Comic-Klassiker der Woche Folge 6: The Death of Superman (TPB), (1993), DC Comics

Hallo Leute,

in meiner heutigen Comic-Klassiker Folge präsentiere ich euch eine ganz berühmte Geschichte. Die Saga „The Death of Superman“ kennt wohl jeder Superman Fan. Diese Storyline sorgte in den Jahren 1992/1993 für mächtig viel Aufsehen, sowohl unter den Comicfans als auch darüber hinaus in der Medienlandschaft.

Dieses 168 Seiten dicke Tradepaperback (TPB), also Sammelband beinhaltet folgende US-Superman Hefte:

Superman: The Man of Steel #17-#19

Superman (Volume 2) #73-#75

Adventures of Superman #496 und #497

Action Comics #683 und #684

Justice League of America #69

Diese Storyline lief in Amerika vom Oktober 1992 bis November 1992

Ursprünglich plante DC damals die Hochzeit von Lois Lane und Superman als das Riesen-Event zu vermarkten. Aus Marketing-Gründen beschloss man aber die Comic-Hochzeit mit der Serien-Hochzeit aus „Adventures of Lois & Clark“ zusammenzulegen. Da die Serie zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht an diesem Punkt war, mußte DC umdisponieren und suchte nun panisch nach einem Lückenfüller. Jerry Ordway meinte dann bei einer Redaktionssitzung scherzhaft, dass man Superman ja sterben lassen könnte. Mike Carlin war von dieser Idee begeistert. Er beschloss der Öffentlichkeit eine Welt ohne Superman zu zeigen. „The Death of Superman“ ist dabei der erste Akt dieser aus drei Akten bestehenden Saga. Akt 2 (World Without Superman) und Akt 3 (The Return of Superman) werde ich euch auch in den kommenden zwei Wochen im Rahmen der Comic-Klassiker präsentieren.

Inhalt: Für Supermans Tod wurde von den Autoren ein noch unbekannter völlig neuer Gegner erdacht. Dieses Wesen mit dem passenden Namen Doomsday entkommt am Anfang aus einem nicht näher beschriebenen Bunker. Mehr oder weniger vom Zufall geleitet, bahnt Doomsday sich den Weg nach Metropolis. Dabei zerstört er alles und jeden der seinen Weg kreuzt. Seine Brutalität und Zerstörungskraft bekommt dabei als erstes die Justice League zu spüren. Dieses, zugegeben nur mit seiner B-Formation (Guy Gardner, Maxima, Bloodwynd, Booster Gold, Blue Beetle) angetretene, Superhelden Team wird von Doomsday locker, sozusagen im vorbeigehen erledigt. Nichts anders ergeht es der US-Army (klar wenn sogar Superhelden einen draufkriegen). Auch Supergirl hat keine Chance. Wobei ich dazu sagen muss, dass es sich hierbei nicht um das Supergirl (Supermans Cousine) handelt das wir kennen, sondern um Matrix, ein Wesen das die Rolle der Supergirl damals inne hatte. Am Ende bleibt also nur Superman übrig, der sich Doomsday bei seinem Weg nach Metropolis entgegen stellt. Es kommt zum erbitterten Kampf zwischen den beiden. Dieser zieht sich im Grunde über zwei Drittel dieses Trades. Dabei bekommt der Mann aus Stahl mächtig eins auf die Mütze. Doomsday ist scheinbar nicht aufzuhalten. In den Strassen von Metropolis kommt es dann zum entscheidenden letzten Kampf zwischen dem Held und dem Monster. Dabei kommt das Monster dann letztendlich um. Aber auch Superman bezahlt die Rettung von Metropolis mit seinem Leben. Erstmalig geht es also nicht am Ende gut aus für den Helden.

Story: Die Geschichte ist objektiv betrachtet eigentlich nur Mittelmaß. Im Grunde ist das Ganze nicht mehr als ein großer Kampf zwischen Doomsday und Superman, der mit dem Tod der beiden endet. Aber dennoch hat mich das Ganze fasziniert. Denn für damalige Verhältnisse ist das schon etwas Besonderes gewesen. Zwar sind auch schon vorher einige Helden gestorben, allerdings waren das meist nicht so bekannte. Doch eine so berühmte Figur wie Superman sterben zu lassen, war neu. Ich vergebe hier, zugegeben mit Sicht durch die Fanbrille, 7 Punkte.

Zeichnungen: Das Artwork reicht von mittelmäßig bis hin zu großartig. Da hier mehrere Zeichner am Werk waren (die Story zog sich ja durch unterschiedliche Serien) ist auch die Qualität der Bilder unterschiedlich. Gefallen haben mir vor allem die Zeichnungen von Dan Jurgens (der auch den Finalen Kampf in Superman #75, Vol.2 gestaltet hat). Da er den größten Einfluss auf die ganze Geschichte (als Autor und Zeichner) hatte, gilt er allgemein als der Mann der Superman tötete, was ihm zu weltweitem Ruhm verhalf. Interessant ist auch, dass es ca. ab Seite 140 dieses Trades nur noch ein großes Bild pro Seite gibt. Ein großer Teil des Endkampfes ist in dieser Form gezeichnet. Die guten Zeichnungen überwiegen hier, so dass ich hier insgesamt auch 7 Punkte vergebe.

Fazit: Diese Geschichte war eine der wichtigsten in der Geschichte Supermans. Eigentlich auch wichtig für die ganze Comicindustrie, da auch die Medien darüber berichteten. Und wohl auch eine der erfolgreichsten. Das Heft (Superman #75 Vol.2), das den letzten Kampf in Metropolis beinhaltet, bei dem Superman dann stirbt verkaufte sich alleine in den USA über 8 Millionen mal und gilt damit bis heute als eins, wenn nicht sogar das erfolgreichste Comicheft aller Zeiten. Ich bin froh das ich „The Death of Superman in meiner Sammlung habe.

Hier noch ein paar Bilder:

Doomsday (hier noch in einem Schutzanzug) bricht aus:

Der Endkampf in Metropolis:

Die berühmte vorletzte Seite:

Die ebenso berühmte letzte Seite:

Cover Superman #75 (Volume 2):

( über 8 Millionen Exemplare in Amerika verkauft)

Die Künstler: Autoren Dan Jurgens, Jerry Ordway, Louise Simonson, Roger Stern,

Zeichner Tom Grummett, Jon Bogdanove, Jackson Guice, Dan Jurgens,

Tuscher Brett Breeding, Rick Bruchett, Doug Hazlewood, Dennis Janke, Denis Rodier

Farben Gene D´Angelo, Glenn Whitmore

Die Bewertung: Story 7/10, Zeichnungen 7/10, Gesamt 7/10

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3 Responses to Comic-Klassiker der Woche Folge 6: The Death of Superman (TPB), (1993), DC Comics

  1. Crayton sagt:

    Danke, für deinen Kommentar. Hoffe du besuchst meinen Blog jetzt öfter.

    Gruss Crayton

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  2. Master of Disaster sagt:

    Hast du ja ziemlich gut bewertet. Eigentlich ist die Story ja recht simpel. Superman prügelt sich mit Doomsday und stirbt am Ende. Aber dennoch ist dieser Story-Arc ein Klassiker, der damals auch ein breites Medienecho fand. Heute ist das mit dem Tod und der Wiederkehr auch ganz bekannter Helden ja nichts Neues. Aber damals war glaube ich bis zu diesem Arc kein so bekannter Held wie Superman gestorben. Der Erfolg damals hat bestimmt die Inflation von sterbenden Helden die dann wiederkehren, die wir heute haben ausgelöst. Und die Verlage haben ja auch Erfolg damit. So verkaufte sich vor glaube ich drei Jahren das Captain America Heft, das seinen vermeintlichen Tod zeigte auch wieder top. Dennoch sollten die das nicht übertreiben mit dem ständigen Tod und dann der Wiederkehr der Helden.

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  3. der Nachbar sagt:

    100% signed!

    …Inflation von sterbenden Helden…
    Du sprichst mir aus der Seele. Mittlerweile hat man ja den Eindruck, dass dieses Phänomen zu einem reinem Marketingtool verkommen ist, um die Verkaufszahlen in die Höhe zu treiben (aktuelles Bsp.: Batman).
    Getreu dem Motto: „Heute tot, (über)morgen wieder da.“
    Aber darüber kann ich nur noch den Kopf schütteln. Es nervt ungemein und zeugt nicht gerade vom Einfallsreichtum der Autoren.

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