese Vorgeschichte erst nachträglich schrieb, um in die Story einzuleiten. Dann muss man dem Verständnis halber die ganze Reihe lesen.

    Aber kann gut sein, dass ich mich irre. Und sowieso kann ich mir nicht anmassen, von euch zu erwarten, dass ihr die ganze Reihe lest. 🙂

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  6. comicfanboy sagt:

    Ja wirklich klasse die Team-Ups.
    Gut geschrieben und vor allem optisch hats mir gefallen. Die unterschiedliche Schriftfarbe und natürlich eure Icons, machen das Ganze sehr übersichtlich.

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  7. Tommyknockers80 sagt:

    So, hallo alle zusammen. Gerade von ner Party zurück. Bevor es morgen, oder besser gesagt heute in mein Pfingstwochenende geht, schaue ich bei euch natürlich auch nochmal kurz vorbei. Habt ja schon wieder einiges gepostet. Wenn das die nächsten Tage so weiter geht werde ich ja Montagabend (da komme ich erst zurück), viel nachzulesen haben. Aber nun zum Thema. Schließe mich meinen Vorrednern an. Gut geschriebenes Review. Schön übersichtlich gestaltet. Gefällt mir gut eure Team-Up-Idee. Mehr davon!Also Daumen hoch von mir.

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  8. der Nachbar sagt:

    Schön, dass euch das neue Format so gut gefällt. Dann möchte ich bei der Gelegenheit auch gleich darauf hinweisen, dass heute und morgen abend jeweils um 20:00 Uhr wieder ein Team-Up erscheinen wird.

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  9. der Nachbar sagt:

    Wenn das die nächsten Tage so weiter geht werde ich ja Montagabend (da komme ich erst zurück), viel nachzulesen haben.
    Worauf du dich verlassen kannst. 😉

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  10. Crayton sagt:

    Danke für euer Lob. Schön das euch unsere Team-Up Reviews gefallen. Wir hatten auch viel Spass dabei.

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