Review #30: Mortal Kombat – Blood & Thunder, (Juli 1994), Malibu Comics

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Hallo Comic-Fans,

heute möchte ich euch einen Comic vorstellen, der auf einem Videospiel basiert, welches als Klassiker in der Beat ‚em Up-Szene gilt. Nein, ich meine nicht Street Fighter und auch nicht Fatal Fury oder Tekken. Die Rede ist von…
Mortal Kombat (nachfolgend MK genannt)!
Als das Spiel Anfang der Neunziger erschien, schlug es ein wie eine Bombe. Grund dafür war die, zum damaligen Zeitpunkt, revolutionäre Grafik und die teilweise extreme Gewaltdarstellung (ich sach nur „Fatality“). 😉
Wie es damals mit erfolgreichen Videospielen so üblich war, überlegten sich einige Leute, wie man noch mehr Kohle mit dem Erfolg erzielen könnte und schmiessen allerhand Sachen auf den Markt, der mit MK zutun hatte. U.a. zahllose Fortsetzungen für diverse Spieleplattformen, zwei Kinofilme (der erste war ja noch einigermaßen okay, aber der Nachfolger war nur noch Schrott), eine TV-Serie, ein Zeichentrickfilm und man lese und staune… eine Comicserie.

Storytitel: A Slow Boat To China

Inhalt: Shang Tsung, ein fieser Zauberer und Ausrichter eines geheimnisvollen Martial-Arts-Turniers, lädt die stärksten und besten Kämpfer der Welt ein, um sie gegen seinen Champion Prinz Goro antreten zu lassen. Dieser ist ein vierarmiger Muskelprotz, der gleich zu Beginn der Story klar stellt, was er aus seinen Untertanen macht, wenn diese ihm nicht gehorchen… nämlich Kleinholz.
Shang Tsungs Einladungen gehen also an allerhand Kämpfer raus. So auch an einen gewissen Johnny Cage, der in Honk-Kong ein Schiff betritt, das ihn zum besagten Turnier bringen soll. In der Zwischenzeit leisten sich Sonya Blade, eine Agentin der US-Special Forces, und ihr Team eine wilde Verfolgungsjagd mit dem Schwerverbrecher Kano. Dieser kann ihr gerade noch entkommen und flüchtet sich auf das Schiff, das in diesem Augenblick ablegt.
Kaum an Bord angekommen, macht er sich prompt mit Johnny Cage bekannt, was für diesen eine schmerzhafte Erfahrung ist. Aber zum Glück bekommt Cage schon bald Unterstützung von Liu Kang einem Shaolinmönch-Verschnitt, der auch am Turnier teilnimmt. Während sie gemeinsam Kano „ruhig stellen“, werden sie von zwei Ninjas beobachtet. Kurz darauf gesellt sich ein dritter Ninja von einem rivalisierenden Clan hinzu und der nächste Kampf ist im Gange. Bei den Ninjas handelt es sich, Kenner werden es wohl schon ahnen, um Scorpion („Get over here!“) und Sub-Zero. Irgendwie gelangt dann auch noch Sonya mit ihrem Einsatzteam aufs Boot und nach kurzer Zeit erreicht das Schiff die Insel, auf der das Turnier stattfinden soll. Nachdem sie nun alle am Ziel der Reise angekommen sind, werden sie von ihren Gastgebern Shang Tsung und Goro begrüßt und bevor der Comic endet, wird mit Rayden, dem Donnergott, noch ein weiterer Charakter vorgestellt.

Die Story haut einen jetzt nicht gerade vom Hocker. Es handelt sich ja schließlich auch nur um eine Adaption eines Beat’em-Up-Games, was kann man da schon Großartiges erwarten? Manche Sachen gefallen mir aber ganz gut, wie z.B. der Auftritt der beiden verfeindeten Ninjas, der kurz erklärt, warum die beiden sich nicht riechen können. Auf der anderen Seite ist der Auftritt von Sonya und Kano doch recht abstrus. Erst flüchtet er sich ja vor ihr auf das Schiff, es handelt sich dabei übrigens um eine Tschunke, eine Art asiatisches Segelschiff. Sehr unwahrscheinlich, dass so ein Gefährt mit Mach 2 aus dem Hafen rausbrettert. Aber gut, kommt sie halt mit nem Motorboot hinterhergedüst. Nur warum nimmt sie Kano dann nicht einfach auf der Tschunke fest und gut is? Naja, so hat sie schließlich einen Grund auch am Turnier teilzunehmen. Aber wie eingangs bereits erwähnt, die Story ist eher mau. Daher gibts dafür auch nur vier Punkte.

Besser siehts da schon bei der grafischen Umsetzung aus. Die Charaktere sind ordentlich gezeichnet und man weiß (als MK-Kenner) direkt, um wen es sich bei den gezeichneten Leuten handelt. Ebenso gut gelungen sind die Kolorierungen und Schattierungen aber auch so wichtige Elemente wie Seitenaufteilung, Speedlines und Wortmalerei werden gut umgesetzt. Dafür gibts von mir sieben Punkte.

Fazit: Ein solider Martial-Arts-Comic, der besonders für MK-Fans interessant sein könnte.

Die Künstler: Charles Marshall (Autor), Patrick Rolo (Zeichner), Bobby Rae (Tuscher) und Dave Lanphear (Texter)

Die Bewertung:
Story . . . . .          4/10
Zeichnungen . . 7/10
Gesamt  . . .        6/10

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