Review #28: Batman Annual #25, (Mai 2006), DC Comics

batman25Bei einem Annual erwartet man ja automatisch etwas Besonderes. So enthält auch dieses Annual eine besondere Geschichte. Jason Todd der einst als zweiter Robin die Nachfolge von Dick Grayson an der Seite von Batman antrat ist ja von den Toten zurückgekehrt. Einige von euch werden sich jetzt sicher fragen was es damit auf sich hat.

In der berühmten Geschichte „A Death in the Family“ (Dezember 1988 – Januar 1989) wurde Jason Todd als Robin vom Joker gefangen genommen und gefoltert. Das Besondere war damals, dass die Fans per Telefonvoting dazu aufgerufen wurden zu entscheiden ob Jason sterben muss oder nicht. Nach 10614 Anrufen entschieden sich 5271 Stimmen gegen seinen Tod und 5343 Stimmen dafür. Das die Fans hier so stark mit einbezogen wurden hatte es vorher und meines Wissens auch nachher nie mehr gegeben. So mußte Jason durch den Joker  sterben und blieb dann auch rund 15 Jahre tod, bevor er im Dezember 2004 in Batman #635 als Schurke Red Hood wieder zurückkehrte. Warum er wieder lebt blieb lange ungeklärt. Hier im Annual sollte nun das Rätsel um seine Wiedergeburt endlich gelöst werden.

Storytitel: Daedalus and Icarus- The Return of Jason Todd

Inhalt: Die Story beginnt mit einem kleinen Rückblick auf Jasons Tod, also auf die oben genannte Story aus den 80er Jahren. 6 Monate nach seinem Begräbnis kommt es dann zu den Ereignissen, die der Infinite Crisis (von mir auch in diesem Blog behandelt) vorausgingen. Superboy Prime entkommt der Zufluchtsstelle in der er , Alexander Luthor, Superman2 und Lois Lane zwei seit dem Untergang des Multiversums (1986) ihr Dasein fristen. Er zerschlägt praktisch eine für uns unsichtbare Mauer. Dadurch kommt es zu einer Erschütterungswelle die den Ablauf der Zeit verändert. Als diese Welle Jasons Grab erfasst, erwacht dieser und muss sich, nun lebendig begraben, den Weg an die Oberfläche frei graben. Auf den Strassen herumirrend wird er von einem Auto angefahren und fällt in ein einjähriges Koma. Da niemand weiss wer er ist, bekommen so auch seine ehemaligen Freunde nicht mit das er lebt. Als er nach einem Jahr erwacht kann er aus der Klinik in der er sich befindet entkommen. Er hat keine Erinnerung an sein früheres Leben als Jason Todd/Robin und schlägt sich erstmal als Penner auf der Strasse durch. Von einem Mitarbeiter von Talia al Ghul Ex-Geliebte von Batman und Tochter des berüchtigten Ra´s al Ghul (seht hier auch den Film Batman Beginns) wird Jason eines Tages wiedererkannt. Sie nimmt ihn auf und kann ihm mit Hilfe der Lazarus-Grube, der ihr Vater sein sehr langes Leben verdankt, zu alter Stärke zurückverhelfen. Dadurch gewinnt er auch seine Erinnerungen zurück. Wütend darüber das Batman ihn damals nicht gerettet hat und durch den Einfluss von Talia beginnt er hinter den Kulissen gegen seinen alten Mentor zu arbeiten. Man sieht in Rückblicken wie er einige Feinde Batmans gegen diesen unterstützt, bevor er dann letztendlich seine neue Identität als Red Hood annimmt.

Die Story war gut zu lesen. Die ganzen Rückblicke sind sehr gut und vor allem etwas für Fans die auch die Geschichte seines Todes kennen. Man erfährt hier sehr schön wie er schon länger hinter den Kulissen gegen Batman arbeitet und zu Red Hood wird. Was mir überhaupt nicht gefallen hat war natürlich die Erklärung seiner Auferstehung. Um es mal simpel zu sagen „Superboy Prime haut gegen ne Mauer und Jason erwacht wieder zum Leben?!“. Also bitte lieber Autor das ist nun wirklich sowas von an den Haaren herbeigezogen, selbst für ein Comicheft. Aber wenn man diese Situation einfach mal ignoriert, ist der Rest der Story wirklich gelungen. Für die Auferstehungserklärung gibt es dennoch Abzüge, so dass ich insgesamt wohlwollend auf dennoch 7 Punkte hier komme.

Die Zeichnungen sind ganz nett. Besonders die Rückblende zu Jasons Tod hat mir zeichnerisch gut gefallen. Der Rest ist solide Comickunst, die etwas über dem Durschnitt liegt. Richtig von den Socken gehauen hat es mich eigentlich nicht. Da ich die Story hier leicht stärker als die Zeichnungen insgesamt beurteile komme ich hier auf 6 Punkte.

Fazit: Auf diese Story hatte ich lange gewartet. Dementsprechend hatte ich auch sehr hohe Erwartungen an sie. Diese wurden leider sowohl zeichnerisch als auch von der Geschichte her nicht erfüllt. Wie gesagt die Geschichte ist ganz gut aber eben nicht der Knüller und auch die Zeichnungen lassen mein Herz nun nicht höher springen. Für ein Annual ist das eigentlich zu wenig. Da hätte ich doch mehr erwartet.

Die Künstler: Autor Judd Winick, Zeichner Shane Davis, Tuscher Mark Morales, Farben Alex Sinclair, Cover Mark Simpson

Die Bewertung: Story 7/10, Zeichnungen 6/10, Gesamt 6,5/10

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