Thementage: Frauenpower I

Review #79: Supergirl #30 (Volume 5), August 2008, DC Comics


Hallo Leute,

das erste Review das ich euch im Rahmen unserer Thementage präsentieren möchte, ist ein Heft von Supergirl. Die Maid aus Stahl, deren Fan-Gemeinde ständig wächst, hat es auch mir angetan. Schon früher fand ich diese Figur ganz gut und die aktuelle Serie trägt einiges dazu bei, dass ich auch heute noch gerne Stories von ihr lese. Schon alleine deshalb gehört für mich ein Review zu ihrer Serie auch hier in unsere Frauenpower-Thementage mit hinein. Wenn ich bei DC an interessante weibliche Charaktere denke, fällt mir neben Wonder Woman (auch hierzu wird es die nächsten Tagen ein Review geben) immer auch direkt Supergirl ein. Als Cousine eines der größten Helden der Erde, nimmt sie im DC-Universum eine wichtige Rolle ein.

Meinen ersten Kontakt mit Supergirl hatte ich in den 80er Jahren, durch Superman-Comics in denen sie als Gaststar vorkam. Ich war direkt von Supermans hübscher Cousine angetan. Am Anfang beschränkte sich mein Kontakt mit dieser Figur auf ihre Auftritte bei ihrem Cousin Superman. Irgendwann habe ich mir dann aber auch mal mein erstes Supergirl-Heft geholt. Später lies dann mein Interesse an ihr aber wieder merklich nach, was mit den vielen Veränderungen, die diese Figur durchmachte (zwischenzeitlich war Supergirl ja nicht mehr Supermans Cousine, siehe z.B. Matrix), zusammenhing. Das änderte sich dann wieder mit dieser aktuellen Serie von ihr.
Mittlerweile ist Supergirl wieder Supermans Cousine und ihre neuen Abenteuer lesen sich sehr gut. Doch kommen wir nun zum Heft.

Storytitel: Acceptance

Inhalt: Der Anfang dieses Comic-Hefts zeigt eine sehr nachdenkliche Supergirl, die ihr bisheriges Leben betrachtet. Ihre Ruhe wird allerdings schnell durch eine Superschurkin namens Livewire gestört, die in der Innenstadt von Metropolis wütet, um Superman herauszulocken. Da dieser aber im Moment woanders weilt, trifft sie nun stattdessen auf seine Cousine. Doch auch Supergirl ist für Livewire eine Nummer zu groß. Nach einem kurzen Kampf kann die Maid aus Stahl diesen für sich entscheiden. Danach setzt sie sich weiter mit ihrem kryptonischen Erbe auseinander. Auf der Suche nach Anworten ihre Vergangenheit betreffend, bricht sie auf zur Festung der Einsamkeit, in der Hoffnung dort durch alte kryptonische Aufzeichnungen mehr über sich zu erfahren….

Story: Die Geschichte ist sehr ruhig und nachdenklich geschrieben. Supergirl beschäftigt sich mit ihrem kryptonischen Erbe und versucht ihren Platz und ihre Aufgabe auf der Erde zu klären. Action gibt es dabei nur kurz, als sie sich mit Livewire auseinandersetzt. Das gefällt mir hier ganz gut. Autor Pfeifer beschreibt eine Supergirl, die ihren Platz auf der Erde noch nicht so recht gefunden zu haben scheint. Teilweise wirkt sie noch recht hilflos. Doch das macht diese Figur auch wieder sympathisch. Sie ist nicht so souverän wie ihr Cousin (obwohl mich das bei Superman nicht wirklich stört). So bekommt man hier mit Supergirl eine nicht so perfekte weibliche Version Supermans zu sehen. Schön ist auch die Szene, bei der sie Rat bei Batman sucht. Dieser wirkt hier wie ein väterlicher Freund von Supergirl. So wie sie hier dargestellt wird, erwarte ich auch die Figur von Supergirl. Immerhin soll sie hier 16 Jahre alt sein, wobei sie in Wirklichkeit ja viel älter ist. Dennoch wirkt sie wie ein Teenager, der versucht erwachsen zu werden. Eine wunderbare Geschichte, die mich gut unterhalten hat und auch ohne viel Action sehr gut auskommt. Hier gibt es satte acht Punkte von mir.

Zeichnungen: Der Zeichner Ron Randall liefert hier eine wunderbare Arbeit ab. Besonders wenn es um das perspektivische Zeichnen geht, hat der Mann etwas drauf. Schon auf der ersten Seite sieht man ein wunderbares Bild von Supergirl, wie sie im Weltraum auf einem Satelliten  sitzt. Überhaupt sind es die Perspektiven, die mich in diesem Heft umgehauen haben. Auch die Figuren selber sind ansprechend gezeichnet. Supergirl wirkt sehr jung, aber durchaus sexy, ohne dabei übertrieben gezeichnet worden zu sein. Auch die Farben in diesem Heft sind sehr gut. Besonders beeindruckend wirkt auch das letzte Bild, das Supergirl wieder im Weltraum zeigt. Man hat das Gefühl mit ihr dort zu sein. Für das Artwork gibt es von mir hier neun Punkte.

Fazit: Ein sehr gutes Heft, das Lust auf mehr macht und mein Interesse an Supergirl noch größer werden lässt.

Die Künstler: Will Pfeifer (Autor), Ron Randall (Zeichner), Ray Snyder (Tuscher), Shannon Blanchard (Farben), Drew Johnson (Cover)

Die Bewertung:
Story …………… 8/10
Zeichnungen … 9/10
Gesamt ……… 8,5/10

5 Responses to Thementage: Frauenpower I

  1. Verena sagt:

    Bei Supergirl hat mir die Matrix/Supergirl am besten gefallen. Die aus den 90er Jahren, die nicht mit Superman verwandt ist. Deren Serie habe ich mal ne Zeit lang gelesen. Dann wieder länger nichts von ihr. Da du hier so von der aktuellen Supergirl Serie schwärmst überlege ich mir vielleicht doch davon mal ein Heft zu holen.

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  2. Ratzfatz sagt:

    Warum genau hast du von allen Supergirl Serien gerade dieses Heft ausgewählt?
    Frage gilt auch für alle anderen Hefte der Frauenpower-Woche…

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  3. der Nachbar sagt:

    Gute Frage Ratzfatz. Bei so einem Anlass hätte eine entsprechende Begründung eigentlich im jeweiligen Beitrag explizit stehen sollen. Ich hab es in meinen Beiträgen auch am Rande erwähnt, aber fasse es an dieser Stelle gerne nochmal kurz zusammen:

    Miss Marvel – Ausgabe 1, weil es der Start einer eigenen Ms. Marvel Serie war, die ich bis dato noch nicht kannte und ich es gerade in die Finger bekam. 😉

    J.J.’s Shadowhunter – Ausgabe 1, da J. Jameson durchaus als Powerfrau (vom Niemand zur Millionärin) angesehen werden kann, die zufällig auch eine (auf den ersten Blick interessante) Comic-Serie rausgebracht hat. Das passte einfach gut zu den Thementagen.

    She-Hulk – Ausgabe ? (wird ja erst morgen veröffentlicht), weil es ganz einfach der einzige She-Hulk Comic ist, den ich besitze und ich finde, dass She-Hulk eine (die?) Powerfrau schlechthin im Comic-Universum ist, die bei unseren Thementagen auf jeden Fall dabei sein musste.

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  4. Crayton sagt:

    Hi Ratzfatz,
    Erstmal sorry das ich hier so spät auf deine Kommentare antworte. Hatte wenig Zeit in den letzten Tagen.
    Also das ich dieses Supergirl-Heft gewählt habe war reiner Zufall. Supergirl war eine der weiblichen Charaktere die ich auf jedenfall zu unseren Thementagen reviewen wollte (warum habe ich ja im Review geschrieben). Dieses Heft war auch in meinem Comicstapel den ich für die Thementage nochmal gelesen habe. Aber auch einige andere Supergirl-Hefte waren dabei. Warum also gerade das? Wahrscheinlich weil ich es am besten von den Heften aus dem Stapel fand. Hatte aber sonst keinen tieferen Sinn. Bei meinen anderen Reviews gab es schon bestimmte Gründe. Amazing Spider-Girl #8 passte ganz gut, weil hier direkt zwei wichtige weibliche Marvelfiguren mit Mary Jane und eben Spider-Girl im Mittelpunkt der Story standen. Beide passen gut in unser Thema würde ich sagen oder? Und bei Wonder Woman #13 lag es einfach, wie erwähnt, daran dass dieses mein erstes Soloheft von ihr war.

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  5. Ratzfatz sagt:

    Ja, passt eh. Ich wollt nur wissen ob die Hefte aus persönlichen Gründen ausgewählt wurde oder ihr findet, dass das Heft aus irgendeinem Grund die Charaktere besonders gut darstellt

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