Review #25: Asterix Band #34, (Oktober 2009), Egmont Ehapa Verlag

34deHallo Leute,

bei meinem zweiten Review dreht sich alles um die beiden wohl berühmtesten und beliebtesten Comicfiguren Frankreichs,
wenn nicht sogar ganz Europas: Asterix und Obelix!

Lang ist es her, seitdem ich einen Asterix-Comic in den Händen hielt und ich muss gestehen, dass ich meine Sammlung, die ich bis Band 29 fast lückenlos führte, schon seit einer Ewigkeit nicht mehr aus dem Regal geholt habe. Nichts desto trotz konnte ich mich wieder an sämtliche Charaktere erinnern (naja okay, einige Namen sind mir schon entfallen) und es hatte mir richtig Spaß gemacht, wieder ins Asterix-Universum einzutauchen.
Der Titel sagt schon alles über den Inhalt aus. Albert Uderzo, einer der beiden geistigen Väter von Asterix, hat der Fangemeinde (und wohl auch sich selbst) ein Geschenk in Form des 34. Asterix-Bandes gemacht, in dem der 50. Geburtstag unserer beiden gallischen Helden gefeiert wird.
Das Format der Asterix-Hefte zeichnet sich vor allem durch seine Beständigkeit aus. So hat sich jahrelang am grundlegenden Layout kaum etwas geändert und sobald man die ersten paar Seiten aufgeschlagen hat, fühlt man sich wieder an die ersten Abenteuergeschichten von Goscinnys/Uderzos Schützlingen erinnert. Alles ist beim Alten.
Da gibt es die Seite mit der Karte, auf der man die Situation erklärt bekommt, in der sich das Heimatdorf unserer Helden mitsamt dessen Einwohnern befindet. Und auf der darauffolgenden Seite werden die wichtigsten Charaktere, die da sind Asterix, Obelix, der Druide Miraculix, der Barde Troubadix und der Stammeshäuptling Majestix, vorgestellt. Einzig die Seitenzahl, die sonst traditionsgemäß auf 48 limitiert war, beträgt bei der aktuellen Ausgabe 55.

Storytitel: Asterix & Obelix feiern Geburtstag

Der Inhalt ist schnell zusammengefasst. Unsere beiden gallischen Freunde feiern ihren 50. Geburtstag und die Einwohner des gallischen Dorfes wollen deshalb ein großes Fest für die beiden arrangieren. Natürlich sind sie damit nicht ganz alleine, so bekommen sie noch Besuch von vielen alten Bekannten, die Asterix und Obelix auf ihren zahlreichen Abenteuern kennenlernen, retten und verhauen durften. Sogar die armen Piraten sind mit von der Partie. Ganz großes Kino: Seite 15 – Die Piraten mit dem Rest vom Schiff „Titanix“. Baba (so heißt der also) sagt: „Aste’ix und Obelix, ih‘ seid die Könige de‘ Welt!“
Ich muss immer wieder schmunzeln, wenn ich die Seite sehe. 🙂

Die Story ist leider, leider ganz schlecht erzählt. Es handelt sich im Prinzip nur um lose, einzelne Abschnitte, die irgendwie zusammengeklätscht wurden. Keuchhustus-Reiseführer hätte auf zwei, maximal vier Seiten unterkommen können. So wird er viel zu lang(atmit/-weilig). Einige Seiten bestehen aus einer einzelnen Zeichnung (die Kunstbilder), die aber auch etwas hermachen und schön anzusehen sind. Uderzos Interpretation von Delacroix‘ Revolutionsbild finde ich dabei besonders klasse. Aber auch der Cäsar, der in Wahrheit ein Napoleon ist, sieht ganz cool aus. Aber um noch mal auf die Story zurückzukommen. Ich will an dieser Stelle nicht zu viel verraten, allerdings vermisse ich hier einen „echten“ Handlungsstrang. Meine Entäuschung darüber gebe ich daher mit zwei Punkten (knallhart) zum Ausdruck.

Die grafische Umsetzung hat sich seit den ersten Ausgaben so gut wie nicht verändert. Wenn ich mich recht erinnere, gab es eine Stiländerung ab den Briten oder den Normannen. Aber danach sahen Asterix und Obelix doch immer recht gleich aus. Was nicht schlecht ist, wenn es gute Zeichnungen sind, die den Lesern gefallen. Beständigkeit ist ja auch was Schönes und man muss den Lesern doch nicht alle naselang einen neuen Zeichenstil präsentieren. Mir gefiel die Darstellung der beiden Gallier schon damals, als ich als Kind in den Zaubertrank… äh, nee… die ersten Asterix-Comics las und mir gefallen sie heute genauso gut. Dafür und weil es halt ASTERIX und OBELIX sind, gebe ich neun Punkte.

Fazit: Ein Comic, der die Leser, die schon seit Jahr/-en/-zehnten die Bekanntschaft mit den beiden sympathischen Galliern geschlossen haben, in Erinnerungen schwelgen lässt. Aber ich schätze, für Neueinsteiger bzw. Leute, die nicht so vertraut mit Asterix und Obelix sind, werden jedoch viele Anspielungen und Erwähnungen bloß achselzuckend zur Kenntnis genommen.
Trotz der niedrigen Story-Bewertung gebe ich dem aktuellen Asterix-Band eine Gesamtpunktzahl von sieben (quasi mein Geburtstagsgeschenk für die beiden^^).

Die Künstler: René Goscinny (Text) und Albert Uderzo (Zeichnung)

Die Bewertung: Story 2/10, Zeichnungen 9/10, Gesamt 7/10

Werbeanzeigen

Und was sagst du dazu?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: